13 Spiele, 13 Chancen

Florian Kohfeldt über die intensive Leipzig-Vorbereitung
Für Chefcoach Kohfeldt gibt es keinen Grund, mit einem Trainingslager zu warten (Foto: nordphoto).
Profis
Mittwoch, 12.02.2020 / 15:34 Uhr

Von Marcel Kuhnt

Keine Zeit verschwenden, den Fokus weiter schärfen: Die Maxime vor der kommenden Aufgabe der Grün-Weißen bei RB Leipzig ist klar definiert. Und beinhaltet mit der frühzeitigen Abreise des Teams von Cheftrainer Florian Kohfeldt am Mittwoch ins Kurztrainingslager (zur Extrameldung) eine noch intensivere Vorbereitung als sonst. „Wir haben den Zeitpunkt genau abgewogen. Für uns ist es wichtig, dass wir uns ohne jegliche Störfaktoren auf Leipzig vorbereiten können. Zudem wollen wir zeigen, dass es keinen Grund gibt, auf irgendetwas zu warten“, so Florian Kohfeldt auf der Pressekonferenz am Mittwochmittag.

39 Punkte gibt es in der laufenden Bundesliga-Saison noch zu vergeben. Die ersten drei Zähler sollen am Samstag durch einen Erfolg beim Tabellenzweiten auf das Konto des SV Werder wandern. Dass die Elf von Florian Kohfeldt dabei auf einen „Gegner in Top-Form“ trifft, wird nicht verkannt. Dennoch soll die Chance auf Punkte auch gegen die Roten Bullen genutzt werden. „Mit Leipzig und Dortmund warten absolute Spitzenmannschaften auf uns. Doch natürlich wollen wir auch in diesen Spielen punkten. Vor uns liegen 13 Spiele und damit auch 13 Chancen“, so der Cheftrainer.

Klare Handlungsmuster aufzeigen

Neben Frank Baumann wird unter anderem Clemens Fritz in beratender Funktion mitreisen (Foto: nordphoto).

Auch im Duell mit der Nagelsmann-Elf kann es dabei zu Rückschlägen kommen. Doch wie bereits mehrfach betont, ist entscheidend, wie damit umgegangen wird. Dabei werden auch die Gespräche, die in den nächsten Tagen geführt werden, helfen. „Wir werden in den unterschiedlichsten Konstellationen zusammensitzen. Dabei wird es zwei Arten von Gesprächen geben. Neben den Sitzungen in der gesamten Gruppe, werden wir, da zähle ich Frank, meine Co-Trainer und Clemens Fritz, der auf meinen Wunsch mitreist, zu, Einzelgespräche führen“, so Kohfeldt, der ergänzt: „Clemens ist erfahren und kennt solche Situationen. Als aktiver Spieler hat er solche Phasen leider häufig durchmachen müssen. Er soll nochmal eine andere Perspektive in die Gruppe einbringen. Zudem spricht er Dinge klar an, was ich sehr an ihm schätze.“

Eine klare Absprache mit Handlungsmustern soll es auch auf dem Platz geben. Hierbei hilft ein Blick in den Rückspiegel, wie Florian Kohfeldt verrät: „In der letzten Saison waren wir in einer ähnlichen Situation. Wir haben zur Mitte der Hinrunde nach der Pause zu viele Gegentore bekommen. In dieser Phase haben wir es mit Handlungsmustern probiert. Zum Beispiel haben wir mit Beginn der zweiten Halbzeit zwei lange Bälle gespielt, um ins Gegenpressing zu kommen. Auch jetzt arbeiten wir mit Handlungsmustern, die einsetzen, wenn bestimmte Ereignisse passieren. Dass der Grundansatz funktioniert, haben wir bereits gegen Dortmund gesehen.“

 

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