Werder unterliegt konterstarkem BVB

An diesem Abend ein zu häufiges Bild: Dortmunder Übermacht gegen Werders Abwehrspieler, hier setzen sich Nelson Valdez und Nuri Sahin gegen Naldo durch.
Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Am 12. Bundesliga-Spieltag hat Werder seine zweite Heimniederlage einstecken müssen. Vor 40.000 Zuschauern im Weser-Stadion unterlag die Mannschaft von Thomas Schaaf Borussia Dortmund mit 1:3 (1:1). Alexander Frei (7.), Tinga (53.) und Marc-Andre Kruska per Foulelfmeter (85.) erzielten die Treffer für die Borussia. Miroslav Klose hatte zwischenzeitlich für Werder ausgeglichen, das nach zehn ungeschlagenen Pflichtspielen wieder einmal als Verlierer den Platz verließ.

 

Kapitän Frank Baumann hatte der Mannschaft wegen erneut aufgetretener Achillessehnenprobleme nicht zur Verfügung gestanden. Thomas Schaaf ließ daher Torsten Frings zentral vor der Abwehr agieren. Jurica Vranjes wechselte von der linken auf die rechte Seite der Mittelfeldraute und machte so Platz für Christian Schulz, der neu in die Startelf rückte.

 

Oft war es zu eng für Werders Spiel, am Ende herrschte große Enttäuschung.

Frühes Gegentor als kalte Dusche

 

Werder tat sich gegen von Beginn an mutige Dortmunder schwer, ins Spiel zu kommen. Außer einem wuchtigen Distanzschuss von Frings, den BVB-Verteidiger Martin Amedick zur Ecke abfälschte (3.), tat sich lange wenig vor dem Tor von Roman Weidenfeller. Auf der Gegenseite sah das anders aus. Nuri Sahin spielte Nelson Valdez in halbrechter Position frei. Der Ex-Bremer legte den Ball in die Mitte. Clemens Fritz versuchte, per Grätsche zu retten, und servierte Frei die Kugel dabei unfreiwillig auf dem Silbertablett. Der Schweizer brauchte nur noch zum 0:1 einzunicken (7.).

 

Valdez mit dem Versuch eines Hebers (10.) und Ebi Smolarek per Kopf (13.), hätten den Vorsprung des BVB zügig ausbauen können. Werder kam erst durch einen Freistoß von Pierre Wome (14.) wieder in die Nähe des gegnerischen Tores. Vorausgegangen war ein Foul von Christian Wörns an den durchgebrochenen Klose, für das der Borussen-Kapitän durchaus mehr als die gelbe Karte hätte sehen können.

 

Klose revanchierte sich auf seine Weise. Nach Zuspiel von Vranjes narrte er Wörns gleich zwei Mal, ließ sich auch von Florian Kringe nicht stoppen und schob den Ball zum 1:1 in die rechte untere Ecke (29.). Dortmund ließ bis zur Pause drei hochkarätige Möglichkeiten zur erneuten Führung liegen. Zunächst verzog Smolarek aus acht Metern (37.), dann Frei, als Per Mertesacker ihm den Ball an der Strafraumgrenze in die Füße spielte (43.). Unmittelbar vor der Pause hätte der Schweizer treffen müssen, köpfte eine Flanke von Florian Kringe jedoch aus drei Metern am rechten Pfosten vorbei (45.).

 

Mit Miroslav Klose hatte Christian Wörns nicht nur beim 1:1 seine liebe Müh und Not. Doch der Bundesliga-Torschützenkönig hatte Pech im Abschluss.

Rückschlag nach Wiederbeginn

 

Nach dem Seitenwechsel gelang dem BVB erneut ein frühes Tor. Nach Ecke von Sahin markierte Tinga per Kopf das 1:2 (53.). Nachdem Klose im Gegenzug Weidenfeller den Ball in die Arme geköpft hatte (54.), wechselte Trainer Schaaf. Neben Tim Borowski, der nach überstandener Knieverletzung sein Comeback feierte, kam auch Ivan Klasnic ins Spiel. Auf dessen Vorlage scheiterte Klose wenig später aus Nahdistanz an Weidenfeller (65.). Werder drängte, doch die Westfalen hatten ihre Konterchancen. Valdez hatte Tim Wiese bereits umkurvt, brachte den Ball aus spitzem Winkel aber nicht mehr aufs Tor (66.).

 

Wieses Gegenüber Weidenfeller avancierte in der Schlussphase zum überragenden Akteur. Zunächst riss er bei einem Borowski-Drehschuss blitzartig die Fäuste hoch (71.), dann lenkte er einen Kopfball des ebenfalls eingewechselten Hugo Almeida über die Latte (75.). Schließlich parierte er Kloses Abschluss aus wenigen Metern (83.). Als Klose den Schlussmann endlich bezwungen hatte, klärte Tinga auf der Torlinie (83.). Statt des Ausgleichs fiel das 1:3. Naldo holte bei einem Konter Valdez von den Beinen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Kruska sicher zum 1:3-Endstand (85.).

 

Von Martin van de Flierdt

Weitere News

Alle zusammen

16.07.2018 // Frauen

Mit Sicherheit richtig gut

16.07.2018 // Profis

Ein Kompliment an die Jugend

16.07.2018 // Kurzpässe

Alles in Echtzeit

16.07.2018 // Trainingslager Zillertal