Weiterer Rückschlag: Werder verliert 0:1 auf Schalke

Dreimal Frust pur: Mesut Özil, Hugo Almeida und Sebastian Boenisch nach der bitteren Niederlage bei Schalke 04.
Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Werder Bremen muss weiter auf den ersten Punktgewinn in der Rückrunde warten. Beim FC Schalke 04 unterlagen die Grün-Weißen am 19. Spieltag mit 0:1 (0:0). Das Tor für die Gastgeber erzielte Benedikt Höwedes in der 48. Minute. Bitter für die Grün-Weißen: Sie waren über weite Strecken das bessere Team, ließen aber ihre Tor-Möglichkeiten ungenutzt.

 

Mit Naldo, Baumi und Niemeyer

 

Nach der 1:2-Heimniederlage gegen Bielefeld stellte Cheftrainer Thomas Schaaf seine Startelf auf drei Positionen um. Die wiedergenesenen Naldo und Kapitän Frank Baumann rückten für Peter Niemeyer und Jurica Vranjes ins Team, der Ex-Schalker Sebastian Boenisch ersetzte Dusko Tosic als Linksverteidiger.

 

Kopf hoch: Hugo Almeida hat die Kugel im Duell mit Heiko Westermann fest im Blick - trotz Regens.

Die erste Hälfte bot den 61.673 Zuschauern in der ausverkauften Veltins-Arena nicht das hochklassige Duell, das es in der jüngeren Vergangenheit meistens war. Diesmal traf der Tabellenneunte auf den Tabellenzehnten – entsprechend vorsichtig agierten beide Mannschaften, wohlwissend, dass der Verlierer des Spiels erst einmal im Mittelfeld festsitzen würde.

 

Fast eine frühe Werder-Führung

 

Dennoch hatte Werder gerade in der Anfangsphase mehr vom Spiel, attackierte die Gastgeber früh und eroberte viele Bälle. Aus dem Spiel heraus kam zunächst keine Torchance zustande, wohl aber nach Eckstößen. So verfehlte Naldos Kopfball nach Özils Hereingabe das Schalke-Tor nach sechs Minuten nur um Zentimeter. Nach 19 Minuten ein ähnliches Bild, diesmal aber war Bordon dazwischen.

 

Schalkes brasilianischer Kapitän war es auch, der nach 21 Minuten Hugo Almeida derart „bearbeitete“, dass diesem eine klare Torchance versagt blieb – Schiedsrichter Dr. Jochen Drees versagte den Grün-Weißen jedoch auch den Elfmeterpfiff.

 

Die einzige Schalker Chance in einer zum Ende hin immer schwächeren ersten Halbzeit erspielte sich Ivan Rakitic. Der Kroate setzte sich gleichzeitig gegen Markus Rosenberg und Mesut Özil durch, zog dann von der linken Strafraumkante aufs kurze Eck – Tim Wiese war mit den Fäusten zur Stelle (32.).

 

Die zweite Hälfte begann denkbar schelcht

 

Die zweite Hälfte begann aus Bremer Sicht denkbar schlecht. Sebastian Boenisch foulte Rafinha – Freistoß. Jefferson Farfan flankte den Ball mit Effet in den Strafraum, Höwedes stieg unbedrängt hoch und köpfte ins linke untere Eck – 1:0 (48.).

 

Das Gegentor: Benedikt Höwedes (r.) macht's per Kopf.

Das Tor wirkte wie ein Startschuss. Werder agierte fortan deutlich risikofreudiger und offensiver. Nur sechs Minuten nach dem Rückstand hatten die Grün-Weißen die große Chance zum Ausgleich. Özil setzte sich an der Strafraumgrenze gegen drei Schalker durch und bediente Rosenberg, doch Neuer parierte den Schuss des Schweden. Sturmpartner Hugo Almeida legte fünf Minuten später mit der Brust ab auf Baumann, der 20 Meter vor dem Tor den Ball nicht optimal traf und das Gehäuse verfehlte.

 

Naldos zweite Chance

 

Und auch Naldo hatte noch eine große Torchance. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld entwischte er den Schalkern, sein Schuss aus vier Metern geriet aber zu unplatziert – Endstation Neuer (69.).

 

Schalke beschränkte sich komplett auf die Defensivarbeit und ließ in der Schlussphase trotz großen Einsatzes der Grün-Weißen nichts mehr zu. Es blieb beim 0:1.

 

von Kevin Kohues