Veredlung am Neckar

Vorbericht zum Stuttgart-Spiel

Milos Veljkovic und Co. wollen den dritten Sieg im dritten Spiel in der Englischen Woche holen (Foto: nordphoto).
Profis
Donnerstag, 27.09.2018 // 17:11 Uhr

Zusammengestellt von WERDER.DE und Opta

Mit elf Punkten nach fünf Partien ist der SV Werder so gut wie seit sieben Jahren nicht mehr in die neue Bundesliga-Saison gestartet. „Wir können überall gewinnen“, macht Frank Baumann deutlich. Das macht Eindruck, auch bei den Kontrahenten. „Wichtig ist, dass wir den Glauben daran haben, schwer schlagbar zu sein. Wir zeigen dem Gegner damit, dass es schwierig ist, gegen Werder was zu holen“, erläutert Werders Geschäftsführer Fußball. Dieses Selbstverständnis wollen die Grün-Weißen auch am kommenden Samstag, 29.09.2018, in der Mercedes-Benz Arena an den Tag legen. Wenn ab 15.30 Uhr (ab 15.15 Uhr im betway Live-Ticker auf WERDER.DE) gegen den VfB Stuttgart der Ball rollt, will der SVW nicht nur das Punktekonto um drei weitere Zähler erweitern, sondern auch die 'Englische Woche' nach den zwei Siegen gegen Augsburg und Hertha in der baden-württembergischen Landeshauptstadt mit einem Auswärtssdreier veredeln.

Die letzten Duelle: Heimsieg! Wie in jedem Spiel unter Cheftrainer Florian Kohfeldt blieb der SV Werder auch am 14. Spieltag der vergangenen Saison in der Festung an der Weser ungeschlagen. Noch besser: Werder holte gegen den VfB den zweiten Heimerfolg in Serie. Mit 1:0 entschieden die Grün-Weißen die Partie für sich (zum Spielbericht). Nach Vorlage von Fin Bartels war es Max Kruse, der kurz vor dem Seitenwechsel den Treffer des Tages erzielte. Keine gute Erinnerungen haben die Grün-Weißen dagegen an das Rückspiel am 31. Spieltag am Neckar. Mit 0:2 musste sich die Kohfeldt-Elf in einem umkämpften Spiel geschlagen geben (zum Spielbericht). Während Christian Gentner die Stuttgarter in der ersten Hälfte per Kopf in Führung brachte, verpasste Berkay Ozcan den Grün-Weißen in der Nachspielzeit den entscheidenden K.o.-Treffer, der die Niederlage der Werderaner besiegelte.

Florian Kohfeldt erwartet ein schwieriges Spiel gegen den VfB Stuttgart (Foto: nordphoto).

Der Cheftrainer zur Partie: Die Vorzeichen könnten gegensätzlicher kaum sein. Werder ist ungeschlagen in die Saison gestartet, Stuttgart hat dagegen noch kein Spiel gewonnen. In der Vorbereitung auf die Partie spiele der mäßige Saisonstart der Schwaben jedoch keine große Rolle, meint Kohfeldt. „Wir gehen davon aus, dass sie ihre beste Leistung auf den Platz bringen. Letztes Jahr waren sie noch sehr darauf bedacht, kompakt zu stehen und die Räume zu schließen. In dieser Saison sind sie eher offensiv ausgerichtet“, weiß der Cheftrainer der Grün-Weißen. Stuttgart habe ein Team „mit hochkarätigen Spielern in allen Mannschaftsteilen“. Benjamin Pavard, Santiago Ascacibar und Mario Gomez sind nur einige Namen, die in der Analyse Erwähnung beim Werder-Coach fanden. „Trotzdem ist es unser Anspruch, nach Stuttgart zu fahren und unser Spiel durchzuziehen“, fordert Kohfeldt und ergänzt: „Wir wollen den Ball haben, Dominanz auf den Platz bringen und Torchancen kreieren.“ Eine gute Ausgangsbasis haben sich die Grün-Weißen dafür in den vergangenen Begegnungen eindrucksvoll erspielt. „Die Partien haben gezeigt, zu was wir in der Lage sind“, betont der Cheftrainer.

Zum Personal: Samstag, Dienstag, Samstag. Das Program und die Belastung in der 'Englischen Woche' sind hoch. Dennoch stehen dem Cheftrainer alle Spieler für die Auswärtspartie zur Verfügung. „Wir haben keinerlei Blessuren aus dem letzten Spiel mitgenommen. Alle Akteure, die uns schon gegen Hertha zur Verfügung standen, werden trainieren“, erklärt Florian Kohfeldt. Auch Nuri Sahin, der im Spiel unter der Woche einen Pferdekuss abbekommen hatte, und Theodor Gebre Selassie (Schlag auf den Fuß), sind fit (siehe Extrameldung).

Ausgeglichener geht’s kaum: Die Duelle zwischen den Grün-Weißen und den Schwaben sind stets von hoher Spannung geprägt. Wer gewinnt, ist schwer zu sagen. Die Statistik spricht Bände: 102 Mal trafen beiden Klubs bisher in der Bundesliga aufeinander. 35 Partien entschied der VfB für sich, 35 Mal ging der SV Werder als Sieger vom Platz, 32 Begegnungen endeten mit einem Unentschieden. Bei den erzielten Toren haben die Mannen aus der Hansestadt die Nase vorn: 176 Mal klingelte es im Kasten der Stuttgarter, übrigens Werders Höchstwert in der Bundesliga. Während Werder einerseits nur zwei der letzten zehn Spiele gegen den VfB verlor, konnten die Grün-Weißen andererseits in der Mercedes-Benz Arena lediglich eine der letzten sieben Partien gewinnen – Nachholbedarf!

Der VfB will den ersten Saisonsieg, Nuri Sahin und Co. haben etwas dagegen (Foto: nordphoto).

Stuttgarter Talfahrt: Während der SV Werder vom oberen Ende der Tabelle grüßt, befindet sich der VfB Stuttgart auf dem 17. Rang - ganz tief drin im Tabellenkeller. Bislang kommen die Schwaben nach einer starken Rückrunde in der vergangenen Saison nicht richtig in Tritt. Gewonnen hat die Elf von Trainer Tayfun Korkut noch nicht. Nach den ersten fünf Spieltagen stehen lediglich zwei Remis und drei Niederlagen zu Buche. Länger als fünf sieglose Spiele am Stück erlebte der VfB innerhalb einer Bundesliga-Spielzeit letztmals zum Ende der Saison 2015/2016 – der Abstiegssaison der Stuttgarter. Zudem haben die Schwaben zum Saisonstart sowohl mit Defensiv- als auch Offensivproblemen zu kämpfen. Während die Korkut-Elf beim 3:3 gegen den SC Freiburg die einzigen Saisontore erzielte und in den restlichen vier Partien gänzlich ohne eigenen Treffer blieb, klingelte es hingegen neunmal im Kasten von Keeper Ron-Robert Zieler.

Der Schiedsrichter: Referee der Partie ist Tobias Welz. Ihm wird assistiert von Rafael Foltyn und Dr. Martin Thomsen. Vierter Offizieller ist Christian Gittelmann. Als Video-Assistenten fungieren Tobias Stieler und Dr. Matthias Jöllenbeck.

Das ganze Paket: Für alle Grün-Weißen auf Ballhöhe! Ab 15.15 Uhr berichtet WERDER.DE mit dem betway Live-Ticker live aus Stuttgart! Sky zeigt das Auswärtsspiel der Grün-Weißen sowohl live in der Konferenz als auch im Einzelspiel. Zudem können alle Abonennten die Partie unmittelbar nach Spielende re-live sowie ebenfalls kurz nach Abpfiff die Highlights der Begegnung bei WERDER.TV sehen!