1. Hürde genommen: Werder siegt 1:0 gegen St.-Etienne

Ein hartes Stück Arbeit: Bremens Alexandros Tziolis im Kopfballduell.
Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Naldo trifft zur 1:0-Führung...

Werder Bremen hat sich im Achtelfinal-Hinspiel des UEFA-Pokals mit 1:0 (1:0) gegen den AS St.-Etienne durchgesetzt. Die Grün-Weißen boten vor heimischer Kulisse eine über weite Strecken souveräne Leistung und landeten einen verdienten Sieg. Naldo erzielte das Tor des Tages, das den Bremern eine aussichtsreiche Ausgangsposition für das Rückspiel (Mittwoch, 18.03.2009, 20.30 Uhr) in Frankreich beschert.

 

Werders Cheftrainer Thomas Schaaf veränderte seine Mannschaft im Vergleich zum Bundesliga-Spiel gegen 1899 Hoffenheim auf zwei Positionen. Naldo und Torsten Frings kehrten in die Starformation zurück und ersetzten Aaron Hunt und Per Mertesacker. Letzterer hatte sich eine Erkältung eingefangen und musste für die UEFA-Pokal-Partie kurzfristig passen.

 

Zielstrebige Werderaner werden früh belohnt: Naldo trifft zur Führung

 

Werder spielte von Beginn an zielstrebig nach vorne und erarbeite sich früh die erste gute Möglichkeit des Spiels. Frings schlug einen hohen Pass in die Spitze, Hugo Almeida startete durch und zog ab, scheiterte aber am St.-Etienne-Schlussmann Jeremie Janot (5.). Kurz darauf der erste Wechsel der Bremer: Daniel Jensen hatte in einem Zweikampf einen unbeabsichtigten Schlag abbekommen und musste das Feld verletzungsbedingt verlassen. Für ihn kam Hunt in die Partie (13.).

 

...und bejubelt seinen Treffer.

Dem Spielfluss der Bremer tat dieser frühe Wechsel keinen Abbruch: Almeida per Kopf verfehlte das gegnerische Tor nach einer Diego-Flanke noch knapp (17.), ehe Naldo die 1:0-Führung für die Grün-Weißen erzielte: Diego hatte sich durch die Abwehr der Franzosen gedribbelt, konnte das Leder aber nicht am parierenden Gäste-Torwart Janot vorbeizirkeln. Dessen Faustabwehr landete bei Naldo, der nur noch einzuschieben brauchte (20.).

 

St.-Etienne, mit nur einer nennenswerten Torchance in Hälfte eins, erhöht den Druck im zweiten Durchgang

 

In der Folgezeit blieb Werder die tonangebende Mannschaft. Mit zum Teil sehr ansehnlichen Kombinationen erspielten sich die Bremer eine Fülle von Torchancen. Claudio Pizarro (29. Janot war zur Stelle), Frings (34. Verteidiger Mouhamadou Dabo klärte auf der Linie) und Diego (35. Faustabwehr von Janot) vermochten es aber nicht die Führung auszubauen. St.-Etienne hatte dagegen in der ersten Spielhälfte nur eine nennenswerte Torchance, als Paulo Machado einen Freistoß aus 20 Metern aufs Tor drosch, aber seinen Meister in Tim Wiese fand (41.). So ging Werder mit der überaus verdienten 1:0-Führung in die Halbzeitpause.

 

Torsten Frings, nach Verletzung wieder in der Startelf, scheute keinen Zweikampf.

St.-Etienne kam mit mehr Schwung aus der Kabine und setzte gleich ein Ausrufezeichen. Nach einem „Gewusel“ im Bremer Strafraum landete das Leder vor den Füßen von Geoffrey Dernis. Doch dessen Schuss war kein Problem für Wiese (50.). Werder, nach diesem kleinen Aufreger nun wieder konzentrierter, knüpfte im Folgenden an die gute Leistung aus Hälfte eins an und befand sich fortan im Vorwärtsgang. Mit der Feinjustierung vor dem Gästetor wollte es aber noch nicht so recht klappen. Almeida verzog nach Vorarbeit von Pizarro (57.) und auch Naldo zirkelte die Kugel knapp über den Kasten (58.).

 

Werder siegt knapp, aber verdient

 

Zwischenzeitlich wussten aber auch die Gäste auf sich aufmerksam zu machen. Paulo Machado schoss das Leder aus guter Position links am Tor vorbei (67.), bevor Wiese erstmals seine überragenden Reflexe gegen Dernis unter Beweis stellen musste (74.). Zuvor hatte Diego auf der Gegenseite einen sehenswerten Freistoß knapp neben das gegnerische Gehäuse gesetzt (71.). Pizarro (65.), Hunt (76.) und Rosenberg (78.) vergaben ebenfalls aussichtsreiche Chancen.

 

In der Schlussphase passierte dann nicht mehr viel. Werder brachte die 1:0-Führung über die Zeit, siegte unterm Strich knapp, aber durchaus verdient und hat nun gute Möglichkeiten ins Viertelfinale des UEFA-Pokals einzuziehen.

 

von Timo Strömer