Auf Zé Robertos Spuren

Claudio Pizarro im Werder-Podcast

Der ewige Claudio Pizarro bei seiner neuerlichen Rückkehr ins Weser-Stadion gegen Villarreal. Im Hintergrund lauert Johannes Eggestein (Foto: Nordphoto).
Profis
Donnerstag, 06.09.2018 // 08:00 Uhr

von Maximilian Hendel

Johannes Eggestein konnte sich noch kaum auf seinen zwei Beinen halten und Josh Sargent war nicht einmal geboren, als Claudio Pizarro in der Hinrunde der Saison 1999/2000 nach seiner Ankunft in Bremen Schritt für Schritt aufhorchen ließ. Heute, 19 Jahre später, ist der unerschütterliche Peruaner weiterhin mittendrin im Geschehen. Wohl denen, die täglich vom verblüffenden Können, der kostbaren Erfahrung und nimmermüden Einstellung des Altmeisters profitieren dürfen. Entsprechend respektvoll ackern in der Gegenwart so hochbegabte, potenzielle Stammhalter der Werder-Offensive wie Eggestein und Sargent täglich an seiner Seite. „Die jungen Spieler nennen mich nicht Opa“, betont Pizarro in Episode III des von Media Markt präsentierten „Werder-Podcast“ ausdrücklich. „Frech sind nur die anderen, die mich schon lange kennen.“

Aber wie macht er das nur, im doch überaus betagten Fußballeralter kurz vor seinem 40. Geburtstag Anfang Oktober in allen Belangen noch so unverwüstlich, ausdauernd und auf absolutem Topniveau zu sein? „Vielleicht versuche ich nur, anders als früher, in meiner Erholungszeit wirklich Erholung zu haben. Ich merke, dass all das ein bisschen länger braucht. Ansonsten mache ich alles andere ganz normal wie immer, versuche gut zu trainieren und fit zu bleiben“, meint er im Gespräch mit Podcast-Moderator Marcus Biereichel. Beim genaueren Nachhaken entpuppt sich das allerdings als bloß ein Teil des Alltages. Pizarro spult durchweg ein straffes Individualprogramm ab, das weit vor den eigentlichen Teameinheiten beginnt und später aufhört. Zudem achtet er minutiös auf seine Ernährung. Seit Jahren schon verzichtet der Champions-League-Sieger, sechsmalige Deutsche Meister und DFB-Pokalsieger auf Weizen- und Milchprodukte. Ein Arbeitsethos, das sich Werders Rekordtorschütze nicht zuletzt von seinem ehemaligen FC Bayern-Mitstreiter Zé Roberto abgeschaut hat: „Für mich einer der besten Spieler, mit dem ich je zusammengespielt habe, wenn nicht sogar der beste. Seine Qualität, sein Schnelligkeit, seine Power waren unglaublich, er hatte alles. Und er hat immer auf sich aufgepasst in seiner Karriere, er war immer Vollprofi.“ Erst im vergangenen November hatte der Brasilianer, der Palmeiras Sao Paulo zuvor sogar noch einmal zu Meisterschaft (2016) und Pokalsieg (2015) führte, die Schuhe mit 43 Jahren an den Nagel gehangen.

Diese identische, unerschöpfliche Lust am Fußball, am Leistungssport hat auch Claudio Pizarro zu einer mehr als außergewöhnlichen Laufbahn verholfen. Auf der persönlichen Zielgeraden hörte er erneut auf den Ruf aus Bremen. „Ich bin zum vierten Mal hier, das ist nicht normal, das ist etwas Besonderes“, unterstreicht der Ausnahmestürmer. In denkbar unterschiedlichen Situationen steckten die Grün-Weißen bei seiner jeweiligen Ankunft. 1999 in der Hoffnung auf die sportliche Stabilisation, 2008 ein dauerhafter Champions-League-Aspirant, 2015 mitten hinein in den Bundesliga-Überlebenskampf, und jetzt? „Werder muss wieder nach oben schauen und möglichst da bleiben. Denn ich glaube, da gehört Werder hin.“

Wer noch einiges mehr von Claudio Pizarro erfahren möchte, etwa über seine große musikalische Leidenschaft, den heimlichen Wunsch, für zwei Tage Peru zu regieren, an denkwürdige grün-weiße Europapokalabende oder das Abstiegsfinale gegen Eintracht Frankfurt erinnert zu werden und was Dragan Miranović mit Thomas Schaaf, Jupp Heynckes und Pep Guardiola verbindet, sollte sich diese dritte Folge des „Werder-Podcast“ – dem neuen Audio-Medium in der grün-weißen Online-Familie keinesfalls entgehen lassen. Der Podcast verbindet die schönste Nebensache der Welt mit dem geilsten Verein der Welt. Hier wird nicht nur über alles, was das grün-weiße Herz höher schlagen lässt, sondern wir sprechen mit Werder. Die neue Episode gibt es auf dem offiziellen Soundcloud-Profil, dem iTunes-Account und dem Spotify-Kanal des SV Werder. Hört mal rein!

 

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