Schritt für Schritt Richtung Startelf

Rashicas Formkurve zeigt wieder nach oben

Pfeilschnell: Wenn Milot Rashica zu einem seiner Tempodribblings ansetzt, ist er kaum mehr einzuholen (Foto: nordphoto).
Profis
Donnerstag, 13.12.2018 // 14:17 Uhr

Von Daniel Gerdes

Normalerweise hätte Milot Rashica im Rahmen der Spieltagspressekonferenz selbst auf die Fragen zu seiner Person antworten können, dieses Mal war das aber ausschließlich seinem Trainer Florian Kohfeldt vergönnt. Grund dafür: dringende Visa-Angelegenheiten.

Der Spieler-Stuhl blieb leer auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel beim BVB am Samstag (ab 18.15 Uhr im betway-Liveticker auf WERDER.DE). Milot Rashica musste kurzfristig absagen, um Angelegenheiten bezüglich seines Visums zu klären, ohne das sich die Einreise in das Wintertrainingslager nach Südafrika für den kosovarischen Nationalspieler schwierig gestaltet hätte. Obwohl er nicht anwesend war, war er doch Thema, vor allem aus sportlicher Sicht. Keine Frage, die Situation der letzten Monate hatten sich Verein und Spieler anders vorgestellt, Rashica kam vor dem Düsseldorf-Spiel (zum Spielbericht) auf 119 Bundesliga-Minuten in dieser Saison, alle davon als Einwechselspieler. Trotz seiner Torbeteiligungen an den ersten beiden Spieltagen ging dem Flügelstürmer etwas ab: „Ihm haben über einen gewissen Zeitraum das taktische Verständnis im Defensivverhalten und die unbedingte Bereitschaft ständig gegen den Ball zu arbeiten gefehlt“, sieht sein Trainer Florian Kohfeldt die Ursachen im damaligen Leistungstief des 22-Jährigen.

Milot Rashica: Über gute Trainingsleistungen in die Startelf (Foto: nph).

Doch Rashica selbst zeigte Reaktionen. Zunächst im Training, wo er „mit viel Enthusiasmus das umgesetzt hat, was wir ihm mit auf den Weg gegeben haben“ und dann zuletzt auch im Spiel gegen Fortuna Düsseldorf als er in der Werderaner Doppelspitze ständiger Aktivposten war und die Gäste-Abwehr mit seinen Tempodribblings des Öfteren in Bedrängnis brachte. Dass der Kosovare die Fähigkeiten hat, Spiele zu entscheiden, wusste Kohfeldt bereits im vergangenen Winter als man den Außen vom niederländischen Erstligisten Vitesse Arnheim an die Weser holte. „Von Tag eins an hatte ich eine sehr große Idee, was mit Milot passieren kann. Er kann mit dem Ball Partien entscheiden, sein rechter Fuß ist eine Riesenwaffe. Mit seinem niedrigen Körperschwerpunkt und seinem enormen Tempo haben wir mit ihm einen Spieler, den man selten findet“, so der grün-weiße Übungsleiter.

Kurzfristig hat Milot Rashica für das Spiel am Samstag laut Kohfeldt „gute Chancen für die Startelf“. Langfristig soll der pfeilschnelle Flügelstürmer „hier zum unumstrittenen Stammspieler werden“, am besten über eine weitere gute Leistung gegen die Dortmunder Borussia.