3:2-Sieg - Das schönste Geschenk für alle Werder-Fans

Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Das von vielen erhoffte grün-weiße Weihnachtsmärchen ist perfekt. Der SV Werder bleibt mit einem 3:2-Sieg gegen den SC Freiburg auch im letzten Bundesligaspiel des Jahres 2001 ungeschlagen und blickt nun auf acht Spiele ohne Niederlage zurück. Mit dem Sieg klettern die Bremer vorläufig auf den dritten Tabellenplatz und überwintern noch vor dem Weltpokalsieger und Rekordmeister FC Bayern München.

 

Die 25.277 Zuschauer im Weser-Stadion sahen ein äußerst abwechslungsreiches Spiel zwischen den Hausherren und den Gästen aus dem Breisgau. Bremen begann ballsicher und druckvoll. Die Gäste aus Freiburg agierten abwartend und wirkten verunsichert. Folgerichtig markierte Bode in der elften Minute mit einem traumhaften Solo die Bremer Führung. Drei Freiburger Verteidiger umkurvte er wie Slalomstangen, um auch noch Torwart Richard Golz aussteigen zu lassen. Danach spielten beide Mannschaften verhalten. Die Freiburger können sich nie gegen ihre direkten Gegenspieler behaupten und die Hintermannschaft wirkte unsicher. Als alle schon auf den Halbzeitpfiff warten glichen die Gäste mit ihrer ersten Chance unerwartet aus. Soumaila Coulibaly schiebt nach Vorarbeit von Alexander Iashvili aus acht Metern ein.

 

Bremens Coach Thomas Schaaf brachte nach dem Seitenwechsel Ivan Klasnic für den angeschlagenen Ailton, was sich später auszahlt. In der 51. Minute ließ Mladen Krstajic dem Freiburger Torwart Golz keine Abwehrmöglichkeit und erhöhte per Kopf auf 2:1. Sofort mit dem Gegenzug bezwang jedoch Andreas Zeyer nach Flanke von Tobias Willi den Bremer Schlussmann und lässt den Bremer Jubel wieder verstummen. Nur wenig später (58.) kam Klasnic im Strafraum der Gäste zu Fall und Schiedsrichter Peter Sippel zeigte auf den Elfmeterpunkt. Eine äußerst umstrittene Entscheidung, die Freiburgs Coach Volker Finke lautstark kommentierte und in Folge dessen des Feldes verwiesen wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Ukrainer Victor Skripnik sicher zur erneuten Führung für die Gastgeber. Bremen wollte sich auf den Vorsprung nicht verlassen und drängte auf die Entscheidung, vergab aber selbst beste Möglichkeiten oder scheiterte am Schlussmann der Breisgauer.

 

Bremen überwintert nun vor Meister Bayern München auf dem dritten Tabellenplatz und muss am letzten Januarwochenende in die Lausitz zum FC Energie Cottbus.

 

Michael Rudolph