"Wir wollen nach Europa"

Internationaler Wettbewerb als Saisonziel

Florian Kohfeldt möchte mit Werder in diesem Jahr die internationalen Plätze angreifen (Foto: nordphoto).
Profis
Donnerstag, 23.08.2018 // 15:13 Uhr

Von Yannik Cischinsky

Nur wer sich ambitionierte Ziele steckt, kann viel erreichen. Ganz im Sinne dieses Credos hat sich der SV Werder für die kommende Spielzeit vorgenommen, den internationalen Wettbewerb zu erreichen. „Wir wollen nach Europa. Das ist unser Saisonziel“, erklärte Frank Baumann vor dem Start in die Bundesliga-Saison 2018/19. „Wenngleich es ein sehr ambitioniertes Saisonziel ist, ist es kein komplett unrealistisches Ziel. In dem Satz ‚Wir wollen nach Europa‘ steckt vor allem der Wille drin, nicht aber ein Muss“, so der Geschäftsführer Fußball weiter.

Dem Cheftrainer Florian Kohfeldt war es wichtig, nach mehreren Spielzeiten, in denen es vornehmlich darum ging, den Abstieg aus der Liga zu verhindern, wieder ein internes Erreichungsziel und kein reines Vermeidungsziel zu formulieren. Auch deshalb pflichtete er Frank Baumann auf der offiziellen Pressekonferenz am Donnerstag bei: „Es ist für alle schöner nach etwas zu streben, als etwas zu verwalten.“ Für den Werder-Coach ist die ehrgeizige Zielsetzung, sich den Wunsch vom internationalen Geschäft immer wieder vor Augen zu halten, fortwährende Motivation bis zum letzten Spieltag.

Weiß, wie sich der Europapokal anfühlt: Frank Baumann (Foto: nordphoto).

„Wir wissen, dass wir eine konstante Leistung über die gesamte Saison brauchen, um es nach Europa zu schaffen“, weiß Philipp Bargfrede. Er plädiert dennoch dafür. „Ich glaube, dass man hohe Ziele benötigt, um sie erreichen zu können.“ Aus dem Spielerkreis selbst ist der Wunsch, es nach Europa zu schaffen, immer wieder formuliert worden. Gleichzeitig herrscht die Überzeugung, es packen zu können. „Wir sind in der Lage dazu“, sagt Bargfrede. „Wir haben die Qualität“, sagt Kohfeldt und fügt hinzu: „Wenn wir Luftschlösser bauen würden, wäre es gefährlich, weil wir zwangsläufig auf etwas zulaufen, was wir nicht erreichen können. Aber wir schätzen die Situation realistisch ein.“

Dass es trotz alledem ein überaus ehrgeiziges, ambitioniertes und hart zu erreichendes Saisonziel ist, ist allen Beteiligten klar. „Im Normalfall gibt es sechs, sieben Mannschaften, die über mehr Möglichkeiten und Budget verfügen und diese Plätze unter sich ausmachen“, weiß Frank Baumann. Der Ex-Profi, der mit Werder fünf Jahre in der Champions League spielte, sagt aber auch ganz bewusst: „Wir wollen da sein, wenn einer schwächelt.“