"Fühlt sich wie eine Niederlage an"

Die Stimmen zum Hertha-Spiel
Hatte das 2:0 auf dem Fuß: Milot Rashica (Foto: nordphoto).
Profis
Samstag, 19.10.2019 / 19:25 Uhr

von Philipp Burde und Sophia Ahrens

Gut gespielt, sicher gestanden, aber trotzdem nicht gewonnen: Trotz unzähliger Chancen und einer guten Abwehrleistung holt der SV Werder Bremen gegen Hertha BSC nur einen Punkt. "Wir waren deutlich näher an unserer Art Fußball zu spielen als in Frankfurt. Darum ärgert es mich umso mehr", analysierte Chefcoach Florian Kohfeldt nach der Partie. WERDER.DE hat für euch die Stimmen nach dem Spiel gesammelt:

Über den Spielverlauf:

Florian Kohfeldt: Es fühlt sich wie eine Niederlage an. So wie das Spiel läuft, musst du es gewinnen. Das tröstet mich heute nicht, aber fußballerisch war das heute einer der besten Saisonleistungen. Wir haben uns viele Chancen herausgespielt und guten Kombinationsfußball gezeigt. Wir waren deutlich näher an unserer Art Fußball zu spielen als in Frankfurt. Darum ärgert es mich umso mehr. Milot hat heute ein sehr gutes Spiel gezeigt. Die Chancen stimmen mich optimistisch, denn die gehen irgendwann rein. Wir wollen mehr. Wir wollen angreifen und müssen das konsequent zu Ende bringen. Wir haben die Mittel dafür.

Marco Friedl: Ich denke schon, dass wir über 90 Minuten die bessere Mannschaft waren, aber einen 1:0 Rückstand kann man schnell einholen. Wir müssen die Chancen machen und den Gegner frühzeitig stoppen. Viele Spieler hatten einige Chancen. Auch mein letzter Schuss muss besser kommen. Am Ende schauen wir dumm aus der Wäsche.  Da spiele ich lieber schlecht und hole drei Punkte, als 90 Minuten gut und am Ende nur 1:1.

Christian Groß: Es war ein Spiel auf Augenhöhe in denen beide Mannschaften gute Phasen hatten. Wir haben eine gute Balance gefunden und die Partie bestimmt, aber nicht über die ganze Spielzeit. Durch die Möglichkeiten hätten wir das Spiel gewinnen können, aber das Gegentor haben wir nicht gut verhindert. Am Ende ist es wohl ein gerechtes Ergebnis.

Maximilian Eggestein: Man muss immer abwägen, ob man bei so einem Ergebnis ins Risiko geht oder nicht. Beim Gegentor hatten wir dann wohl nicht die richtige Balance. Es war schwierig die Mitte zu finden. Du willst ja auf das zweite Tor gehen, brauchst aber auch die richtige Absicherung. Anfang der zweiten Hälfte hätten wir das Tor machen müssen, aber da hat uns ein Stück die Entschlossenheit gefehlt.

Jojo Eggestein: Wir haben es verpasst das 2:0 zu machen. Nach der Führung waren wir weiterhin die bessere Mannschaft bis Lukebakio mit einer sehr guten Aktion den Ausgleich macht.

Sargent bejubelt mit Friedl die Führung (Foto: nordphoto)

Davy Klaassen: Das muss ein Heimsieg sein. Wir haben es in der ersten Halbzeit ganz gut gemacht und uns auch in der zweiten Hälfte einige Möglichkeiten erspielt. Plötzlich kommt dieses Gegentor aus dem nichts. Das ist enttäuschend. 

Josh Sargent: Wir hatten so viele Chancen um das Spiel zu gewinnen, aber wir haben es einfach nicht hinbekommen. Das nervt, aber macht uns noch hungriger auf Siege. 

Leo Bittencourt: Wir haben mehr für den Sieg getan als Berlin, die gar nichts investiert haben. Somit schenken wir denen einen Punkt. Wir haben uns das Leben selber schwer gemacht. Drei Punkte wären verdient gewesen. So treten wir auf der Stelle. Ich bin echt enttäuscht und auch sauer!

Über Sargents Auftritt:

Das Werder-Team feiert das 1:0 (Foto: nordphoto).

Florian Kohfeldt: Man hat es ihm schon angemerkt. Ab der 60. Minute war er tot, dass geht in die Beine. Für so einen jungen Spieler ist es aber auch nicht einfach. So Leute wie Claudio sind das gewöhnt, die merken irgendwann gar nicht mehr, ob sie im Flieger schlafen oder woanders. Aber ich bin froh, dass er die Spielzeit jetzt bekommt. Josh hat eine Entwicklung hingelegt und hat heute gezeigt, was er für ein guter Stürmer werden kann.

Maximilian Eggestein: Ich weiß nicht, wie dieses Prinzip funktioniert, das die da bei Josh gemacht haben. Aber es scheint auf jeden Fall geholfen zu haben.

Davy Klaassen: Das Tor von Josh war ein super Angriff, trotz seiner Länderspielreise.

Josh Sargent: Es war für mich eine lange Woche, ich hatte drei Spiele. Aber ich bin wieder im normalen Rhythmus. Wir hatten heute so viele Chancen das Spiel zu gewinnen, aber haben es nicht hinbekommen. Das nervt. Im nächsten Spiel wollen wir besser abschließen.

Über die letzten Wochen:

Kohfeldt sah eine gute Leistung ohne Happy-End (Foto: nordphoto).

Florian Kohfeldt: Der Weg stimmt, dass muss man sich immer wieder in den Kopf rufen. Grundsätzlich bin ich aber einfach enttäuscht von dem Ergebnis. Es war definitv das beste Spiel der letzten Wochen. In Frankfurt war ich fußballerisch sehr unzufrieden. Heute haben wir Mittel gezeigt, um Spiele zu gewinnen. Diese Mittel müssen wir jetzt weiterentwickeln. 

Maximilian Eggestein: Wenn man sieht, wie wir in Frankfurt gespielt haben und wie wir heute gespielt haben, war das heute deutlich verbessert. 

Leo Bittencourt: Natürlich sind wir jetzt drei Spiele ungeschlagen, aber niemand ist mit drei Unentschieden zufrieden. Wir wollten heute unbedingt gewinnen. Jetzt müssen wir weiterarbeiten und nächste Woche im schweren Auswärtsspiel wieder angreifen. 

 

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