Zweikampf-Ass in neuer Rolle

Toprak im Gespräch über ein "extremes Jahr" und die Dreier-Kette
Ömer Toprak sorgt für Stabilität in der Werder-Defensive (Foto: nordphoto).
Profis
Donnerstag, 18.02.2021 / 17:35 Uhr

Von Yannik Cischinsky

Das 1:1 im Hinspiel gegen die TSG Hoffenheim dürfte Ömer Toprak nicht wirklich in Erinnerung geblieben sein. Und doch war es für den Innenverteidiger des SV Werder indirekt ein wichtiger Wendepunkt. Es war das letzte Spiel, in dem der 31-Jährige nicht zum Einsatz kam. Seitdem läuft es – auf beeindruckende Art und Weise. „Ich bin froh, wie es ist“, sagt Toprak im Interview mit WERDER.TV. „Es haben nicht viele geglaubt, dass es wieder so wird.“

Von einem innerlichen Triumph oder Genugtuung zu sprechen, wäre zu viel, aber es schwingt Zufriedenheit in Topraks Stimme mit. Schließlich hatten den gebürtigen Ravensburger in der Vorsaison drei langwierige Verletzungen immer wieder zurückgeworfen, in gerade einmal fünf Bundesliga-Spiele konnte er über die komplette Distanz gehen. Im Saisonendspurt fehlte er Werder komplett. „Das letzte Jahr war extrem“, sagt Toprak bei WERDER.TV begleitet von einem innerlichen Kopfschütteln. Er war der Pechvogel 2019/20, seine Ausfälle standen symptomatisch für eine von Verletzungen geprägte Spielzeit. Die ständigen Fragen nach seiner Gesundheit nerven den ruhigen Innenverteidiger daher nicht. „Ist doch klar, dass man nach der Saison lieber einmal mehr fragt. Das ist okay.“

Zweitbester Zweikämpfer der Liga und notenbester Bremer

Ömer Toprak im Zweikampf mit Milot Rashica im Training.
Mit hartem Training kämpfte sich Ömer Toprak zurück (Foto: nordphoto).

Das Vertrauen in den eigenen Körper hat sich Toprak zurückerarbeitet. Mit harten Trainingseinheiten. Das hat sich ausgezahlt. 14 Bundesliga-Partien in Folge stand der 31-Jährige in der Startelf. Im kicker wird Toprak als notenbester Werderaner in dieser Saison geführt. Mit 69,9% gewonnenen Zweikämpfen liegt er laut Opta im Ligavergleich auf Platz 2. Als zentraler Innenverteidiger in der Dreierkette kommt ihm in beide Richtungen eine wichtige Aufgabe zu. Immer wieder ist Toprak in den Spielaufbau des SVW eingebunden, dribbelt an und wagt sich zunehmend mit nach vorne. „Das macht mir sehr viel Spaß. Ich will offensiv spielen“, sagt Toprak, der zum ersten Mal in seiner mit über 250 Bundesliga-Einsätzen langen Karriere in einer Dreierkette spielt.

Für den SC Freiburg, Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund war Toprak zumeist einer von zwei Innenverteidigern im Vierer-Verbund. Bei Werder geht er in seiner neuen Rolle auf – und bleibt doch bescheiden: „Man kann nicht sagen, dass ich dadurch besser spiele. Wir im Mannschaftsverbund spielen einfach besser. Ich kann nur so gut spielen, wie meine Mitspieler.“

Mehr zur Rollenverteilung in der Abwehrreihe, zu seinen Positionen in der Kindheit und zum Duell mit der TSG Hoffenheim verrät er im Interview mit WERDER.TV. Jetzt anschauen! Wer den ehemaligen türkischen Nationalspieler von einer anderen Seite kennenlernen will, kann sich sein "Butter bei die Fische" auf YouTube oder das "FragengeBALLer" auf Instagram anschauen 

 

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