Duell der Meister: Werder trifft auf "OL"

Schoss bereits drei Tore für Werder: Neuzugang Miroslav Klose
Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Der Saisonstart der Grün-Weißen rückt unaufhaltsam näher. Und in enger Beziehung dazu nimmt für die Bremer auch das Kaliber der Testspielgegner weiter zu. Am Samstag, 24.07.2004, um 19 Uhr trifft Werder Bremen im schweizerischen Rapperswil-Jona auf den französischen Spitzenklub Olympique Lyon. Die Begegnung gegen den aktuellen französischen Meister zum Abschluss des Trainingslagers in Bad Ragaz wird für das Team von Cheftrainer Thomas Schaaf noch einmal zu einer echten Herausforderung.

 

Olympique Lyon ist in der französischen „Ligue 1“ seit drei Jahren das Maß aller Dinge. Bereits zum dritten Mal hintereinander sicherte sich die Mannschaft von Trainer Paul Le Guen am Ende der Saison 2003/2004 den nationalen Titel. Aber auch auf internationalem Parkett hat sich Lyon längst etabliert. „OL“, wie der Verein überall im Land nur genannt wird, ist seit fünf Jahren ununterbrochen Stammgast in der Champions League, der Königsklasse des europäischen Fußballs.

 

Lyon mit einer Vielzahl an Stars

 

Der Kader der Franzosen, die für das Testspiel gegen Werder extra aus ihrer Heimat anreisen werden, ist gespickt mit Stars. Im Tor steht mit Gregory Coupet die zukünftige Nummer 1 der „equipe tricolore“. Organisator der Abwehr ist Anthony Reveillere, ein beinharter Verteidiger, der zudem kopfballstark ist. An seiner Seite ist der brasilianische Nationalspieler Edmilson eine feste Größe. Im Mittelfeld muss die Bremer-Defensive besonders auf Edmilsons brasilianischen Landsmann Juninho aufpassen. Der Spielmacher von „OL“ schießt brandgefährliche Freistöße und führt beinahe jede Standardsituation selber aus.

 

Coach Le Guen hat im Sturm ein Überangebot an erstklassigen Angreifern zur Verfügung: Pierre-Alain Frau, Sidney Govou, Pegguy Luyindula und nicht zuletzt Giovane Elber kämpfen um zwei freie Plätze im Offensivzentrum der „Lyonnais“. Wobei der von Borussia Mönchengladbach umworbene Ex-Bayern-Spieler Elber sicher die schlechtesten Karten besitzt. Schon in der letzten Saison fand sich der Brasilianer oftmals nur auf der Ersatzbank wieder.

 

Werder ohne Reinke und Magnin

 

Werder wird gegen Lyon, wie schon beim 3:3 gegen Basel, bis auf die Verletzten Magnin (Adduktoren-Zerrung) und Reinke (Handverletzung) vermutlich wieder mit der zur Zeit stärksten Elf auflaufen. Ob die beiden Neuzugänge Pasanen und Jensen bereits dabei sein werden, ließ Coach Schaaf noch offen: „Wir warten einfach ab, es kann sein, dass ein Einsatz für beide noch zu früh käme.“ Das Tor der Grün-Weißen wird dieses Mal aller Voraussicht nach Pascal Borel, in Vertretung des verletzten Reinke, hüten. Gegen Basel stand Alex Walke noch zwischen den Pfosten.

 

Der Veranstalter dieser hochklassigen Begegnung, der FC Rapperswil-Jona, rechnet im ersten Spiel im neu erbauten Stadion „Grünfeld“ mit knapp 5.000 Zuschauern. Damit wäre der schmucke und für 14 Millionen Schweizer Franken errichtete Sportkomplex ausverkauft. Am Freitag waren bereits 4.000 Tickets verkauft.

 

Das NDR Fernsehen zeigt im Rahmen der Sendung „Sportclub extra“ einen 75-minütigen Zusammenschnitt der Partie Werder Bremen gegen Olympique Lyon am Samstagabend ab 23.30 Uhr (Reporter: Carsten Flügel).

 

Klaus Bellstedt