Pokal-Derby: Der vierte Werder-Streich im vierten Spiel soll folgen

Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Lange hat der SV Werder Bremen darauf gewartet: Nach drei Jahren bestreiten die Bremer wieder ein Heimspiel im DFB-Pokal. Am Dienstag, 28.10.2003, um 19.30 Uhr empfängt das Team von Cheftrainer Thomas Schaaf den VfL Wolfsburg. Das letzte Pokal-Heimspiel der Werderaner fand im Februar des Jahres 2000 statt. Damals setzten sich die Grün-Weißen im Halbfinale nach Verlängerung mit 2:1 gegen die Stuttgarter Kickers durch. "Ich freue mich sehr, nach so langer Zeit mal wieder im eigenen Stadion zu spielen. Dazu noch gegen einen attraktiven Gegner mit Derby-Charakter", sagte auch Cheftrainer Thomas Schaaf auf der Pressekonferenz am Montag.

 

Das letzte "Derby-Feeling" gegen die Wölfe liegt dagegen erst zwei Bundesliga-Spieltage zurück. Im eigenen Stadion gewann der SV Werder in einer turbulenten Partie mit 5:3. Obwohl das Spiel erst vor drei Wochen ausgetragen wurde, sieht Werders Chefcoach einer spannenden Partie entgegen: "Das Wissen voneinander sorgt für eine interessante Konstellation. Die drei Gegentore warnen uns vor ihrer Offensive, doch die fünf Treffer geben uns natürlich auch ein großes Selbstvertrauen. Wolfsburg hat eine gute Mannschaft, die uns vieles abverlangt hat."

 

Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Nordclubs im DFB-Pokal gab es in der Saison 1998/99. In Wolfsburg gewannen die Werderaner im Halbfinale mit 1:0. Für das Tor des Tages sorgte Marco Bode. Im darauffolgenden Finale bezwangen die Grün-Weißen den FC Bayern München mit 6:5 im Elfmeterschießen. Aber auch in den beiden anderen Partien im Pokalwettbewerb gegen das Team aus der "Autostadt" war für die "Wölfe" nichts zu holen, so dass die Bilanz mit 3 Siegen aus drei Spielen ganz deutlich für den SV Werder spricht. Damit auch am Dienstag wieder gefeiert werden kann, gibt Werders Cheftrainer eine klare Linie vor: "Da beide Mannschaften im Angriff ihre Stärke haben, erwarte ich ein offenes Spiel. Wir dürfen nach dem Erfolg in Freiburg nicht zu sorglos agieren, müssen hinten gut stehen und immer hellwach sein."

 

Für das Pokal-Derby im Norden stehen Thomas Schaaf bis auf die Verletzten Victor Skripnik (Schambeinentzündung) und Ludovic Magnin alle Spieler zu Verfügung. Sein Gegenüber Jürgen Röber muss gleich auf fünf Akteure verzichten. Pablo Quattrocchi und Martin Petrov befinden sich nach ihren Verletzungen im Aufbautraining, Thomas Rytter leidet an einer Knieverletzung und Charles Akonnor plagt ein Muskelfaserriss im Oberschenkel. Zudem holt Tomislav Maric seinen Trainingsrückstand auf.