20-Tore-Marke: Pizarro peilt eigenen Rekord an

Claudio Pizarro machte ein starkes Spiel und erzielte trotz aller Turbulenzen um seine Person drei Tore.
Profis
Sonntag, 05.04.2009 / 21:38 Uhr

Claudio Pizarro war aktiv, bemüht, motiviert, doch dass er zum "Citibank Man of the Match" gewählt werden würde, hätte er sicher 15 Minuten vor dem Ende noch nicht gedacht. Zwar wurde ihm das 1:0 ...

Claudio Pizarro war aktiv, bemüht, motiviert, doch dass er zum "Citibank Man of the Match" gewählt werden würde, hätte er sicher 15 Minuten vor dem Ende noch nicht gedacht. Zwar wurde ihm das 1:0 gut geschrieben, doch der Peruaner wusste auch, dass die Bogenlampe mehr Glück, als eiskalter Abschluss war. Und als sich Werder nach dem Ausgleich wieder um die Führung bemühte, ließ er zwei Mal beste Chancen aus. Doch gemeinsam mit dem Team verzagte er nicht, probierte es immer weiter und wurde belohnt. "Er war heute wie die Mannschaft nicht so stark wie es das Ergebnis und seine drei Treffer aussagen. Auch ihm haben zunächst etwas Schwung und Durchsetzungskraft, so der letzte Tick gefehlt. Aber dann hat er wie seine Teamkollegen die Kurve noch gekriegt", hatte Klaus Allofs genau hingeschaut.

 

Dass er am Ende mit Lob überhäuft wurde, hatte er sich dann doch verdient: "Was soll man nach drei Toren noch sagen. Das hat er richtig gut gemacht", freute sich Torhüter Tim Wiese für den Kollegen. Auch Diego honorierte die starke Leistung: "Er hat mit diesem Dreierpack 15 Tore auf dem Konto, das ist ein starkes Resultat und sehr wichtig für die Mannschaft. Er hat wieder gezeigt, wie erfahren er ist, wie er sich auf das Geschehen auf dem Platz konzentrieren kann, trotz aller Schlagzeilen um ihn herum."

 

Natürlich ist der Südamerikaner auch nach diesem Spiel wieder auf die Vorgänge in seiner Heimat angesprochen worden, so dass der 30-Jährige mehrfach die seit Tagen Bestand habenden Antworten geben musste. "Ich werde ja immer wieder das gleiche gefragt und kann nur sagen, dass ich solche Leistungen zeigen kann, weil ich absolut kein Problem, kein schlechtes Gewissen habe", so Claudio Pizarro.

 

Dann sprach er weiter über die sportlichen Ambitionen, die es noch gibt. Nach seinem zweiten Dreierpack in dieser Saison – auch beim 5:0-Heimsieg (29.11.2008) gegen Eintracht Frankfurt ließ er es auf dem Feld krachen – rückt seine persönliche Bestmarke immer mehr in den Fokus. Mit 20 Treffern würde er seinen Rekord aus seinem zweiten Werder-Jahr in der Saison 2000/2001 brechen, als er 19 Treffer erzielte und nur knapp an der Torjäger-Kanone (Sand und Barbarez mit je 22 Toren) vorbeischrammte. Die Voraussetzungen dafür sind gut. Damals hatte er nach dem 26. Spieltag erst elf Treffer auf dem Konto und sich dann mit einem fulminanten Endspurt in der Torjägerliste nach oben geschraubt. So eine starke Phase wünscht sich der Stürmer auch jetzt. "20 Tore sind auf jeden Fall noch gut möglich. Der Dreierpack heute war sehr gut für mich. So kann es weiter gehen."

 

Das würde sich auch Werders sportliche Leitung wünschen, die noch einmal betonte, wie groß das Interesse der Bremer an einer Weiterverpflichtung des ausgeliehenen Torjägers wäre. "Wir haben ja in den vergangenen Monaten nichts anderes erzählt und bleiben auch dabei, dass wir alles, was möglich ist, versuchen, um ihn hier zu behalten. Schade ist nur, dass immer wieder vesucht wird, andere Geschichten zu schreiben. Zuletzt wurde ja sogar behauptet, er würde nicht zu uns passen und wir wollten ihn nicht mehr. Da wurde sogar von Geheimsitzungen berichtet. Aber das ist Unsinn. Diese Sitzungen gab es nicht. Und ich weiß, dass es in den Gremien, wo die Entscheidungen getroffen werden, diese Meinungen nicht gibt." Diese Anmerkung war Allofs am Sonntagabend wichtig, weil er sich in seiner täglichen Arbeit davon nicht behindern lassen möchte. "Ich sage das noch einmal so deutlich, weil wir auch künftig nicht unsere Zeit verschwenden können, immer alles richtig zu stellen, was so geschrieben wird."

 

von Michael Rudolph und Christoph Muxfeldt

 

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