Kritisch. Gezielt. Gemeinsam.

Analyse der sportlichen Situation
Florian Kohfeldt und Frank Baumann wollen gemeinsam aus der Krise (Foto: nordphoto).
Profis
Sonntag, 22.12.2019 / 09:14 Uhr

Von Yannik Cischinsky und Philipp Burde

Unter dem Strich stehen nach 17 Spielen schmerzhafte 14 Punkte. Hinter dem SV Werder liegt die schlechteste Hinrunde der Vereinsgeschichte. „Das tut scheiße weh“, gab auch Cheftrainer Florian Kohfeldt nach der 0:1-Niederlage in Köln unumwunden zu. Werder ist im Abstiegskampf angekommen, könnte zum Ende der Halbserie am Sonntag sogar auf einen direkten Abstiegsplatz rutschen. Die Verantwortlichen der Grün-Weißen machten auch deshalb nach dem Schlusspfiff in Köln deutlich: Jetzt gilt es, kritisch zu analysieren, Fehler ausfindig zu machen und mit einigen Feiertagen Abstand in eine fokussierte Rückrundenvorbereitung zu starten.

Marco Bode, Vorsitzender des Aufsichtsrats, unterstrich am Samstagabend: „Natürlich machen wir uns Gedanken um die Situation, die sich mit der heutigen Niederlage noch einmal verschärft hat. Wir sind enttäuscht und verärgert. Jetzt gilt es, den Abstieg gemeinsam zu verhindern.“ Vor den Journalisten im Kölner RheinEnergieSTADION machte Bode vor allem deutlich, dass es vollstes Vertrauen in die sportliche Leitung des SV Werder gäbe. „Wir sind davon überzeugt, dass Florian und Frank uns da wieder herausholen. Und: Jeder im Verein muss jetzt in seiner Rolle Verantwortung und Bereitschaft übernehmen, es darf kein Egoismus durchkommen. Wir werden den Zusammenhalt alle gemeinsam leben. Wir haben in den vergangenen Jahren auch schon kritische Situationen durchlebt und durchgestanden“, so Bode.

Marco Bode und Florian Kohfeldt analysieren nun gemeinsam die sportliche Situation (Foto: nordphoto).

In enger Abstimmung werden Frank Baumann und Florian Kohfeldt auch über die Feiertage die Ursachen für die statistisch gesehen schlechteste Hinrunde des SVW in der Bundesliga aufarbeiten. Weihnachten fällt nicht aus, aber die Zeit bis zum Vorbereitungsstart wird arbeitsintensiv. „Wir müssen in der Analyse auch das große Ganze sehen“, sagt Baumann und führt konkret aus: „Wir haben im Sommer einiges verändert, um besser zu werden, auch das müssen wir hinterfragen. Wir sind vielleicht im Körperlichen zu sehr in den kritischen Bereich gegangen und hatten immer wieder Verletzungen, die uns maßgeblich geschwächt haben.“

Die Verantwortlichen machten klar, was in der Rückrunde auf alle zukommt: harte Arbeit im Abstiegskampf. Ob zum Start ins neue Jahr auch neue Spieler zum SV Werder stoßen, ließ Frank Baumann offen. „Es ist unsere Pflicht und Verantwortung, zu handeln, wenn es einen sinnvollen Transfer geben kann – auch trotz eingeschränkter Möglichkeiten“, so der Geschäftsführer Fußball. Den Vorwurf, der Kader sei insbesondere mit Blick auf die Physis nicht stark genug aufgestellt gewesen, ließ Florian Kohfeldt unterdessen nicht so stehen: „Wir haben uns genau in diesem Bereich im Sommer verstärkt, nur sind die Spieler sehr schnell verletzt ausgefallen.“

Wie in Köln so erging es den Grün-Weißen fast die gesamte Spielzeit. Fielen in der Domstadt mit Milos Veljkovic, Ludwig Augustinsson und Philipp Bargfrede drei Säulen innerhalb kürzester Zeit aus, waren es im Saisonverlauf über zwanzig schwerwiegende Verletzungen, mit denen das Team zu kämpfen hatte. „Es ist so ziemlich alles schiefgelaufen, was schieflaufen konnte“, konstatierte Kohfeldt, der aber zugleich ganz eindeutig Stellung bezog: „Wir werden das wieder hinbekommen. Ich glaube an die Mannschaft, ich glaube an unsere Arbeit und den Zusammenhalt. Wir werden nicht absteigen.“

Eine Einstellung, die Frank Baumann uneingeschränkt teilt: „Ich habe volles Vertrauen in den Trainer. Er arbeitet sehr akribisch, er händelt die Situation gut und ich bin überzeugt, dass wir mit ihm den Klassenerhalt schaffen.“ Nach den Weihnachtsfeiertagen beginnt diese Mission.

 

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