Nur Pasanens Verletzung trübt 16:1 in Oldenburg

Markus Rosenberg erzielte auch gegen Oldenburg den ersten Treffer von Werders Torfestival
Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Im zweiten Testspiel zum Saisonausklang 2009/2010 hat Werder den VfL Oldenburg deutlich mit 16:1 geschlagen. Bei prächtigem Pfingstwetter bot Werder den 3750 Zuschauern im Marschwegstadion erneut eine offensiv geführte Partie mit einigen sehenswerten Treffer.

 

Durch die Rückkehr von Petri Pasanen (nach Wadenverletzung) und Sebastian Prödl (am Mittwoch im Länderspieleinsatz gegen Kroatien) änderte sich der Werder-Kader leicht gegenüber dem Spiel in Telgte. Im Tor begann Felix Wiedwald, in der Innenverteidigung Sebastian Prödl und Petri Pasanen; die Außenpositionen wurden von Said Husejinovic und Aymen Abdennour besetzt. Das Mittelfeld bildeten Tim Borowski, Torsten Frings, Aaron Hunt und Philipp Bargfrede. Als Sturmspitze fingen wie zwei Tage zuvor Claudio Pizarro und Markus Rosenberg an.

 

Pasanen verletzt in der ersten Halbzeit ausgewechselt

 

Der gerade erst genesene Petri Pasanen musste in der ersten Halbzeit verletzt ausgewechselt werden

Wie gegen Telgte erwischte Werder einen Start nach Maß, wieder hieß der Torschütze Markus Rosenberg: Einen missglückten Schuss von Claudio Pizarro konnte der Schwede gar nicht anders verwerten als ihn ins Tor zu schieben (5. Spielminute). Nur zwei Minuten später wurde ein Kopfball von Sebastian Prödl nach einer Frings-Ecke auf der Linie geklärt. Durch eine schönen Einzelleistung ging Werder mit 2:0 in Front: Aaron Hunt führte den Ball aus der eigenen Hälfte an sämtlichen Gegenspielern vorbei alleine auf das Tor der Oldenburger zu, legte dann uneigennützig quer auf Claudio Pizarro – doch der Peruaner traf den Ball erneut nicht richtig. Den Abpraller jedoch konnte Hunt ohne Mühe einschieben (17.). Werder erhöhte den Druck und erzielte nach Flanke von Husejinovic durch Borowski das 3:0 (20.), Rosenbergs vermeintliches 4:0 wurde wegen Abseits von dem souveränen Schiedsrichter Hetzler abgepfiffen (22.).

 

Zwei Minuten später folgte die Schrecksekunde für Werder: Petri Pasanen, gerade erst von seiner Wadenverletzung genesen, bleibt vor dem eigenen Strafraum liegen und muss nach kurzer Behandlungspause ausgewechselt werden. Für ihn kam Naldo ins Spiel.

 

Nach einer weiterer Chance durch Borowski, die Oldenburgs Schlussmann Reinke bravorös parieren konnte, schien Oldenburg aufgewacht: Der quirlige Renke Pflug, ehemals in Werders Jugendmannschaften aktiv, setzte sich im Strafraum über die linke Seite durch, zielte aber deutlich über das Tor. (28.) Direkt danach spielte Daniel Kulbatzki eine Pass in Rücken von Werders Abwehr, Rene Weber ging an Felix Wiedwald vorbei und erzielte aus spitzem Winkel das 1:3 (30.)

 

Werder sorgte aber mittels eines Doppelschlags schnell wieder für klare Verhältnisse. Erst setzte sich Husejinovic auf der rechten Außenbahn durch und flankte auf den zweiten Pfosten, wo Rosenberg ohne Probleme einköpfen konnte (33.), dann lupfte Aaron Hunt den Ball gefühlvoll über den hilflosen Reinke ins Tor (35.). Mit einem gekonnten Volleyschuss aus der Drehung sorgte Tim Borowski noch vor der Pause für die klare 6:1-Führung.

 

Werders Torhunger noch nicht gestillt

 

Das Marschwegstadion in Oldenburg bot eine ansprechende Kulisse für die Begegnung

Zur Halbzeit wechselte Cheftrainer Thomas Schaaf seine Mannschaft wie gewohnt durch: Sebastian Mielitz ersetzte Felix Wiedwald im Tor, und für Markus Rosenberg, Philipp Bargfrede und Torsten Frings kamen Sandro Wagner, Marko Futacs und Onur Ayik neu in die Partie.

Werders erster Angriff führte auch im zweiten Durchgang zu einem Tor: Hunts Flanke nahm Futacs gekonnt aus der Luft und schloss Volley ins linke Eck ab (47.). Nach einem Schuss von Müller, der knapp am linken Pfosten des Werder-Tores vorbei ging (52.), setzte Sandro Wagner mit dem schönsten Treffer des Tages den Startschuss für Werders Tor-Offensive: Aus 25 Metern schoss er den Ball trocken in den Winkel (56), danach schraubten Ayik und wiederum Wagner das Ergebnis auf 10:1 hoch. Oldenburg ließ in den sich bietenden Kontern Präzision und Glück im Abschluss vermissen, auf der anderen Seite demonstrierten Futacs, Pizarro und Ayik bei ihren Treffern Entschlossenheit.

Oldenburg merkte man die konditionellen Rückstände gegenüber der Profis nun an, Sandro Wagner und Marko Futacs konnten die sich bietenden Räume zum 1:14 und dem 1:15 nutzten. Naldo markierte per Kopf im Anschluss an eine Ecke den 1:16-Endstand (89.).

 

Cheftrainer Thomas Schaaf gab sich im Anschluss mit der Partie in Oldenburg zufrieden: „Es ist bemerkenswert, was de Mannschaft hier heute noch einmal gezeigt hat. Man hat gesehen, dass es für uns kein Betriebsausflug war und die Spieler waren mit Freude bei der Sache.“ Einzig die Verletzung von Petri Pasanen trübte das Bild, wie Schaaf festhielt. „Es sieht nach einem kleinen Muskelfaserriss aus. Das ist natürlich sehr schade so kurz vor Ende der Saison.“

 

aus Oldenburg berichtet Paul Hüsing