"Dürfen nichts herschenken"

Kevin Möhwald im Mediengespräch zum ersten Training der Woche
Steht nach auskurierter Krankheit wieder zur Verfügung: Kevin Möhwald (Foto: nordphoto).
Profis
Dienstag, 05.01.2021 / 16:19 Uhr

Von Lennard Worobic

Vor dem Union-Spiel kam Kevin Möhwalds krankheitsbedingter Ausfall überraschend. Gegen die Hauptstädter machte sich das Fehlen des 27-Jährigen bemerkbar, hatte er zuletzt doch mit Maximilian Eggestein gut harmoniert und für Stabilität im zentralen Mittelfeld gesorgt. Pünktlich zum Wochenauftakt vor dem nächsten Bundesliga-Spiel bei Bayer Leverkusen konnte „Möh“ wieder am Teamtraining des SV Werde teilnehmenr. „Persönlich kann ich sagen, dass ich auf einem guten Weg bin.“, sagte er im virtuellen Mediengespräch am Dienstag.

Als unfreiwilliger Zuschauer am Samstagnachmittag, musste Möhwald rückblickend ein ernüchterndes Fazit ziehen: „Es war von Anfang an schlecht. Wir haben unseren Plan nicht umgesetzt und waren überhaupt nicht auf dem Platz.“ Dementsprechend nachvollziehbar sei die scharfe Kritik am „Totalversagen“ gegen Union Berlin. Ein Einstellungsproblem weist Kevin Möhwald jedoch entschieden zurück. „Wir haben einfach unsere Leistung nicht gebracht“, bringt der Mittelfeldmann der Grün-Weißen es auf den Punkt und versichert anschließend: „Wir sind alle sauer nach dieser Leistung, da wir eine andere Erwartungshaltung an uns selbst haben.“ Daher müsse nun eine Reaktion gezeigt werden, ein Gradmesser dürfe das Union-Spiel aber nicht sein.

Kevin Möhwald zeigte im Mediengespräch Verständnis für die Kritik zum Union-Spiel (Foto: W.DE).

Denn im bisherigen Saisonverlauf sieht Möhwald trotzdem positive Anhaltspunkte. „Wir sind vorher in jedem Spiel konkurrenzfähig gewesen, waren in keinem Spiel – außer gegen Hertha – chancenlos“, meinte der 27-Jährige, was die Siege gegen Mainz und Hannover vor dem Jahreswechsel bestätigten. „Am Wochenende hatten wir Glück, dass alle direkten Konkurrenten verloren haben“, ordnete er die tabellarische Situation des SV Werder in der Bundesliga ein. „Es war vor der Saison klar, dass es nicht einfach wird“, so Möhwald – was aber nicht bedeute, dass die Werder-Profis mit dem Druck der aktuellen Situation nicht umgehen könnten – denn „Druck ist immer da.“

Kevin Möhwald überzeugte gegen Ende 2020 mit einer steigenden Leistungskurve und will auch im neuen Jahr eine wichtige Rolle in der Mannschaft einnehmen. „Vor allem die Phase vor Weihnachten war eine Art Belastungstest, den ich gut überstanden habe“, zeigte er sich zuversichtlich. Obwohl er nach seiner langen Verletzungspause in der letzten Saison noch nicht bei 100 Prozent angelangt sei, sehe er sich auf einem guten Weg, bald für 90 Minuten Spielzeit in Frage zu kommen. „Ich habe gezeigt, dass ich torgefährlich sein kann, eine hohe Ballsicherheit und ein gutes Passspiel habe. Das will ich einbringen“, sagt Möhwald selbstbewusst. An seiner Dynamik hingegen müsse er noch arbeiten, um der Mannschaft noch besser helfen zu können. Dadurch komme auch die Führungsqualität auf dem Platz zurück: „Ich bin vom Naturell her ein Typ, der auf dem Platz gerne Kommandos gibt. Aber auch was Führungsqualität angeht, bin ich noch nicht da, wo ich hinwill“, gestand Möhwald, fügte aber hinzu: „Ich fühle mich von Spiel zu Spiel besser.“

Gegen Leverkusen wird Kevin Möhwald seiner Mannschaft wohl wieder helfen können (Foto: nordphoto).

Dass Davie Selke und Niclas Füllkrug am Wochenende wieder im Kader standen, stimmt auch Kevin Möhwald optimistisch: „Davie und Fülle sind wichtige Spieler für uns, die Attribute wie Körperlichkeit mitbringen.“ Auch Milot Rashica trainierte heute wieder mit der Mannschaft, die somit fast komplett war. Einzig Kapitän Niklas Moisander setzte aufgrund von Sprunggelenksproblemen aus. Ob Rashica schon gegen Leverkusen zur Verfügung steht, ist aber fraglich. Florian Kohfeldt stellte letzte Woche einen Einsatz für das nächste Heimspiel gegen Augsburg (Sa, 16.01.2021) in Aussicht.

Für die nächste Aufgabe in Leverkusen am Samstag braucht es zweifellos eine Leistungssteigerung – das weiß auch Kevin Möhwald, der sich ebenfalls gegen vermeintlich stärkere Teams etwas ausrechnet. „Es geht einfach darum, in jedem Spiel den Anspruch zu haben, zu punkten – auch wenn es gegen schwierige Gegner geht“, sagte er. Dafür müsse die Mannschaft des SV Werder ihre „100-prozentige Leistungsgrenze erreichen.“ Am Wochenende wird die Nummer 6 des SVW wohl wieder im Werder-Kader stehen und diesen mit seinen Qualitäten verstärken, damit die Grün-Weißen eine bessere Punkteausbeute als am vergangenen Wochenende erreichen. „Jeder trägt das Verlangen in sich, eine Reaktion zu zeigen“, sagte Kevin Möhwald mit Blick auf die Partie am Rhein.

Zum kompletten Mediengespräch

 

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