5:1 in Ottersberg - Werder besteht ersten Test

Sebastian Boenisch spielte in Ottersberg in der ersten Hälfte auf der rechten Verteidigerposition.
Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Werder Bremen ist ein erfolgreicher Start in die Testspielwochen im Rahmen der Saisonvorbereitung 2008/09 gelungen. Die Grün-Weißen bezwangen im neuen Eventoutfit am Freitagabend den Fünftligisten TSV Ottersberg auswärts mit 5:1 (3:0).

 

Naldo täuscht Ottersbergs Gregor Schoepe und geht links vorbei.

Vor 6000 Zuschauern brachten der 17-jährige Pascal Testroet und Aaron Hunt Werder früh auf die Siegerstraße. Daniel Jensen, Niklas Andersen und Marc Heider steuerten die restlichen Treffer für den Gast bei. Ottersbergs Patrick Peter ließ die heimischen Anhänger mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 4:1 jubeln. Mit Sebastian Prödl sowie den U 23-Akteuren Pascal Testroet, Philipp Bargfrede und Marc Heider standen vier Neulinge von Beginn an auf dem Feld. Dagegen wurden die angeschlagegen Petri Pasanen und Christian Vander geschont und der erst frisch ins Training eingestiegene Markus Rosenberg blieb ebenfalls in Bremen.

 

Kaum auf den Sitzen: Testroets Blitztor

 

Gegenüber dem letzten Bremer Gastspiel vor fast genau zwei Jahren (13.07.2006) strömten diesmal doppelt so viele Zuschauer an den Sportplatz an der Wümme. Kaum auf ihren Plätzen hatte Sturm-Talent Pascal Testroet in seinem ersten Spiel für das Profi-Team bereits genetzt. Keine 30 Sekunden waren vergangen, als Philipp Bargfrede Testroet flach bediente und der eiskalt aus spitzem Winkel einschob. Die Spielfreude nach acht intensiven Trainingstagen war dem Team von Cheftrainer Thomas Schaaf deutlich anzumerken. In der siebten Minuten ergatterte Mannschaftskapitän Frank Baumann das Leder auf Höhe der Mittelinie, in Kombination mit dem agilen Testroet gelangte der Ball im Strafraum zu Aaron Hunt, dem mit seinem starken linken Fuß aus gut 13 Metern das 2:0 vorbehalten blieb. Ein knapp verfehlter Kopfball von Baumann nach Hunts Ecke (10.) beendete die massive Bremer Drangphase.

 

Thomas Schaaf im Gespräch mit Co-Trainer Matthias Hönerbach.

Erst danach ließ auch die Ottersberger Ehrfurcht langsam nach, gelangen der Mannschaft von Trainer Axel Sammrey zaghafte Mittellinienüberquerungen. Deutlich überlegen blieb trotzdem erwartungsgemäß der Bundesligist. Bei einem fulminanten Freistoss aus Ferndistanz von „Eisenfuß“ Naldo konnte sich erstmals TSV-Torhüter Tim Eggert auf der Linie auszeichnen (15.).

 

 

Thomas Schaaf im Gespräch mit Co-Trainer Matthias Hönerbach.Ein diesmal aber wieder machtloser Eggert musste zuschauen, wie Marc Heider sieben Minuten darauf eine leichtsinnige Unachtsamkeit zweier Verteidiger für sich nutzte - Er drang in den Strafraum ein und bediente Daniel Jensen so, dass es ein Leichtes für den Dänen war, wenige Meter vor dem Tor seinen linken Fuß entscheidend hinzuhalten – 3:0. Zwei weitere gute Einschussmöglichkeiten des Champions-League-Teilnehmers wurden wiederum von Pascal Testroet mitkreiert. Zuerst zischte sein Schuss nach einer Einzelleistung aus spitzem Winkel links unten vorbei (28.) und nach einem klugen Rückpass von Heider verpasste er sein zweites Tor des Abends aufgrund Tim Eggerts aufmerksamen Linienspiels. Bislang ungeprüft schaute sich Tim Wiese im Bremer Kasten das muntere Treiben entfernt seines Dienstbereiches an.

 

Wiese zur Stelle

 

Augen zu und durch: Frank Bauman beim Kopfball.

Doch das sollte nicht mehr lang so bleiben. Der ersten flüssigen Ottersberger Kombination folgte Wieses erste und einzige Prüfung des Spiels (37.). Thomas Nowotny spielte einen gefühlvollen Pass auf die linke Bahn zu Patrick Peter, der sich mit einem beherzten Dribbling durch eine kleine Lücke in Szene setzte und dessen strammer Schuss aus gut 20 Metern Wiese zu einer beherzten Parade zwang. Der 27-Jährige war mit einer Hand zur Stelle. Sein wesentlich mehr geforderter Gegenüber Eggert schmiss sich kurz vor Halbzeitpfiff noch beherzt in eine Möglichkeit von Bargfrede – auf Pass von Hunt – und verhinderte das 0:4 aus Ottersberger Sicht.

 

Peters Anschlusstreffer, Heider setzt den Schlusspunkt

 

In der Pause tauschte Thomas Schaaf bis auf Sebastian Prödl und Marc Heider eine fast komplette Mannschaft aus. Unter anderem übernahm Jurica Vranjes die Kapitänsbinde von Frank Baumann. Es brauchte dementsprechend eine Viertelstunde in der zweiten Halbzeit zu weiteren Bremer Offensivaktionen. Auch weil die Gastgeber von Minute zu Minute mehr dagegen hielten. Das 4:0 (59.) ging einer guten Chance von Peter Niemeyer voraus. Nach der anschließenden Ecke von Max Kruse behielt Innenverteidiger Niklas Andersen die Lufthoheit und drückte den Ball per Kopf über die Linie. Schnell und clever kam der Oberligist nur drei Minuten später zur Ergebniskosmetik. Die einzige Verwirrung des Bremer Defensiv-Verbundes in den 90 Minuten verwertete Patrick Peter nach Eingabe von Mirko Peter. Den vier-Tore-Unterschied stellte fünf Minuten vor Abpfiff Marc Heider per Hacke wieder her. Mesut Özil gab den Assist.

 

 

von Maximilian Hendel