Remis gegen den HSV - Werder verteidigt den dritten Platz!

Torsten Frings und Co. trennten sich im Nordderby 1:1-Unentschieden, sicherten sich dadurch aber die Qualifikation für die Champions League.
Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Philipp Bargfrede war auch gegen den HSV ein unermüdlicher Antreiber.

Werder Bremen hat die Qualifikation für die Champions League erreicht! Die Grün-Weißen trennten sich im Nordderby 1:1-Unentschieden vom Hamburger SV und verteidigten dadurch den dritten Platz vor Bayer 04 Leverkusen. In einem spannenden und intensiven Spiel brachte Claudio Pizarro Werder nach einer knappen Stunde durch ein Treffer mit der Hacke in 1:0 in Führung (58.). Der Ausgleich fiel erst acht Minuten vor dem Ende durch Ruud van Nistelrooy.

 

Keine Veränderung in der Startformation

 

Cheftrainer Thomas Schaaf vertraute gegen den HSV dem gleichen Personal, das in der vergangenen Woche mit 2:0 beim FC Schalke 04 gewann. Tim Borowski und Hugo Almeida standen also erneut in der Startformation der Grün-Weißen, Aaron Hunt und Marko Marin nahmen dafür zunächst auf der Ersatzbank Platz.

 

Auf dem Rasen begann das Spiel sehr schwungvoll. Beide Teams suchten von der ersten Minute an ihr Heil in der Offensive und kamen dadurch früh zu guten Gelegenheiten. Bereits in der achten Minute musste Tim Wiese all sein Können aufbieten, als er einen Kopfball von Ruud van Nistelrooy nach Flanke von Dennis Aogo mit einem super Reflex parierte. Einen weiteren Versuch des Niederländers konnte Torsten Frings im letzten Moment noch blocken (17.). Auf der Gegenseite entschärfte Frank Rost zunächst einen Linksschuss von Mesut Özil aus spitzem Winkel und nach der anschließenden Ecke konnte der HSV-Keeper auch gegen Naldo und Claudio Pizarro klären (12). Bei einem Kopfball des Peruaners in der 45. Minute wäre Rost dann allerdings machtlos gewesen, doch der Ball landete letztlich am rechten Innenpfosten. Und auch der letzte Versuch des ersten Durchgangs brachte nichts ein. Ein Linksschuss von Clemens Fritz war kein Problem für Frank Rost.

 

Pizarro trifft zur Führung und stellt Elber-Rekord ein

 

Claudio Pizarro markierte die 1:0-Führung und stellte damit den Rekord von Givane Elber ein.

Die erste Gelegenheit nach dem Seitenwechsel hatten zwar wieder die Hamburger, doch der Kopfball von van Nistelrooy nach einer Flanke von Trochowski flog am langen Pfosten vorbei (52.). Die Antwort der Grün-Weißen ließ anschließend aber nicht lange auf sich warten. Nur zwei Minuten später stellte Naldo Frank Rost mit einem Freistoß aus 30 Metern vor Probleme, doch der HSV-Keeper konnte den Ball mit den Fäusten abwehren. Nach einer knappen Stunde gingen die Grün-Weißen dann aber endlich in Führung. Clemens Fritz setzte sich auf der rechten Seite energisch gegen Pitroipa durch, passte auf Claudio Pizarro, der mit der Hacke die Führung erzielte und dadurch den Rekord als bester ausländischer Torjäger von Giovane Elber einstellte (59.). Um ein Haar wäre Pizarro drei Minuten später sogar das zweite Tor gelungen, doch der Peruaner kam nach Flanke von Almeida nicht zum Abschluss. Almeida selbst vergab in der 68. Minute die große Chance das Spiel vorzeitig zu entscheiden, als er freistehend vor Frank Rost am Keeper der Hamburger scheiterte.

 

Doch auch der HSV kam weiterhin zu Gelegenheiten. Tim Wiese rettete in der 65. Minute jedoch mit einem super Reflex gegen van Nistelrooy und ein Schuss von Petric aus zwölf Metern landete neben dem Tor. Acht Minuten vor dem Ende gelang dem HSV dann aber doch noch der Ausgleich. Zé Roberto konnte sich auf der rechten Seite durchsetzen, passte zurück auf van Nistelrooy, der den Ball aus elf Metern ins Tor bugsierte (82.). Nur zwei Minuten nach dem Ausgleich hatte Boateng eine weitere Möglichkeit, Tim Wiese reagierte aber abermals stark und konnte den Kopfball des Nationalspielers parieren. Die letzte Gelegenheit dieser spannenden und intensiven Partie hatte allerdings Werder. Nach einem Konter bediente Özil den mitgelaufenen Marin, der den Ball jedoch nicht im Tor unterbringen konnte, so dass es beim 1:1-Unentschieden blieb.

 

von Dominik Kupilas