"Nicht gut genug"

Stimmen zum Bayern-Spiel

Nur zweiter Sieger: Johannes Eggestein, hier im Duell mit Bayern-Verteidiger Niklas Süle (Foto: nordphoto).
Profis
Samstag, 01.12.2018 // 19:21 Uhr

Von Yannik Cischinsky, Alexander Werner und Malik Scherz

Der SV Werder musste sich nach einem engen Spiel gegen Bayern München mit 1:2 geschlagen geben. „Ich bin sehr enttäuscht, denn wir wollten heute unbedingt gewinnen. In einigen Phasen haben wir gut gespielt, doch schlussendlich hat unsere Leistung heute nicht ausgereicht", erklärte Ludwig Augustinsson. Mit der Niederlage gegen Bayern musste Werder die dritte Heimniederlage in Folge hinnehmen. "Punktetechnisch ist das einfach zu wenig, da brauchen wir nicht drum herum reden", unterstrich Cheftrainer Florian Kohfeldt.

WERDER.DE hat sich umgehört und fasst die O-Töne der Grün-Weißen zusammen.

Zum Spielverlauf:

Max Kruse lieferte den Assist zum zwischenzeitlichen Ausgleich (Foto: nordphoto).

Sebastian Langkamp: „Wir haben es in der Anfangsphase verpasst, druckvoll nach vorne zu spielen. Genau das hat uns am Anfang der Saison stark gemacht. Heute hat dies nur phasenweise geklappt. Die Bayern haben gerade zu Beginn der zweiten Halbzeit ihre Qualität gezeigt. Nach dem 2:1 haben wir uns sicherlich mehr erhofft, aber alles in allem war es heute keine unverdiente Niederlage."

Ludwig Augustinsson: „Gegen Bayern brauchst du eine Top-Performance, die haben wir nicht geliefert. Ich weiß nicht warum, aber wir standen sehr tief zu Beginn der zweiten Hälfte. Wir haben ihnen es dann beim zweiten Tor zu einfach gemacht. Am Ende haben wir alles versucht ein Unentschieden zu holen. In Freiburg hat es geklappt, heute leider nicht."

Davy Klaassen: „Bayern war heute besser und hat verdient gewonnen, trotzdem haben wir es nach dem Ausgleich phasenweise geschafft, den Ball in Bayerns Hälfte zu halten. Bayern hat etwas gestrauchelt, aber sie sind das beste Team der Liga und wir waren nicht gut genug, um sie zu schlagen.“

Florian Kohfeldt: „Wir haben versucht mutig zu verteidigen, da gehört es dazu, dass außen mal einer durchrutscht und der Gegner Chancen bekommt. Es waren nicht zu viele in meinen Augen. Wir hatten Aktionen, in denen das Spiel hätte kippen können, aber diese Schlüsselmomente haben wir nicht gefunden. Von schwächelnden Bayern habe ich nichts gesehen, vielmehr brutale Qualität und Weltklasse-Spieler wie Coman oder Gnabry, die einfach enorm schwer zu verteidigen sind.“

Frank Baumann: „Es war eine sehr ordentliche Leistung. Aber es ist eine Niederlage, wir sind natürlich enttäuscht. Wir hatten heute wir wieder zu einfache Ballverluste und nach dem 1:2 war es wieder schwer anzurennen. Dazu kommt, dass uns am Ende auch ein bisschen Glück gefehlt hat."

Zum nächsten Spiel gegen Düsseldorf:

Konnte mit seiner Einwechslung die Niederlage nicht verhindern: Claudio Pizarro (Foto: nordphoto).

Florian Kohfeldt: „Beunruhigt wäre ich, wenn sich unsere Art und Weise zu spielen verändern würde, aber das tut sie nicht. Trotzdem brauchen wir nichts Schönzureden. Ein Punkt aus fünf Spielen ist zu wenig. Natürlich müssen, wollen und werden wir vor Weihnachten punkten. Düsseldorf ist ein ganz wichtiges Spiel für uns.“

Frank Baumann: „Die Erwartung ist groß. Wir sind zu Hause der Favorit, aber wir wissen auch, dass es gegen Düsseldorf nicht leicht wird. Das haben die Bayern am eigenen Leib erfahren.“

Ludwig Augustinsson: „Es kommen jetzt sehr wichtige Spiele. Wir müssen am Freitag gegen Düsseldorf bereit sein und 90 Minuten auf unser Spiel fokussiert sein.“

Sebastian Langkamp: „Wir müssen uns jetzt auf das Spiel am nächsten Wochenende konzentrieren, das ist enorm wichtig. Wir hinken etwas hinterher. Da müssen wir uns nichts vormachen."

Zum Ausfall der Innenverteidiger:

Frank Baumann: „Milos Veljkovic hat im Adduktorenbereich eine Verletzung. Das wird morgen im Laufe des Tages genauer untersucht. Mein Gefühl sagt mir aber, dass es für das Spiel nächsten Freitag eng wird."

Florian Kohfeldt: „Milos hat einen stechenden Schmerz im Oberschenkel gespürt. Leider müssen wir davon ausgehen, dass er uns gegen Düsseldorf nicht zu Verfügung steht. Für Milot Rashica, der in dieser Situation eingewechselt werden sollte, tut es mir unglaublich Leid. Wir mussten dann eins-zu-eins wechseln, mit Kevin Möhwald wollte wir anschließend ein anderes Anlaufverhalten wählen und Piza war unser letzter Joker, den wir mit Chipbällen bedienen wollten. Über den Platzverweis von Niklas Moisander habe ich mich geärgert, weil wir dadurch kommendes Wochenende aller Voraussicht nach ohne unsere beiden Stamm-Innenverteidiger auflaufen. Ich bin froh, dass wir Marco Friedl und Sebastian Langkamp haben.“