Fußball muss nicht immer schön sein

Werder vs. Freiburg - Das fiel auf
Woltemade & Co. erkämpften sich in Freiburg einen Punkt (Foto: nordphoto).
Profis
Sonntag, 18.10.2020 / 14:34 Uhr

Von Philipp Burde

Der SV Werder Bremen ringt dem SC Freiburg im Schwarzwald-Stadion einen Punkt ab und bleibt zum dritten Mal in Folge ungeschlagen (zum Spielbericht). In einem offenen Schlagabtausch entschied einmal mehr der Wille über Punktgewinn oder Niederlage. Nach 90 intensiven Minuten nehmen die Grün-Weißen einen weiteren Zähler mit nach Bremen, Füllkrug stellte einmal mehr seinen Riecher in der Ferne unter Beweis und Toprak machte den Comeback-Hattrick perfekt.

1. Mit Wille und Einsatz

Es war das, was man sich unter einem klassischen Kampfspiel vorstellt: Nach dem zurückgenommenen Freiburger Tor zur vermeintlichen 0:2 war Friedl & Co. anzumerken, dass das wohl das letzte Mal am heutigen Tag war, dass der Ball im eigenen Kasten zappelte. Nach dieser Aktion in der 25. Minute legte der SVW einen Schalter um und sorgte nicht nur für den Ausgleich in Person von Niclas Füllkrug, sondern zeigte auch eine erhöhte Präsenz in den Zweikämpfen.

Joshua Sargent war oft in Zweikämpfe verwickelt und behauptete die Bälle (Foto: nordphoto).

Vor allem in der zweiten Halbzeit wollten die Grün-Weißen keinen Zweifel aufkommen lassen, dass sie heute mit mindestens einem Punkt die Heimreise antreten werden. Egal ob Friedl, Sargent oder der eingewechselte Toprak: Jeder Angriffsversuch der Breisgauer endete schlussendlich am Bein eines Werder-Spielers. Dabei bewies das Team von Florian Kohfeldt nicht nur Standhaftigkeit beim Blocken von Freiburger Abschlussaktionen, sondern zeigte sich auch robust im Zweikampf. Allen voran Joshua Sargent, auf dessen Konto 15 von 98 gewonnenen Werder-Zweikämpfen gingen.  

Folge der robusten Spielweise war am Ende nicht nur ein Remis, sondern auch eine zerfahrene zweite Hälfte, die für den Zuschauer wenig Highlights bereithielt. Aber Fußball muss nicht immer schön sein: Am Ende zählt das Ergebnis.

2. Füllkrug feuert in der Ferne

Mit drei Toren gegen den FC Schalke 04 hatte sich Niclas Füllkrug vor drei Wochen eindrucksvoll in der neuen Spielzeit angemeldet und auch gegen den SC Freiburg bewies er einmal mehr seine Abschlussstärke. Nach dem Foul an Leonardo Bittencourt im Freiburger Strafraum schnappte sich Füllkrug den Ball und verwandelte eiskalt in die rechte Ecke. Es war Füllkrugs vierter Saisontreffer – alle erzielte er in der Ferne.

Damit bescherte er seiner Mannschaft nicht nur einen weiteren Punkt, sondern katapultierte sich auch auf Rang drei der Torschützenliste. Nur Bayerns Robert Lewandowski und Hoffenheims Andrej Kramaric haben öfter getroffen.

3. Drei Comebacker für Kohfeldt

Feierte nach langer Leidenszeit sein Comeback in grün und weiß: Ömer Toprak (Foto: nordphoto).

Wären im Schwarzwald-Stadion Zuschauer zugelassen worden, hätte es bei diesen Einwechslungen wohl ordentlich Applaus vom grün-weißen Anhang gegeben. Statt eines Füllkrug-Dreierpacks gab es beim zweiten Auswärtsspiel der Saison nämlich einen Comeback-Hattrick, was Trainer Florian Kohfeldt mindestens genauso viel freute.

Nach einer Knieverletzung und unzähligen Reha-Einheiten kehrte Kevin Möhwald nach über einem Jahr ohne Wettkampfeinsatz auf den Platz zurück. Begleitet wurde er von Milot Rashica, der nach seiner Länderspielreise mit dem Kosovo ebenfalls an einer Knieverletzung litt.

In den Schlussminuten durfte sich dann auch noch Ömer Toprak über die ersten Einsatzminuten in der neuen Spielzeit freuen. Der Innenverteidiger stabilisierte in der Schlussphase die grün-weiße Hintermannschaft, gewann jeden seiner Zweikämpfe und zeigte sich nach dem Spiel sichtlich erleichtert: „Die Zeit mit den Verletzungen war sehr schwer für mich, muss ich sagen. Ich bin einfach froh, wieder auf dem Platz gewesen zu sein“ (zur Extrameldung).

 

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