Trotz Unwetter: Werder gewinnt 2:1 beim FSV Frankfurt

Mit hohem Einsatz durch den Regen: Clemens Fritz störte das Wetter in Frankfurt nicht.
Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Werder Bremen hat das Testspiel beim FSV Frankfurt zur Eröffnung des Volksbank Stadions mit 2:1 (1:0) gewonnen. Die Bremer Tore erzielten Hugo Almeida (44.) und Philipp Bargfrede (55.), Pa Saikou Kujabi sorgte für den Anschlusstreffer (81.). Das Spiel und die TV-Übertragung des Hessischen Rundfunks wurden durch einen heftigen Regenschauer beeinträchtigt, der nach einer halben Stunde über Frankfurt-Bornheim zog.

Die interessanteste Personalie bei den Grün-Weißen war die "Wiederbelebung" des nach Frank Baumanns Karriereende nur kurz vakanten Trikots mit der Nummer 6: In dieser Kluft steckte Rückkehrer Tim Borowski, der am Tag nach seinem Wechsel sofort im defensiven Mittelfeld neben Torsten Frings in die Startelf rückte. Gegenüber dem SuperCup-Spiel in Wolfsburg waren vier weitere Positionen von Cheftrainer Thomas Schaaf verändert worden: Christian Vander, Sebastian Boenisch, Mesut Özil und Hugo Almeida begannen.

Rückkehrer Tim Borowski legte ein ansprechendes Werder-Comeback hin. In der 16. Minute hätte er sogar fast ein spektakuläres Tor erzielt. (Bild: NPH)

Erste Chance für Frankfurt, dann übernimmt Werder das Kommando

Die 10.500 Zuschauer erlebten einen engagierten Beginn und die erste Chance des Spiels durch die Gastgeber: Nach schönem Pass von Cenci konnte Oualid Mokhtari Christian Vander umspielen, zum Glück war Sebastian Boenisch auf die Linie geeilt und klärte (7.). Nach einer Viertelstunde hätte sich Tim Borowski fast spektakulär zurückgemeldet, traf aber im Fünfmeterraum beim Versuch eines Fallrückziehers den Ball nicht richtig. Bis dahin mit einiger Mühe bekam der Pokalsieger das Spiel nach 20 Minuten gut in den Griff und erspielte sich einige Möglichkeiten. Doch sowohl bei Naldos (20.) und Almeidas (24.) Freistößen, als auch bei Mertesackers (25.) und Almeidas (26.) Chancen nach zwei Eckbällen war FSV-Keeper Klandt zur Stelle.

Im Anschluss ergoss sich ein gewaltiger Regenschauer über das neue Stadion am Bornheimer Hang, der auch das bis dahin ordentliche Spiel ein wenig untergehen ließ. Immerhin: Dank Almeida hatte es noch einen Höhepunkt zu bieten. Mit seinem eigentlich schwächeren rechten Fuß holte er den bekannten Hammer raus und hieb die Kugel in der 44. Minute von der Strafraumgrenze ins Netz. Die Abwehr hatte eine flache Boenisch-Flanke nur bis dorthin klären können.

Eine gute Woche vor dem Pflichtspielstart schenkten sich beide Teams nichts. (Bild: NPH)

2:0 durch Bargfrede: Klare Verhältnisse?

Auch nach dem Seitenwechsel hatten die Bremer das Spiel gut im Griff, auch wenn Pa Saikou Kujabi mit der ersten Möglichkeit nach einem Konter das Bremer Tor knapp verpasste. In Minute 55 konnte Philipp Bargfrede nach Vorarbeit des eingewechselten Boubacar Sanogo recht einfach das 2:0 erzielen, Sanogo hatte von der Grundlinie perfekt zurück gepasst, der junge Mittelfeldmann nur noch einschieben müssen. Das Tor sorgte endgültige für klare Verhältnisse. Werder blieb gefährlich, wie bei einem Schuss von Fritz (57.) oder gefährlichen Flanken von Harnik (66.) und Husejinovic (67.). Der FSV hatte nur eine Konter-Gelegenheit durch den Ex-Bremer Probespieler Junior Ross zu bieten, die der Peruaner aber viel zu leicht vergab (69.).

Erst zehn Minuten vor Schluss wurde es bei nachlassendem Regen dann noch mal spannend auf dem Feld. Leider vor allem deshalb, weil die Bremer nachlässiger wurden. Zweimal verpasste Ledgerwood für den FSV denkbar knapp einen Treffer, besser machte es sein Gefährte Kujabi: Einen von Petri Pasanen verwirkten Freistoß am Strafraum hämmerte er aus zentraler Position über den Innenpfosten ins Tor (81.). Werder hatte durch Sanogo in der 87. Minute noch eine letzte Chance, der Ivorer schlenzte den Ball aber knapp am Kasten des guten Frankfurter Keepers Klandt vorbei. Kurz darauf war pünktlich Schluss. Übrigens auch mit dem Nass von oben, das Unwetter zog mit dem Abpfiff nach Südosten weiter.

Da das TV-Signal vor Ort weiter produziert wurde, wird WERDER.TV im Laufe des Freitags die Höhepunkte des Spiels in einem ausführlichen Zusammenschnitt präsentieren.

von Enrico Bach und Tino Polster