Thomas Wolter: "Wir gehen optimistisch ins Rückspiel"

Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Werders A-Junioren-Trainer Thomas Wolter war bereits einen Tag nach der Hinspiel-Niederlage seines Teams im DM-Viertelfinale gegen Schalke 04 wieder zuversichtlich: "Wenn wir uns in Gelsenkirchen nichts ausrechnen würden, bräuchten wir dort nicht mehr hinzufahren", gab sich der Ex-Profi zwei Tage vor dem Rückspiel am Mittwoch, 19.6.2002 (19 Uhr Glückauf-Kampfbahn), kämpferisch. Am Montag hatte Wolter seinen Jungs zunächst einen trainingsfreien Tag gegönnt. "Die Mannschaft hat wirklich toll gekämpft und alles versucht, um dem haushohen Favoriten Paroli zu bieten", begründete Wolter die Pause.

 

Dass im Hinspiel dennoch am Ende eine 2:4-Niederlage zu Buche stand, war für den Werder-Nachwuchs schwer zu verdauen. "Die Spieler haben sich total verausgabt. Da ist es natürlich umso bitterer, wenn es am Ende kein Erfolgserlebnis gibt, stattdessen noch einen Gegentreffer in der Schlussminute." Durch zahlreiche individuelle Fehler hatten sich die Grün-Weißen das Leben schwer gemacht. "Den Ball am eigenen Strafraum zu vertändeln oder mit einem Fehlpass in der Vorwärtsbewegung den Gegner zum Kontern einzuladen, diese Nachlässigkeiten müssen wir im Rückspiel auf jeden Fall vermeiden, wenn wir noch eine Chance haben wollen", appellierte Wolter an seine Mannschaft. Der Coach lässt nichts unversucht, um die Chance auf den Meistertitel weiter zu erhalten. Am Mittwoch um 8.30 Uhr lädt Wolter noch einmal zu einer lockeren Übungseinheit, bevor es mit dem Bus nach Gelsenkirchen und dort in ein Tageshotel geht.

 

Trotz aller Hoffnung, das Hinspiel-Ergebnis noch zu drehen, ist Thomas Wolter realistisch: "Wir waren bereits krasser Außenseiter und sind dies nach dem 2:4 natürlich noch mehr." Dennoch will sich der SV Werder nicht kampflos aus dem Titelrennen verabschieden: "Ich erwarte in jedem Fall eine Reaktion meiner Mannschaft", fordert Wolter sein Team auf, bis zum Schluss an die Chance auf das Weiterkommen zu glauben. "Sollten wir sogar mit 1:0 in Führung gehen, dann ist für uns alles möglich", hofft der ehemalige Bundesligaspieler, um dann noch einmal die Statistik zu bemühen: "Wir haben während der Saison noch kein Auswärtsspiel verloren. Das soll auch am Mittwoch in Schalke so bleiben."