Werder bittet zum "Nord-Gipfel"

Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Der Countdown für das erste "Nord-Derby" in dieser Saison läuft. Am 8. Spieltag der Fußball-Bundesliga empfängt der SV Werder Bremen den VfL Wolfsburg zum Spitzenspiel. Am Sonntag, 5.10.2003, um 17:30 Uhr wird sich entscheiden, wird die wirkliche Macht im Norden ist.

 

Schaaf hofft auf ein volles Stadion

 

"Es ist schön, dass zwei Mannschaften aus dem Norden so weit oben in der Tabelle stehen", so Werders Cheftrainer Thomas Schaaf, der gegen den Tabellensechsten auf ein volles Stadion hofft. "Die Mannschaft hätte es verdient und wird versuchen, die Fans wieder zu überzeugen." Wenn man die Statistik der beiden Teams betrachtet, können sich die Zuschauer auf ein spannendes Spiel mit Torgarantie einstellen. So gab es zwischen den beiden Mannschaften in zehn Aufeinandertreffen noch nie ein 0:0. Und auch in dieser Saison laufen die "Torjäger" wieder auf Hochtouren. Sowohl Bremens Ailton als auch Wolfsburg Diego Klimowicz konnten bereits fünf Treffer verbuchen.

 

Ein besonderes Augenmerk wird aber auch auf den beiden Spielmachern liegen. Auf der Bremer Seite steht dort im zentralen Mittelfeld Johan Micoud, der in dieser Saison mit 4 Treffern und 3 Scorer-Punkten äußerst torgefährlich ist. Und bei den "Wölfen" wurde vor der Saison für neun Millionen Euro der Argentinier Andres D´Alessandro verpflichtet, der von den Medien weltweit schon als der "neue" Maradona bezeichnet wird. "Es ist schwer die beiden miteinander zu vergleichen. Alessandro hält den Ball länger. Johan spielt dagegen schneller ab und setzt die Mitspieler in Aktion", so Thomas Schaaf, der den Erfolg aber eher bei der ganzen Mannschaft sieht. "Es ist wichtig, dass die Mannschaft funktioniert, denn dann kann jeder einzelne seine persönlichen "Highlights" setzen."

 

"Bayern muss man erst einmal schlagen."

 

Wie gefährlich der VfL Wolfsburg sein kann, hat das Team von Jürgen Röber in dieser Saison schon des Öfteren bewiesen. "Der VfL hat bisher eine gute Leistung gezeigt. Sie haben unter anderem die Bayern geschlagen. Das muss man erst einmal schaffen", sagte Chefcoach Schaaf, der vor allem in der Offensive der Wolfsburger die Gefahr sieht. "Wir dürfen sie nicht in ihr Spiel kommen lassen und müssen unsere Qualitäten durchbringen."

 

Weniger Sorgen bereitet dem Cheftrainer dagegen die personelle Situation. Bis auf Victor Skripnik, der weiterhin an einer Schambeinentzündung leidet, sind alle Mann an Bord. Gleich auf sieben Spieler muss dagegen "Wölfe"-Coach Jürgen Röber verzichten. Pablo Quattrocchi und Kim Madsen befinden sich nach ihren Knie-OP`s weiterhin in der Rhea, die beiden Stürmer Tomislav Maric und Marco Topic absolvieren noch ein Aufbautraining, Thomas Rytter und Martin Petrov plagen eine Knieverletzung bzw. Zehprobleme. Zudem muss Maik Franz seine Gelb-rot-Sperre absitzen.

 

Die Fans können sich also auf ein interessantes Duell freuen, das entscheidet, wer auch weiterhin sich in der Spitzengruppe der Bundesliga festsetzen kann.