Bode schießt 100. BL-Tor, aber Werder wartet auf Punkte

Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Eigentlich war es ein Tag an dem alles passte. Im Bremer Weser-Stadion gab es herrlichen Sonnenschein, frühlingshafte Temperaturen und die 1:0-Führung durch das 100. Bundesligator von Marco Bode. Doch das Bundesligaspiel gegen den VfB Stuttgart hatte eben auch eine zweite Halbzeit und einen Christian Tiffert auf dem Feld.

 

Der SV Werder Bremen begann stark und spielte mit zwei Veränderungen gegenüber dem Spiel in Cottbus. Für Magnin rückte der wiedergenesene Skripnik in die Bremer Mannschaft und für Borowski durfte Ernst von Beginn an spielen.

Besonders Marco Bode war um einen Treffer bemüht. Bereits in der 7. Minute wollte er sein 100. Bundesligator durch einen Fallrückzieher markieren. Dieser blieb ihn in dieser Situation aber noch verwehrt. Aber auch Torsten Frings (10.) und Victor Skripnik (14.) hätten mit ihren beiden Chancen für die frühzeitige Führung sorgen können.

 

Werder setzte die Akzente in der Anfangsphase

 

In der Folgezeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die Werderaner aber insgesamt die größeren Spielanteile besaßen. Dennoch kamen die Stuttgarter gefährlich vor das Bremer Tor. Nach einen Steilpass von Balakov bekam Jochen Seitz in der 21. Minute gleich zweimal die Chance zur Stuttgarter Führung. Während Frank Verlaat den ersten Schuss abwehren konnte, war es Frank Rost, der den zweiten Schuss zur Ecke klärte. Abermals Frank Verlaat war es dann auch, der zwei Minuten später die nächste Chance von Seitz vereiteln konnte. Zum Ende der ersten Hälfte nahm dann Werder wieder das Spiel an sich. Nach einem herrlichen Doppelpass mit Ailton stand Razundara Tjikuzu völlig frei vor dem Tor von Timo Hildebrand. Doch der Schuss des Namibiers (35.) brachte lediglich eine Ecke.

Besser machte es dann Marco Bode. Nachdem Abwehrspieler Frank Baumann Mittelfeldregisseur Krisztian Lisztes mit einen herrlichen Pass in den Strafraum schickte, konnte Bode freistehend zur Bremer Führung verwandeln. Mit seinem 100. Bundesligator für Werder brachte er nicht nur die Bremer Fans in Stimmung, sondern machte auch sich selbst zum glücklichsten Spieler auf dem Platz.

 

Ganea nutzt Bremer Abwehrschwäche zum Ausgleich

 

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte lief der Ball gut in den Bremer Reihen. Nach einer Flanke von Ailton auf Victor Skripnik, setzte der Ukrainer wieder Marco Bode gut in Szene. Doch der Doppelpack blieb dem Bremer Stürmer verwehrt.

In der 63. Minute nutzten die Stuttgarter dann eine Schwäche auf der rechten Bremer Abwehrseite. Mit einer Flanke setzte Wenzel den Rumänen Ganea in Szene. Dieser nutzte seine erste Torchance mit einem Kopfball zum Ausgleich. Vom Gegentreffer unbeeindruckt spielte Werder frisch auf und hatte durch Ailton in der 75. Minute die Chance zur erneuten Führung. Doch die Vorlage von Marco Bode setzte der Brasilianer in der 73. Minute über den Kasten.

 

Mehrere Abwehrfehler führten zum Stuttgarter Sieg

 

Einen Vielzahl von Bremer Abwehrfehlern nutzten die Schwaben dann in der 85. Minute. Tjikuzu, Borowski und Baumann konnten Seitz auf der rechten Abwehrseite nicht stoppen und auch Torhüter Frank Rost ließ der Stuttgarter mit seinem Rechtsschuss schlecht aussehen. Den vom Werder-Keeper nur in den Strafraum abgewehrten Ball staubt der eingewechselte Christian Tiffert zum Siegtor für die Schwaben ab.

Die Werderaner mussten mit dem 1:2 die erste Heimniederlage seit August 2001 einstecken und weiter auf die ersten Punkte nach der Winterpause warten. Doch schon am kommenden Dienstag kann das Warten beim Spiel gegen 1860 München ein Ende haben.

 

Andreas Einbock

 

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