,Hammer-Hugo' schießt Werder ins DFB-Pokal-Halbfinale

Werder Bremen besiegte 1899 Hoffenheim mit 2:1 und zog dadurch ins DFB-Pokal-Halbfinale ein.
Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Werder Bremen hat die TSG 1899 Hoffenheim im Viertelfinale des DFB-Pokals mit 2:1 (1:0) besiegt und ist durch diesen Erfolg in die Runde der letzten vier Teams eingezogen. Naldo brachte die Grün-Weißen mit einem Traumtor in der 27. Minute mit 1:0 in Führung, die Prince Tagoe in der 73. Minute egalisieren konnte. Joker Hugo Almeida sorgte nur drei Minuten später mit einem Hammer aus 17 Metern jedoch für den vielumjubelten 2:1-Endstand.

 

Cheftrainer Thomas Schaaf schickte dieselbe Elf in die DFB-Viertelfinalpartie, die am vergangenen Freitag in der Bundesliga mit 2:1 gegen Hertha BSC gewonnen hatte. Petri Pasanen verteidigte wieder auf der linken Abwehrseite und Peter Niemeyer agierte erneut für Tim Borowski im Mittelfeld der Grün-Weißen. Und auch Claudio Pizarro konnte nach auskurierten Nackenschmerzen voll mitwirken und bildete gemeinsam mit Marko Marin den Werder-Sturm.

 

Naldo bewirbt sich für ,Tor des Monats'

 

Die Gastgeber erwischten auf schneebedecktem Boden den besseren Start in die Begegnung und zeigten von Beginn an, wer der Herr im Haus ist. In der sechsten Minute setzte sich Clemens Fritz auf der rechten Seite gegen Vukcevic durch und passte flach auf Mesut Özil, dessen erster Warnschuss jedoch noch von Per Nilsson abgeblockt werden konnte. Özil war zwei Minuten später auch an der ersten Großchance der Grün-Weißen beteiligt, sein Querpass auf Claudio Pizarro konnte allerdings von Christian Eichner in höchster Not geklärt werden, so dass der Peruaner nicht mehr an den Ball kam. Auch in der Folge dominierte Werder weiterhin die Partie. In der 19. Minute fasste sich der aufgerückte Naldo ein Herz, zielte aus der Distanz jedoch knapp neben das Gehäuse von Timo Hildebrand.

 

Doch der Brasilianer machte es in der 27. Minute besser, als er mit einem Freistoß-Treffer Marke ,Tor des Monats' vom linken Strafraumeck zur 1:0-Führung in den rechten Winkel traf. Vier Minuten nach der Führung für Werder kam dann auch der Gast aus dem Kraichgau das erste Mal gefährlich auf und hatte die erste dicke Gelegenheit. Nach einer Freistoß-Flanke von Maicosuel kam Gäste-Kapitän Per Nilsson zum Kopfball, setzte den Ball aber neben das Gehäuse von Tim Wiese. Und auch ein abgefälschter Schuss von Vukcevic wenige Minuten vor der Halbzeitpause verfehlte das Werder-Tor knapp (43.). In der Schlussminute des ersten Durchgangs verpasste Hoffenheim-Torjäger Ibisevic zudem eine Flanke von Carlos Eduardo und Werder ging mit dem knappen Vorsprung in die Pause.

 

Zwei Joker sorgen für Tore und die Entscheidung

 

Werder kam mit viel Schwung aus der Kabine und erspielte sich wenige Sekunden nach Wiederanpfiff die nächste dicke Chance. Marko Marin dribbelte in den Gäste-Strafraum und versuchte Timo Hildebrand mit einem Lupfer zu überwinden, der Keeper der Hoffenheimer hatte jedoch aufgepasst und konnte den Ball noch über das Gehäuse lenken. Und nach der anschließenden Ecke von Mesut Özil kam Torschütze Naldo zwar mit dem Kopf an den Ball, zielte jedoch, ebenso wie wenige Minuten später per Schuss, knapp am Tor vorbei. Die Partie entwickelte sich fortan trotz der schwierigen Bedingungen zu einem klasse Pokalspiel mit Gelegenheiten auf beiden Seiten. Die nächste Möglichkeit für die Hoffenheimer hatte Vorsah, der in der 52. Minute nach einer Flanke von Salihovic zum Kopfball kam, jedoch ebenfalls neben das Tor zielte.

 

Werder wollte das Spiel nun vorzeitig entscheiden und erspielte sich zahlreiche gute Chancen. Ein Fernschuss von Clemens Fritz landete jedoch neben dem Tor (55.), bei einem Pass von Marin kam Pizarro nach einer Stunde nicht mehr richtig an den Ball und auch Mesut Özil zielte aus 15 Metern neben das Tor (69.), der mit seinem Versuch die Stunde der Einwechselspieler einläutete. Denn zunächst sorgte in der 73. Minute auf Seiten der Hoffenheimer der erst 89 Sekunden zuvor eingewechselte Prince Tagoe für den Treffer zum 1:1-Ausgleich, ehe auch auf Seiten von Werder ein Joker stach. Hugo Almeida – ebenfalls erst wenige Minuten zuvor eingewechselt - wurde von Claudio Pizarro auf Reise geschickt und hämmerte den Ball kompromisslos aus 17 Metern zur erneuten Führung in die Maschen (76.). Der Portugiese war es auch, der fünf Minuten vor dem Ende erneut auf das Gehäuse von Timo Hildebrand zulief, jedoch im letzten Moment von Ibertsberger am Abschluss gehindert werden konnte. Doch weil Werder in der Schlussphase keine Chance mehr für die Gäste zuließ, blieb es beim insgesamt verdienten 2:1-Erfolg und dem damit verbundenen Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale.

 

von Dominik Kupilas