Werder verteidigt durch Last-Minute-Tor von Frings Platz 3

Nervenstark: Torsten Frings verwandelt in der Nachspielzeit einen Handelfmeter zum 1:0-Siegtreffer.
Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Werder Bremen besiegte am Samstagabend den 1. FC Köln durch einen Last-Minute-Treffer von Torsten Frings mit 1:0 und verteidigte damit den dritten Platz, der zur Champions-League-Qualifikation berechtigt. Den goldenen Treffer markierte der Werder-Kapitän durch einen Handelfmeter erst in der Nachspielzeit, nachdem die Grün-Weißen zuvor kein Kapital aus den zahlreichen Möglichkeiten schlagen konnten.

 

Schaaf vertraut erneut dem gleichen Personal

 

Vielbeinige Gäste-Abwehr: Die kompakten Kölner machten den Werderanern immer wieder das Leben schwer.

Cheftrainer Thomas Schaaf vertraute nach den überzeugenden Erfolgen über Wolfsburg und Freiburg in den vergangenen Wochen gegen die Domstädter bereits zum dritten Mal in Folge der gleichen Startformation. Und die Grün-Weißen spielten wie schon zuletzt von Beginn an druckvoll nach vorne. Ein erster Versuch von Bargfrede in der dritten Minute brachte zunächst zwar noch keine Gefahr, weil der Youngster nach Flanke von Marko Marin den Ball nicht richtig traf, doch nur drei Minuten später wurde es dann erstmals richtig gefährlich. Claudio Pizarro bediente mit einem Direktpass Özil, der Schuss des Nationalspielers konnte allerdings noch von Kessler entschärft werden (6.). Auch die nächste gute Aktion gehörte den Grün-Weißen. Marko Marin dribbelte sich an der Torauslinie entlang in den Strafraum der Kölner, doch der anschließende Schuss wurde im letzten Moment geblockt und landete deshalb nur am Außennetz (12.). Doch auch die Gäste spielten forsch mit, kamen gegen die gut sortierte Werder-Defensive zunächst fast nur durch Standardsituationen zu Möglichkeiten. Die Freistoß-Versuche von Petit in der 17. und 18. Spielminute konnten aber jeweils geblockt werden und ein Schuss von Podolski nach einem schnell vorgetragenen Konter über Tosic und Maniche verfehlte das Werder-Gehäuse knapp (25.).

 

Ebenso knapp ging auf der Gegenseite ein Freistoß von Naldo aus rund 25 Metern über das FC-Tor (22.) und drei Minuten später versuchte Pizarro nach Hunt-Flanke per Kopf auf Özil abzulegen, doch Geromel konnte im letzten Moment vor dem Nationalspieler zur Ecke klären. Nach einer guten halben Stunde war Claudio Pizarro nach einem Freistoß von Mesut Özil dann selbst mit dem Kopf zur Stelle, doch der Peruaner scheiterte an FC-Keeper Thomas Kessler, der den verletzten Stammkeeper Faryd Mondragon im Gehäuse der Kölner vertrat (33.). Die größte Gelegenheit des ersten Durchgangs hatten allerdings die Kölner fünf Minuten vor dem Pausenpfiff. Nach schönem Zusammenspiel mit Novakovic kam Podolski am Elfmeterpunkt zum Schuss, zielte jedoch freistehend links am Tor von Tim Wiese vorbei. Und auch die letzte Gelegenheit in Hälfte eins brachte nichts ein, weil der Volleyschuss von Frings aus der Distanz etwas zu hoch angesetzt war und deshalb über das Gehäuse der Kölner flog (42.).

 

Mit Almeida in die zweite Hälfte

 

Zur zweiten Halbzeit brachte Thomas Schaaf mit Hugo Almeida einen weiteren Stürmer in die Partie und gab damit die Richtung für die zweiten 45 Minuten eindeutig vor. Die Werder-Profis verstanden die Vorgabe des Trainers sofort und es dauerte deshalb keine fünf Minuten, da hatten die Grün-Weißen in Person von Claudio Pizarro auch schon die nächste Möglichkeit. Der Peruaner kam wiederum nach einer Freistoßflanke von Özil zum Kopfball, der Ball flog jedoch knapp am rechten Pfosten vorbei. Nur drei Minuten später versuchte Naldo Thomas Kessler mit einem Freistoß zu überwinden, doch der FC-Keeper konnte den Schuss ebenso entschärfen (53.), wie kurz darauf einen langen Ball von Pizarro auf Almeida, den Kessler aufmerksam mit einem Befreiungsschlag klärte. Werder wurde in der Folge immer stärker, drückte die Gäste mehr und mehr in die eigene Hälfte und hatte nach einer Stunde eine Doppelchance. Doch zunächst verhinderte der Torhüter der Kölner einen Treffer der Grün-Weißen, als er einen Versuch von Marin parierte und der anschließende Schuss von Hugo Almeida landete über dem Tor.

 

Frings trifft in allerletzter Sekunde

 

Elfmeter für Werder: Geromel klärt mit der Hand auf der Linie.

In der Schlussphase verteidigten die Kölner das eigene Tor mit Mann und Maus. Dennoch kam Werder weiterhin zu guten Gelegenheiten. Nach einer Flanke von Petri Pasanen hatten die Gäste Glück, dass Claudio Pizarro knapp am langen Pfosten vorbei köpfte (69.). Den Grün-Weißen war aber auch in den letzten Minuten der unbedingte Wille anzumerken, doch noch einen Treffer zu erzielen und damit den dritten Platz zu verteidigen. Zwar hatten die Werderaner in der 72. Minute zunächst Glück, dass ein Schuss von Novakovic an die Latte flog, doch die Bremer erspielten sich in dieser Phase eine Chance nach der anderen. Ein Kopfball von Mesut Özil war jedoch zu harmlos (76.), ein akrobatischer Versuch von Almeida konnte von Mohamad noch abgeblockt werden (78.) und die beiden Versuche von Pizarro landete in den Armen von Thomas Kessler (79. und 81.). In allerletzter Sekunde wurden die Grün-Weißen dann aber doch noch für den unermüdlichen Einsatz belohnt. Nachdem Geromel auf der Linie die Hand zur Hilfe nahm, um einen Kopfballtreffer von Mertesacker zu verhindern, entschied Schiedsrichter Winkmann auf Elfmeter. Torsten Frings ließ sich diese Möglichkeit nicht entgehen, verwandelte sicher in die linke untere Ecke und sorgte damit für den vierten Heimsieg in Serie (90. + 1).

 

von Dominik Kupilas

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