Topspiel in Gruppe G: Werder fordert Tabellenführer Inter

Das Logo des italienischen Rekordmeisters Inter Mailand
Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

In der Bundesliga läuft es für den deutschen Meister Werder Bremen derzeit nur mittelprächtig. Ganz anders sieht es da schon in der Champions League aus. In der „Königsklasse“ gewannen die Bremer zuletzt drei Mal in Serie. Mit einem Sieg gegen Inter Mailand am Mittwoch, 24.11.2004, im Weser-Stadion könnte die Schaaf-Elf nicht nur die Tabellenführung übernehmen, sondern gleichzeitig den Einzug ins Achtelfinale perfekt machen.

 

Europapokal-Abende unter Flutlicht im Weser-Stadion waren schon immer etwas Besonderes. Schon allzu oft schwangen sich die Grün-Weißen bei diesen Spielen zu außergewöhnlichen Leistungen empor. Aber allein die Hoffnung auf Vergangenes wird nicht ausreichen, wenn sich am Mittwoch um 20.45 Uhr der italienische Rekordmeister Inter Mailand dem Bremer Publikum vorstellen wird. Die „Nerazurri“ führen die Tabelle in der Champions-League-Gruppe G souverän an und fügten den Norddeutschen im Hinspiel im Giuseppe-Meazza-Stadion ihre bisher einzige Niederlage beim unglücklichen 0:2 zu.

 

Werder ist in der Bundesliga seit fünf Spielen ohne Sieg und hat in der Tabelle den Anschluss an die Spitzengruppe verloren. Dabei enttäuschten die Grün-Weißen zuletzt keineswegs. Oft waren es kleinere Unkonzentriertheiten, die den deutschen Meister um den wohlverdienten Lohn ihrer Arbeit brachten. Von einer Krise ist beim deutschen Meister nichts zu spüren. Dafür waren die Leistungen auch in den sieglosen Begegnungen meist überzeugend. Und genau das macht Mut für die kommende, schwierige Aufgabe gegen Inter Mailand.

 

Klose absolviert Abschlusstraining

 

Personell gesehen hat Cheftrainer Thomas Schaaf die Qual der Wahl. Auch Miro Klose, der noch am Montag die Übungseinheit nach einem Zweikampf mit Pekka Lagerblom abbrechen musste, konnte das Abschlusstraining am Dienstagnachmittag ohne Probleme absolvieren. Ob der Coach gegenüber dem Bielefeld-Spiel Umstellungen vornehmen wird, bleibt abzuwarten. Sollte Frank Fahrenhorst (trainierte ebenfalls mit) weiter ausfallen, könnte Petri Pasanen in die Innenverteidigung rücken und Kapitän Frank Baumann wieder im defensiven Mittelfeld agieren. Eine Alternative, die sich anböte.

 

Inter Mailand hat zwar keinen Anlass, könnte das Team aber ebenfalls umkrempeln. Die Italiener, die am Wochenende im nationalen Pokalwettbewerb mit 3:1 gegen den FC Bologna gewannen (Tore durch Vieri, Recoba und Cruz), stehen schon sicher im Achtelfinale der Champions League. Gut möglich also, dass Trainer Roberto Mancini in Bremen ebenfalls experimentiert. Auf seinen Torjäger Adriano (erzielte beide Treffer beim 2:0 im Hinspiel) muss er wegen dessen Rotsperre schon mal verzichten. Auch Juan Sebastian Veron (muskuläre Probleme) kann gegen Werder nicht mitwirken.

 

Inter auch ohne Adriano glänzend besetzt

 

Aber egal in welcher Besetzung das Team von Coach Roberto Mancini im Weser-Stadion auflaufen wird, es wird eine Mannschaft sein, die gespickt ist mit Nationalspielern und Superstars wie Christian Vieri, Alvaro Recoba, Sinisa Mihaijlovic und Andy van der Meyde. Die Tatsache, dass Inter bereits qualifiziert ist, macht die Sache umso gefährlicher. Das sieht auch Frank Baumann so: „Es ist eine eminent brenzlige Situation. Wir müssen höllisch aufpassen.“

 

Auch beim Gegner aus Norditalien, der in der Serie A in dieser Saison noch ohne Niederlage ist (in zwölf Matches allerdings zehn Mal unentschieden spielte), misst man dem Kräftemessen mit dem deutschen Meister große Bedeutung zu: „Wir sind zwar schon qualifiziert, wollen in unserer Gruppe aber weiter vorne bleiben, deshalb müssen wir in Bremen punkten“, so Kapitän Javier Zanetti. Von einem möglichen Kräfteschonen im Hinblick auf den Klassiker gegen Juventus Turin am kommenden Wochenende will der argentinische Nationalspieler nichts wissen: „Wer die Ehre hat, dass Inter-Trikot tragen zu dürfen, der will immer gewinnen. Das Spiel gegen Werder ist wichtig und bedeutsam. Erst danach konzentrieren wir uns auf Juve.“

 

Klaus Bellstedt

 

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