Alle Anzeichen deuten auf ein echtes Topspiel hin

Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

So spannend wie in die dieser Saison war es schon lange nicht mehr an der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga, und zwei Spieltage vor der Winterpause tritt auch noch eine ganz besondere Situation ein. Am Samstag, 13.12.2003, treffen die ersten vier Mannschaften aufeinander. Tabellenführer Stuttgart muss beim Rekordmeister FC Bayern München (4.) antreten und Verfolger Werder Bremen reist zum Dritten Bayer 04 Leverkusen. "Das wird ein ganz interessantes Wochenende. Diese Konstellation kann für viel Unterhaltung sorgen", stimmte auch Werders Cheftrainer Thomas Schaaf auf der Pressekonferenz am Donnerstag zu.

 

Hinzu kommt, dass alle Anzeichen auf ein echtes Topspiel in der BayArena hinweisen. "Beide Teams spielen bisher eine hervorragende Saison und überzeugen durch einen tollen Offensivfußball mit schönen Kombinationen", so Thomas Schaaf, der dem Aufeinandertreffen voller Freude entgegenblickt. Viel wichtiger ist ihm am Samstag aber, dass seine Mannschaft wieder spielerisch stärker auftritt, als es am vergangenen Wochenende beim Spiel gegen die Bayern der Fall war. "Unsere Ansprüche sind hoch. Wir wollen uns beweisen und um erfolgreich zu sein, müssen wir diesmal viel dominanter spielen."

 

Großer Zusammenhalt im Bremer Team

 

Dass dieses Vorhaben aber gegen das Team von Klaus Augenthaler nicht ganz einfach umzusetzen sein wird, ist sich Thomas Schaaf bewusst. "Bayer hat nach der letzten Saison wieder zu alter Stärke gefunden. Da müssen wir alles aufbieten." Besonders von den spielerischen Qualitäten der Hausherren ist Werders Cheftrainer überzeugt. "Mit Bernd Schneider haben sie einen technisch ganz starken Mann. Hinzu kommen mit Oliver Neuville und Daniel Bierofka noch zwei schnelle Leute, die wir keine Sekunde lang aus den Augen lassen dürfen." Dennoch blickt Schaaf der Partie optimistisch entgegen. "In unserer Mannschaft herrscht eine unheimlich gute Gemeinschaft. Die Spieler sind füreinander da, helfen sich gegenseitig und fördern sich dadurch auch noch. Gleichzeitig schafft es jeder, seine individuellen Stärken in das Team einfließen zu lassen."

 

Dieser Zusammenhalt wird auch am Samstag besonders in den Bremer Abwehrreihe von entscheidender Bedeutung sein, denn mit Mladen Krstajic und Valérien Ismaël drohen zwei ganz wichtige Säulen in der Defensive auszufallen. Krstajic leidet seit dem DFB-Pokalspiel gegen Hertha BSC Berlin in der vergangenen Woche an Muskelproblemen im Hüftbereich. Ismaël hatte sich in den vergangen Tagen einen grippalen Infekt eingehandelt. "Ob es für einen Einsatz am Wochenende reicht, bleibt abzuwarten", so der Bremer Cheftrainer. Markus Daun wird dagegen aller Voraussicht nach weiter pausieren. Der Stürmer hatte sich in der letzten Woche den rechten kleinen Zeh gebrochen und konnte bisher nur ein lockeres Lauftraining absolvieren. Bei den Gastgebern aus Leverkusen wird dagegen nur Zoltan Sebescen ausfallen, der seinen Trainingsrückstand aufholt.

 

Bisher trafen beide Mannschaften 23 Mal in Leverkusen aufeinander. Die Bilanz der Bremer fiel dabei alles andere als gut aus. Nur fünf Mal gingen die Werderaner als Sieger vom Platz. Zehn Mal blieben die Punkte am Rhein. In der vergangenen Saison musste das Team von Cheftrainer Thomas Schaaf sogar mit einer 0:3-Niederlage die Heimreise antreten. Den letzten Sieg in der BayArena verzeichneten die Bremer in der Saison 2001/2002. Am 32. Spieltag gewann Werder Bremen durch die Tore von Krisztian Lisztes und Ailton mit 2:1. "In der Vergangenheit haben wir eigentlich immer ganz gute Leistungen in Leverkusen gezeigt, auch wenn es manchmal leider daneben ging", sagte Schaaf.

 

Norman Ibenthal