Pizarro: "Das geht auf unsere Kappe"

Claudio Pizarro sieht die Schuld an der Mainz-Pleite beim Team (Foto: nordphoto).
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Mittwoch, 18.12.2019 / 13:34 Uhr

Von Yannik Cischinsky

779 Pflichtspiele hat Claudio Pizarro laut der Datenbank transfermarkt.de in seiner Karriere absolviert. Mit Sicherheit sind es noch einige mehr, auch aus seiner Zeit als Nachwuchskicker in Peru. Und doch war es für den erfahrenen Stürmer schwer, am Tag nach dem bitteren 0:5 im Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 die richtigen Worte zu finden. Er versuchte es trotzdem. „Ich war in meiner Karriere schon in vielen schwierigen Situation. Ich weiß, dass die Wende nur gelingt, wenn man die Situation genau analysiert, die Fehler korrigiert und noch mehr arbeitet als zuvor“, so Pizarro.

Gut 20 Minuten wirkte der Routinier am Dienstagabend mit, traf sogar, doch sein Tor wurde aufgrund eines Handspiels aberkannt. Doch darüber will er nicht zu viele Worte verlieren. „Es gibt sehr viele Aspekte, die wir nicht gut umgesetzt haben“, sagt Pizarro am Tag danach. Vor dem Heimspiel sei viel gesprochen worden, nicht nur vom Trainer, sondern auch unter den Spielern. Nach dem Anstoß sei davon trotz guter Ausgangslage vor heimischem Publikum so gut wie nichts zu sehen gewesen, konstatiert der 41-Jährige. „Es ist schwer, diese Niederlage und die Spielweise zu ertragen“, wird er deutlich.

Die Schuld dafür sieht Pizarro in erster Linie bei der Mannschaft. Den Cheftrainer Florian Kohfeldt habe das Team „ganz klar“ im Stich gelassen: „Wir als Mannschaft haben uns schlecht präsentiert, wir haben nicht unseren Job gemacht. Das geht auf unsere Kappe. Wir haben die Pflicht, zu zeigen, das wir es besser können.“ Pizarro macht – auch mit Blick auf die Stimmung im wohninvest WESERSTADION – schonungslos klar: „Das war eine sehr große Enttäuschung für alle, die Werder lieben. Keiner konnte fassen, wie das passiert ist. Es tut mir wirklich leid für die Fans. Sie sind immer da und unterstützen uns. Was wir geliefert haben, war eine Schande.“

In nur drei Tagen haben die Grün-Weißen beim Auswärtsspiel in Köln die Chance auf eine kleine Wiedergutmachung. Bei Pizarros Ex-Klub und Aufsteiger geht es nicht nur darum, enorm wichtige Zähler im Abstiegskampf gegen einen weiteren direkten Konkurrenten zu holen, sondern auch ein Zeichen für Werder-Coach Florian Kohfeldt zu setzen. „Wir sind alle bei ihm. Das ist ganz klar. Wir spielen für ihn, für uns, für den Verein, für alles, was uns wichtig ist – gegen Mainz hat man das aber leider nicht gesehen.“

 

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