Keine halben Sachen im Hause Sahin

Keine halben Sachen bei Nuri Sahin: Der Neuzugang will sich ganz auf Werder konzentrieren (Foto: nordphoto).
Profis
Sonntag, 02.09.2018 // 17:31 Uhr

Von Max Brosta

Werder - voll und ganz. Der Neuzugang der Grün-Weißen will sich komplett auf seine neue Aufgabe in der Hansestadt konzentrieren. Dafür verlassen er und seine Familie sogar die geliebte Heimat. „Der Plan ist, dass wir uns komplett auf alles hier einlassen“, verrät der 29-Jährige. Das gilt für ihn selbst, seine Frau und seine beiden Kinder. „Als ich bei Werder unterschrieben habe, hat meine Frau sofort zu mir gesagt: Wir gehen alle zusammen“, stellt der Mittelfeldakteur auf der Pressekonferenz zu seiner Vorstellung klar. „Wir suchen jetzt ein Haus in Bremen und schauen nach einer Schule für unseren Sohn, der in die zweite Klasse geht“, so der Familienmensch.

Aber zuerst geht es für ihn noch einmal in die Heimat: „Ich fahre gleich nach Hause, hole meine Sachen und freue mich, meine Kinder zu sehen.“ Doch schon ab dem morgigen Montag richtet sich sein Fokus wieder voll und ganz auf den SVW. „Ab dann bin ich dauerhaft hier“, betont Sahin, der sich am Osterdeich viel vorgenommen hat. Er will wieder auf dem Platz stehen, will spielen. „Ich bin im besten Fußballalter und hab noch einiges in petto“, verspricht er.

Gestern noch mitgefiebert, heute wieder auf dem Trainingsplatz: Nuri Sahin (Foto: nordphoto).

Denn nur auf der Bank sitzen, will Sahin ganz sicher nicht. Dafür hat ihn Werder auch nicht verpflichtet. „Der Verein und ich sehen mich definitiv nicht als Backup. Ich bringe Qualität mit, mit der ich der Mannschaft weiterhelfen kann“, so der ehemalige Dortmunder. Am kommenden Mittwoch, 05.09.2018, feiert Sahin seinen Geburtstag, wird die 30er Marke knacken und weiß genau: „Ich habe noch einige Jahre im Köcher. Ich will mich nun komplett auf Fußball und meine Karriere konzentrieren.“

Der nächste Schritt in seiner Vita: Werder. Dass nach 15 schwarz-gelben Jahren sein Herz nun auch für die Grün-Weißen schlägt, hat er beim Last-Minute-Sieg gegen Eintracht Frankfurt (zum Spielbericht) gemerkt. „Ich bin gestern extrem mitgegangen. Nach dem 1:1 habe ich mich erst geärgert, dass wir vielleicht zwei Punkte liegen lassen“, verrät die neue Nummer 17 des SVW, der die Partie „alleine im Schlafanzug im Hotel“ schaute. Doch dann schlug die Sternstunde von Milot Rashica (siehe Extrameldung). „Als das Tor in der Nachspielzeit gefallen ist, habe ich mich sehr gefreut und direkt auf die Tabelle geschaut“, verrät er mit einem breiten Lächeln im Gesicht, das noch breiter werden soll, wenn der Familienmensch mit seiner Frau und den beiden Kinder zusammen in Bremen leben kann.