Wagen un winnen

Ehrgeizige Haltung, mutiges Auftreten - das fordert Florian Kohfeldt für die neue Saison (Foto: nordphoto).
Profis
Montag, 02.07.2018 // 17:51 Uhr

Wagen und winnen! Ob auf Platt, Deutsch oder Englisch, die Botschaft wird unmissverständlich klar: Werder wagt es, Werder will mutig sein, Werder will gewinnen. #WeDare. In jahrhundertealter Tradition ziehen Kaufleute der Freien Hansestadt mit diesem Credo in die Welt. Mit dem Mut, ins Risiko zu gehen. Auch mit dem Mut, Neues zu wagen. Beim SV Werder hat diese Prämisse des „Wagens und (Ge)winnens“ seit dem Gründungsjahr 1899 Bestand. Für die Saison 2018/19 gilt sie mehr denn je.

„Wir möchten diese Haltung als Verein dokumentieren und mit ihr losmarschieren. In jeder Situation, an jedem Tag“, sagt Frank Baumann zum Vorbereitungsstart am Montagmittag. Mit Florian Kohfeldt sitzt ein Cheftrainer neben ihm, der diese Grundhaltung der Mannschaft vom ersten Moment an eingeimpft hat. Unter ihm haben die Grün-Weißen kein Heimspiel verloren. Auch ohne Pathos: Das Weser-Stadion ist wieder eine Festung. Wie wichtig das sein kann, hat die vergangene Rückrunde gezeigt. Unter Kohfeldt hat der SVW den Siegeswillen zurückgefunden.

Florian Kohfeldt unterstrich auf der Auftakt-PK die eigenen Ansprüche (Foto: nordphoto).

Neu beweisen müssen sich die Werderaner dennoch. Ohne Frage. In jeder Situation, an jedem Tag gilt hierbei in besonderer Weise. Den Slogan #WeDare füllt Cheftrainer Kohfeldt mit Leben, mit einem klaren Anspruch und mit Zielen. „Wir sollten uns trauen, nicht zu klein zu denken“, erklärt Kohfeldt. „Mut heißt, dass wir eine Gruppe sind, die sich traut, an etwas ranzugehen, wo andere Vorsicht walten lassen.“ In verschiedenen Bereichen ist das bereits gelungen, während der Vorbereitung geht die sportliche Leitung weitere Aufgabenfelder an. „Im Bereich Kognition und Ernährung haben wir bereits investiert. Wir haben uns getraut, keine klassische Vorbereitung zu wählen“, führt Kohfeldt aus (siehe Extrameldung).

Auf dem Feld soll der Mut in einer offensiven Spielidee münden. Kohfeldt will das Kombinationsspiel weiter verbessern, um ein kontrolliertes Risiko eingehen zu können, das eigene Spiel soll vielfältiger werden.Trotz starker Werte soll das Profil im konditionellen Bereich weiter geschärft werden. Der Schwerpunkt liegt auf intensiven Läufen. Defensiv will er das Verteidigen in der Ordnung weiterentwickeln.

Kohfeldt versprüht das Selbstbewusstsein, das er von seinen Spielern erwartet. Mut bedeutet für ihn, sich zu entwickeln, konkrete Projekte anzugehen, sie umzusetzen – und auch zu scheitern. „Das gehört auch dazu“, vor allem, wenn die Erwartungen "maximal hoch sein“ dürfen, wie Kohfeldt im selben Atemzug unterstreicht. Klar ist: Zwischen wagen, sich zu trauen, und gewinnen "liegt jede Menge Arbeit".