Licht und Schatten

Nuri Sahin in Episode #15 des WERDER-PODCAST

Hartnäckige Verletzungen begleiteten Nuri Sahin in seiner langen Karriere (Foto: nordphoto).
Podcast
Donnerstag, 13.12.2018 // 08:29 Uhr

Von Max Brosta

Deutscher Meister, Deutscher Pokalsieger, Niederländischer Pokalsieger, Spanischer Meister. Nuri Sahins Weg ist gepflastert mit großen Erfolgen. Kein Wunder, Werders Sommerneuzugang spielte für mehrere europäische Top-Klubs: Borussia Dortmund, FC Liverpool, Real Madrid. Er war bei den ganz Großen und erlebte die Sonnenseiten des Fußballgeschäfts: sportliche Erfolge, ein sehr privilegiertes Leben. Das weiß auch Nuri Sahin. „Der Fußball hat mir alles ermöglicht in meinem Leben“, sagt der 30-Jährige voller Dankbarkeit. Doch die Karriere der Nummer 17 des SV Werder verlief nicht nur gradlinig nach oben. Sahin lernte auch die Schattenseiten kennen. „Der Fußball hat mir sehr viel Kraft gekostet. Fußball kann leiden lassen und der Fußball hat mich leiden lassen“, gesteht er in Episode #15 des – von Technikpartner Media Markt präsentierten - WERDER-PODCAST.

In der neuesten Ausgabe des grün-weißen Audio-Mediums lässt Sahin die Werder-Fans an den schmerzhaften Abschnitten seines Fußballerlebens teilhaben. Und doch schien für den jüngsten Bundesligaspieler aller Zeiten alles perfekt zu laufen: Gerade wurde er Deutscher Meister mit dem BVB und wechselte anschließend zum wohl größte Klub der Welt – Real Madrid. Doch der Schein trog. Sahin war bereits am Innenband verletzt, als er sich für den Transfer entschied. „Ich habe im Sommer wie ein wahnsinniger gearbeitet, damit ich im ersten Training dabei sein kann“, so der Mittelfeldakteur. „Die erste Einheit lief ganz gut und in der zweiten Einheit hab ich mich dann verletzt – Innenbandriss im anderen Knie. Für mich ist eine Welt zusammengebrochen“, offenbart er. Sahin hat lange gebraucht, um damit klarzukommen, weil es ihn emotional so sehr belastet habe.

Den weiteren Verlauf seiner Verletzung und seinen eigenen Umgang damit bezeichnet er nur mit einem Wort: „Harakiri!“ Schon nach vier Wochen versuchte er, wieder auf dem Platz zu stehen. „Das war utopisch“, weiß Sahin heute, weil er sich direkt noch einmal das Innenband riss. Weitere Monate später versuchte er es wieder, doch sein Innenband hielt der Belastung erneut nicht Stand. „Das hat mich mental sehr belastet“, verrät er.

Sahin flog zum MRT nach China, holte sich in Deutschland und in Italien ärztlichen Rat. Doch überall erhielt er unterschiedliche Diagnosen. „In Deutschland sagte der Arzt: acht Wochen Schiene. Das war mir dann auch zu lange. Dann wurde ich nach Italien geschickt. Dort hieß es, ich solle die Schiene abnehmen und könnte nach einer Woche schon wieder laufen“, gibt er die Gespräche mit den Ärzten wieder. Leichtgläubig sei er in dieser Phase gewesen. „Hätte jemand gesagt: Spring von der Brücke und du bist in einer Woche wieder fit. Ich hätte nicht gefragt, warum“, verrät Sahin.

Doch obwohl ihm der Fußball so viel Kraft kostete, ihm so oft ein schmerzverzerrtes Gesicht bereitete, hat Nuri Sahin sich immer durchgekämpft und ist jedes Mal noch stärker zurückgekommen. Der Lohn für diesen unbedingten Willen und solch ein Durchhaltevermögen: Deutscher Meister, Deutscher Pokalsieger, Niederländischer Pokalsieger und Spanischer Meister.

In der neusten Folge des neuen „Werder-Podcasts“ - dem neuen Audio-Medium in der grün-weißen Online-Familie – verrät Nuri Sahin wie er schwere Rückschläge verkraftete. Zudem berichtet er über den anfänglichen Hype seiner Karriere und verrät, welche Songs er heute vor einem Spiel hört. Der Podcast verbindet die schönste Nebensache der Welt mit dem geilsten Verein der Welt. Hier wird nicht nur über alles, was das grün-weiße Herz höher schlagen lässt, sondern wir sprechen mit Werder. Die neue Episode gibt es auf dem offiziellen Soundcloud-Profil, dem iTunes-Account und dem Spotify-Kanal des SV Werder. Hört mal rein!

 

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