Werder bleibt dank 1:0-Auswärtssieg in Hoffenheim auf Kurs

Jubel über den 1:0-Auswärtssieg in Hoffenheim: Marko Marin, Claudio Pizarro und Clemens Fritz.
Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Philipp Bargfrede kehrte nach überstandener Grippe in die Startformation der Bremer zurück.

Werder Bremen hält dank eines 1:0-Auswärtserfolgs bei 1899 Hoffenheim Kontakt zu den vorderen Plätzen in der Fußball-Bundesliga. In einer höhepunktarmen Begegnung schoss Angreifer Claudio Pizarro neun Minuten vor dem Ende das ,Tor des Tages'. Die Bremer sind damit seit sechs Bundesligapartien ungeschlagen und rangieren auf Platz sechs der Tabelle.

 

Keine 72 Stunden nach dem Hinspiel des Europa-League-Achtelfinals beim FC Valencia mussten die Bremer bei 1899 Hoffenheim antreten. Im Gegensatz zum 1:1-Unentschieden unter der Woche veränderte Cheftrainer Thomas die Aufstellung der Grün-Weißen auf zwei Positionen. Für den an der Bandscheibe verletzten Mesut Özil sowie Marko Marin mischten Philipp Bargfrede und Hugo Almeida von Beginn an mit.

 

Werder das tonangebende Team

 

Trotz der kurzen Regenerationsphase fand Werder von Beginn an gut in die Partie. Die Grün-Weißen nahmen das Heft in die Hand, ließen den Ball sicher durch die eigenen Reihen zirkulieren und kamen nach einem Freistoß von Torsten Frings durch Claudio Pizarro schon in der dritten Minute zur ersten Gelegenheit. Doch der Schuss des Peruaners konnte im letzten Moment noch von Simunic abgeblockt werden. Und bei einem Kopfball von Hugo Alemeida nach einer guten Viertelstunde hatte Hoffenheim-Keeper Hildebrand keine Probleme. In der 25. Minuten hatte Werder dann die erste Großchance des Spiels. Aaron Hunt wurde auf der linken Seite frei gespielt und hatte viel Platz. Der Nationaspieler nutzte den Freiraum, lief in den Strafraum, doch der anschließende Querpass kam etwas zu ungenau für den einschussbereiten Tim Borowski.

 

Aaron Hunt setzt sich im Zweikampf gegen Boris Vukcevic durch.

Auf der Gegenseite war vor allem der quirlige Maicosuel ein Aktivposten. Doch zumeist konnnte die Werder-Hintermannschaft um Per Mertesacker und Naldo die Gefahr schon frühzeitig beseitigen. In der 28. Minute wurde es dann aber auch für das Gehäuse von Tim Wiese erstmals gefährlich. Nach einer verunglückten Flanke von Eichner kam Carlos Eduardo am rechten Strafraumeck an den Ball und zog sofort ab. Der Dropkick des Brasilianers ging jedoch ebenso knapp am Pfosten vorbei, wie ein Schuss von Maicosuel aus der Distanz (35.).

 

Mertesacker vergibt die größte Gelegenheit

 

Dennoch hätte Werder mit einer Führung in die Halbzeitpause gehen können. Nach einer Ecke von Kapitän Torsten Frings fiel Per Mertesacker der Ball im Fünfmeterraum vor die Füße, doch Hildebrand konnte die Situation mit einem starken Reflex bereinigen. Und nur eine Minute später bot sich auch dem zweiten Innenverteidiger der Grün-Weißen eine gute Gelegenheit. Nach schönem Doppelpass mit Claudio Pizarro flankte Aaron Hunt den Ball gefährlich in den Strafraum, doch der Kopfball von Naldo landete über dem Gehäuse der Hoffenheimer.

 

Erkämpfte sich zahlreiche Bälle im Werder-Angriff und war mit seinem Treffer der Matchwinner: Claudio Pizarro.

In der zweiten Halbzeit wurden die Torgelegenheiten seltener. Die erste nennenswerte Möglichkeit hatte aber wieder Werder, als Per Mertesacker nach einer Ecke von Hunt zwar mit dem Kopf an den Ball kam, jedoch zu hoch zielte (57.). Und eine Viertelstunde später traf Philipp Bargfrede mit seinem Schuss aus spitzem Winkel nur das Außennetz. Auf der anderen Seite musste Tim Wiese zwanzig Minuten vor dem Ende alles riskieren, als Ibisevic nach einem weiten Ball plötzlich frei vor dem Tor auftaucht, der Nationalkeeper-Keeper den Ball allerdings im letzten Moment wegfausten konnte.

 

Geniestreich von Pizarro entscheidet Partie

 

Mit den Einwechselungen von Marko Marin und Daniel Jensen kam in der Schlussphase noch einmal neuer Schwung in das Werder-Spiel. Und Marin hatte in der 80. Minute auch prompt eine gute Chance, als er nach schönem Zusammenspiel mit Claudio Pizarro im Strafraum an den Ball kommt, jedoch im letzten Moment entscheidend am Abschluss gehindert werden konnte. Claudio Pizarro selbst machte es nur eine Minute später in seinem 100. Bundesliga-Spiel für Werder besser. Nach einem starken Pass von Daniel Jensen aus dem Mittelfeld überlupfte der Peruaner den herauseilenden Timo Hildebrand zum 1:0. Danach passierte nicht mehr viel, sodass Werder diesen knappen Vorsprung über die Zeit bringen und wichtige drei Punkte aus dem Kraichgau entführen konnte.

 

von Dominik Kupilas