Coaching mit Abstand

Florian Kohfeldt über seine Rolle an der Seitenlinie
Florian Kohfeldt möchte auch während der Geisterspiele an der Seitenlinie engagiert zu Werke gehen (Foto: nordphoto).
Profis
Samstag, 09.05.2020 / 10:00 Uhr

Von Mirko Vopalensky

Eine Umarmung nach dem Sieg, eine tröstende Hand auf der Schulter, das Abklatschen nach erfolgreichem Absolvieren einer Übung. Für Florian Kohfeldt gehört das dazu. "Körperliche Nähe ist im Normalfall durchaus ein Teil meines Coachings", sagt Werders Cheftrainer angesprochen auf die nun zu beachtenden Abstandsregelungen. "Aber ich werde versuchen, unnötigen Körperkontakt zu vermeiden - auf dem Platz und neben dem Platz sowieso." Denn natürlich haben die Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus auch auf das Verhalten an der Seitenlinie einen Einfluss.

Er nehme als Coach "schon ganz gerne mal jemanden in den Arm. Gerade die jungen, aber auch die alten Spieler", sagt Kohfeldt. Doch davon ist momentan abzusehen. Schließlich werden die Bestimmungen beim SV Werder Bremen sehr ernst genommen. So gelten für die Spieler und den Staff strikte individuelle Zeiten, wenn es um die Ankunft zum Training geht. Auf die Minute genau sind die Zeiten getaktet. Kontakte sollen vermieden werden. Zudem herrschen räumliche Trennungen und Einlasskontrollen. "Kein Spieler kommt in die Kabine, ohne, dass Fieber gemessen wurde. Die Umsetzung der Regeln ist bei uns sehr gewissenhaft", betont Werders Cheftrainer, der es als "großes Privileg" bezeichnet, nun wieder den Sport ausüben zu dürfen und deshalb auf die Vorbildfunktion des Fußballs verweist.

Auch in der Kabine der Werder-Profis wird über die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen gesprochen. "Natürlich ist es ein Thema bei den Spielern. Keiner denkt, es ist heile Welt", betont Florian Kohfeldt. Und dennoch: "Wenn wir gegen Leverkusen spielen, darf es für die 90 Minuten kein Thema sein." Er selbst werde trotz der zu beachtenden Abstandsregelungen versuchen, genauso engagiert wie gewohnt zu coachen.

Dabei wird er an der Seitenlinie eine Atemschutzmaske tragen müssen, an die er allerdings bereits gewöhnt sein dürfte: "Ich trage bei jeder Besprechung eine Maske." Um seine Spieler akustisch zu erreichen, darf er diese abnehmen. Wer nun denkt, dass die Bundesligatrainer in den leeren Stadien anders als in der Normalität jeden Spieler auf dem Platz erreichen können, der irrt. "Das ist eine Illusion. Wir haben es getestet. Das leere Stadion schallt". Zumindest in dieser Hinsicht bleibt für Florian Kohfeldt also alles beim Alten.

 

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