Werder will den FC Schalke 04 fordern und mutig dagegen halten

Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Am 16. Spieltag der Fußball-Bundesliga muss der SV Werder Bremen beim FC Schalke 04 antreten. In der Arena "Auf Schalke" empfangen die Königsblauen als Tabellenvierter die zweitplazierten Bremer. Damit ist die Begegnung das Spitzenspiel des Wochenendes. Doch auch die Tatsache, dass mit Schalkes Trainer Frank Neubarth und den beiden Keepern Frank Rost und Oliver Reck gleich drei ehemalige Werderaner im Ruhrpott aktiv sind, macht die Begegnung noch interessanter. Auch die Stimmung in der Arena wird gut sein. Rund 6.000 Werder-Fans werden ihr Team unterstützen.

 

Ergebnis der vergangenen Saison zählt nicht mehr

 

"Solche Spiele wollen wir alle haben. Das Interesse ist groß und das Stadion ausverkauft. Wir freuen uns alle auf die Aufgabe. Ich bin gespannt, wie wir uns in dieser Atmosphäre präsentieren", erklärt Werder-Coach Thomas Schaaf. Aber Angst hat Schaaf vor dem lautstarken Publikum der Schalker nicht. "Wir fahren dort hin, um zu punkten. Die Mannschaft ist willig und heiss auf das Spiel. Alle wollen sich beweisen", zeigt er sich optimistisch. Dass die Bremer in der vergangenen Saison mit 4:1 im Ruhrpott gewinnen konnten, hat für Schaaf keine große Bedeutung mehr. "Wir haben im letzten Jahr sehr gut dort gespielt. Aber das zählt jetzt nicht mehr. Das Ergebnis hat aber gezeigt, wie man gegen Schalke spielen muss um erfolgreich zu sein. Wir dürfen nicht hinten drin stehen, sondern müssen mutig dagegen gehen und die Schalker fordern“, weiss Schaaf.

Durch Verletzungssorgen stehen hinter drei Werder-Kickern noch Fragezeichen. „Bei Frank Verlaat und Viktor Skripnik bin ich für Samstag recht optimistisch. Sie werden am Freitag noch eine Test machen. Dann wissen wir definitiv, ob es geht oder nicht. Bei Mladen Krstajic sieht es schlechter aus. Er hat aus dem Spiel in Ahlen einen Bluterguss im Oberschenkel davongetragen. Könnte sein, dass sich sein Einsatz erst kurz vor Spielbeginn entscheidet“, so Schaaf.

 

Wiedersehen mit Ex-Werderaner nur Nebensache

 

Dass der FC Schalke 04 durch seine drei Ex-Bremer provitieren kann, sieht Werders Cheftrainer nicht. „Das Wissen, was man hat, kann die Mannschaft ja nicht immer so umsetzen, wie man es will. Außerdem haben wir uns im Vergleich zu der Zeit, wo die Spieler bzw. Frank Neubarth bei uns waren, weiterentwickelt.“ Auch in der Tatsache, dass Schaaf drei alte Bekannte wiedertrifft nimmt er nicht so ernst. „Es ist normal, dass man ehemalige Spieler oder Mitspieler wiedersieht. Das kommt öfter vor. Frank Rost wird sich bestimmt auf die Partie freuen, da er sich gegen seinen alten Verein beweisen will.“ „Das ist aber alles nur Nebensache. Wir haben das Ziel, auf Schalke erfolgreich zu sein. Alles andere zählt nicht“, ergänzt der Coach.