Die Ausbeute stimmt

Stimmen zum Wolfsburg-Spiel

Durften kurz mit den Fans in der Ostkurve feiern: Davy Klaassen und Co. nach dem Heimsieg (Foto: nordphoto).
Profis
Samstag, 06.10.2018 // 00:12 Uhr

Von Yannik Cischinsky und Christoph Pieper

Mit dem 2:0-Heimsieg ist der SV Werder am Freitagabend bis auf Tabellenplatz zwei geflogen und doch blieben die Grün-Weißen mit beiden Füßen auf dem Boden. „Wir freuen uns riesig, dass wir nach all den Jahren mal wieder da oben stehen, aber die Meisterschaft hat gerade erst begonnen“, ordnete Florian Kainz ein. Mit der Startphase des Fußball Oberhauses zeigte sich auch Werders Cheftrainer „zufrieden“, der Tabelle misst Florian Kohfeldt dennoch keinerlei Bedeutung zu: „Wir bleiben bei uns und brauchen uns gar nicht mit all den Teams auf Champions-League-Niveau vergleichen. Bei allem Respekt: Es sind gerade erst sieben Spiele gespielt.“

WERDER.DE fasst die Stimmen nach einem hart erarbeiteten, aber verdienten Sieg gegen den VfL Wolfsburg zusammen.

Zum Spielverlauf:

Es war ein hartes Stück Arbeit für den SV Werder gegen den VfL Wolfsburg (Foto: nordphoto).

Davy Klaassen: „Das war sicherlich kein perfektes Spiel von uns. Wolfsburg stand sehr kompakt, da war es schwer durchzukommen. Wir hatten keinen Zugriff. Umso wichtiger war das Tor vor der Pause und auch das 2:0 vor dem Ende.“

Johannes Eggestein: „Wir haben gegen Nürnberg erlebt, wie es ist, am Ende noch ein dummes Gegentor zu kassieren. Ich bin froh, dass wir es heute besser gemacht haben. Solche Spiele muss man gewinnen, wenn man sich oben festsetzen will.“

Florian Kainz: „Das war ein hartes Spiel, ein hartes Stück Arbeit. Wir sind nicht gut reingekommen, haben uns dann aber nach 20 Minuten gesteigert und das extrem wichtige Tor gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir uns wieder zu weit reindrücken lassen, da standen wir zu defensiv. Außerdem hätten wir die Konterchancen besser ausspielen müssen. Wir sind extrem froh, dass wir dieses Heimspiel gewinnen konnten.“

Max Kruse: „Wolfsburg hat ein sehr gutes Auswärtsspiel gezeigt. Sie haben uns gut studiert im Vorwege, aber nach einer halben Stunde haben wir uns immer besser einstellen können. Derzeit haben wir den Lauf, immer zum richtigen Moment die Tore zu machen. Am Ende haben wir mit den Einwechslungen die richtigen Entscheidungen getroffen.“

Florian Kohfeldt: „Das war nicht unser bestes Spiel, aber wir dürfen nicht vergessen, gegen welch gute Mannschaft wir gespielt haben. Wolfsburg hat das echt gut gemacht. Die gegenläufigen Bewegungen, das Reinziehen ins Zentrum – all das ist schwer zu verteidigen. Vielleicht haben wir auch nicht das richtige Anlaufverhalten gewählt. Wir haben gebraucht, um reinzukommen, hatten Glück mit dem Pfostenschuss und treffen dann. In der Folge hätten wir sogar nachlegen müssen. Die Jungs haben bewiesen, dass sie in schwierigen Phasen stabil bleiben können und gut auf Umstellungen reagieren.“

Zur Punkteausbeute:

Max Kruse: „Wir sind mit der Ausbeute sehr zufrieden und spielen im Moment ansehnlichen Fußball. Aber wir wissen, dass die Saison noch lang ist und freuen uns, wenn wir am Ende der Spielzeit oben stehen.“

Florian Kainz: „Das ist ein gutes Gefühl, vor allem nach all den Jahren, in denen wir unten steckten und es erst in der Rückrunde lief. Ich kenne ja seit meinem Wechsel hierher nichts anderes. Die vielen Punkte geben uns weiteres Selbstvertrauen.“

Davy Klaassen: „Schön, dass wir heute gewonnen haben und jetzt da stehen, wo wir stehen. Jetzt können wir ganz in Ruhe schauen, wie sich die anderen Teams schlagen.“

Florian Kohfeldt: „Die Tabelle hat keine große Bedeutung für uns. Mit diesem Spieltag ist für mich die Startphase beendet und mit den 14 Punkten können wir zufrieden sein. Es gab Ausschläge nach oben und nach unten, aber daran werden wir weiter wachsen. Auf den Leistungen lässt sich aufbauen.“

Zum Siegtorschützen Johannes Eggestein:

Johannes Eggestein erzielte gegen die Wölfe sein erstes Bundesliga-Tor (Foto: nordphoto).

Max Kruse: „Jojo kommt aus der Jugend. Ich weiß selbst, dass das nicht immer einfach ist. Er hat sich reingebissen und absolut verdient, auf dem Platz zu stehen. Schon in den letzten Wochen gab es die Überlegungen, ihn von Beginn an zu bringen. Schön, dass er heute getroffen hat.“

Florian Kainz: „Ich freue mich für Jojo. Das war ein super Laufweg, ein super Abschluss – einfach ein super Tor. Da hat er seine ganze Qualität gezeigt.“

Florian Kohfeldt: „Das war ein Moment, für den er viele Stunden Arbeit investiert hat. Ich freue mich riesig für ihn. Er ist ein toller Junge. Wir mussten ihn auch schützen, weil die Erwartungen an ihn viel zu hoch waren. Die Öffentlichkeit hat gedacht, er kommt als A-Jugendlicher hoch und schießt die ganze Bundesliga kaputt. Das ist, da fällt mir kein anderes Wort ein, Schwachsinn gewesen.“