Rhythmus behalten, Tore machen und Scheu verlieren

Der Vorbericht zum Meppen-Test

Claudio Pizarro und Co. testen am morgigen Samstag gegen den SV Meppen (Foto: nordphoto).
Profis
Freitag, 07.09.2018 // 17:22 Uhr

Von Max Brosta

Neun Tage hat der SV Werder noch vor der Brust, ehe es am dritten Spieltag der Bundesliga am Sonntag, 16.09.2018, um 15.30 Uhr gegen den 1. FC Nürnberg geht. Neun Tage Zeit, die die Mannen vom Osterdeich intensiv nutzen wollen. Am morgigen Samstag, 08.09.2018, treffen die Grün-Weißen auf den SV Meppen. Anstoß der Partie, die im pk-Sportpark in Cloppenburg stattfindet, ist um 15 Uhr (ab 14.45 Uhr live auf WERDER.TV und im betway Live-Ticker auf WERDER.DE). Dabei setzt Cheftrainer Florian Kohfeldt auf die Mischung aus Erfahrung und Jugend. Denn neben Profis wie Claudio Pizarro und Co.  werden auch Spieler aus Werders U 19 im Kader stehen.

Florian Kohfeldt zur Partie: Während so manch Werder-Fan so gar keine Lust auf die Länderspielpause hat, ist diese für Florian Kohfeldt und seine Mannschaft eine passende Gelegenheit. „Es ist eine wichtige Pause für uns, weil wir so auch mal ein bisschen dosieren können“, erklärt der Cheftrainer der Grün-Weißen. Einige Werderaner, die in den vergangenen Wochen viel gespielt haben, konnten unter der Woche geschont werden - so beispielsweise Niklas Moisander, der in den bisherigen drei Pflichtspielen noch keine einzige Minute verpasste. Das Spiel am morgigen Samstag bietet zudem die Möglichkeit, im normalen Alltag zu bleiben. „Claudio Pizarro wird im normalen Rhythmus bleiben und erst am Samstag wieder spielen“, so Kohfeldt. Daher macht Werders Cheftrainer deutlich: „Die Pause kommt uns nicht ungelegen, um im Testspiel gegen Meppen den letzten Feinschliff anzugehen.“

Florian Kohfeldt setzt gegen Meppen auf die Mischung aus U 19 und Profis (Foto: nordphoto).

Florian Kohfeldt zum Personal: Der Profi-Kader, der dem Cheftrainer gegen den SV Meppen zur Verfügung stehen wird, ist deutlich geschrumpft. Schließlich befinden sich nach der frühzeitigen Abreise von Johannes Eggestein (siehe Extrameldung in den Kurzpässen) acht Werderaner mit ihren Nationalmannschaften auf Länderspielreise. Schon gegen den FC Emmen am Dienstag füllte der Werder-Coach sein Team mit Spielern aus der U 23 auf. Da das Team von Trainer Sven Hübscher am Samstag selbst gegen den SSV Jeddeloh II im Einsatz ist (08.09.2018, 14 Uhr, Stadion Platz 11), vertraut Kohfeldt der noch jüngeren Generation. „Wir werden am Samstag mit einer Mischung der U 19 spielen“, erklärt Kohfeldt. „Es ist immer wichtig, dass die jüngeren Spieler die Scheu verlieren, mit einem Davy Klaassen, Yuya Osako oder Max Kruse zusammenzuspielen“, so der Coach der Grün-Weißen weiter.

Ein Stück Werder: Im Kader des SV Meppen weht seit dieser Transferperiode ein Hauch von Werder. Die Emsländer liehen Julian von Haacke von Darmstadt 98 aus. Julian, wer? Richtig, Julian von Haacke. Der gebürtige Bremer stand in diesem Sommer auch in mehreren Trainingseinheiten am Osterdeich bei Werders U 23 auf dem Platz. Zuvor stellten die Hessen den 24-Jährigen vom Trainingsbetrieb frei. „Julian hat bei uns angefragt, ob er sich bei der U 23 fit halten kann“, erklärte der Sportliche Leiter der U 23, Björn Schierenbeck, Anfang Juli (siehe Extrameldung). Und Ex-Werderanern hilft man beim SVW natürlich gerne. Schließlich kickte der zentrale Mittelfeldspieler insgesamt zehn Jahre in der Hansestadt, durchlief mehrere Jugendmannschaften und absolvierte 63 Partien für Werders U 23. Über die Stationen bei NEC Nijmegen und Darmstadt landete von Haacke schließlich beim SV Meppen.

Philipp Bargfrede und Co. testeten vergangenen Herbst bereits gegen Meppen (Foto: nordphoto).

Ein wahres Torfestival: Das letzte Testspiel gegen den Verein aus der knapp 35.000 großen Stadt im Emsland war ein echter Leckerbissen für jeden Fußball-Fan. Die Zuschauer in der Hänsch-Arena sahen insgesamt sechs Treffer - drei auf beiden Seiten. Beim 3:3 (zum Spielbericht) in der herbstlichen Länderspielpause im Oktober vergangenen Jahres ging Meppen erst in Führung, ehe Aron Johannsson nur zwei Minuten später den Ausgleich für die Grün-Weißen erzielen konnte. Ousman Manneh sorgte dann noch vor der Pause für die Werderaner Führung. Doch das Spiel ging hin und her. Der SV Meppen ließ die Köpfe nicht hängen und drehte die Partie. Aber auch der Klub aus der Hansestadt bewies Herz und setzte durch den in diesem Sommer zum SC Freiburg gewechselten Jerome Gondorf den Schlusspunkt in einem besonders torreichen und interessantem Testspiel.

Sechs Spiele, wenig Ertrag: Nachdem die Blau-Weißen die vergangene Saison in der dritten Liga als Aufsteiger mit 58 Punkten stark auf dem siebten Tabellenplatz beendeten, startete die Mannschaft von Trainer Christian Neidhart nur mäßig in die neue Spielzeit. Nach sechs Partien stehen drei Niederlagen, zwei Remis und nur ein Sieg auf dem Konto der Meppener. Somit liegt der SVM mit fünf Punkten auf dem 17. Rang. Am kommenden Wochenende kommt es bereits zum ersten Kellerduell der Saison. Dann muss Meppen auswärts gegen den auf dem 18. Platz liegenden SV Wehen Wiesbaden ran.

Das ganze Paket: Die Begegnung der Grün-Weißen zeigt WERDER.TV live (auch im Tagesabo für nur 0,99 Euro verfügbar). Eine ausführliche Zusammenfassung gibt es im Anschluss ebenfalls auf WERDER.TV. Zudem berichtet das Content-Team des SV Werder aus Cloppenburg  -  sowohl mit dem betway Live-Ticker, der auch in der App verfügbar ist, als auch über die Social-Media-Kanäle der Grün-Weißen verpasst ihr keine Höhepunkte des Testspiels.

Jetzt das Tagesabo von WERDER.TV sichern!