Unverzichtbar auf und außerhalb des Rasens

Max Kruse in Episode #8 des Werder-Podcast

Max Kruse, hier beim Abklatschen in der Ostkurve nach dem 2:0 über Wolfsburg, ist Kapitän und Offensivantreiber beim SV Werder (Foto: Nordphoto).
Profis
Mittwoch, 17.10.2018 // 17:15 Uhr

von Maximilian Hendel

Eines ist Max Kruse – weder auf noch außerhalb des Rasens – ganz sicher nicht: gewöhnlich. So wenig zielführend und gerecht der ihm jedoch einst in der Öffentlichkeit aufgedrückte „Bad Boy“-Stempel auch ist, Kruse polarisiert und ist sich dieser auf ihn projizierten Außenwahrnehmung bewusst. „Wenn ich im Privatleben noch nie aufgefallen wäre, dann würde mich wahrscheinlich auch keiner so nennen. Offensichtlich wird es so gesehen, dass ich irgendwie besonders bin“, schildert der 30-Jährige in der neuen Episode des – von Media Markt präsentierten – WERDER-PODCAST. „In dem Fall, weil ich Dinge vielleicht anders mache als Andere. Im Endeffekt lebe ich mein Leben, mache das, was mir Spaß macht und versuche einfach, mit mir glücklich und zufrieden zu sein.“

Aber in allererster Linie ist der neue Bremer Kapitän vor allem: menschlich und fußballerisch unverzichtbar für den SVW und dabei nicht bloß ein prägendes Gesicht der Grün-Weißen, sondern in der gesamten Bundesliga. „Auf dem Platz versuche ich, immer höchste Disziplin an den Tag zu legen, immer gewinnen und Gas geben zu wollen und nie nachzulassen“, betont der Angreifer. Im Spiel kein Wegducker, dafür nimmermüder Teamleader, der sich für die Mitspieler aufopfert. Stets präsent, immer in Bewegung, kaum zu greifen, ohne vorhersehbare Laufrouten. Er fordert die Bälle und holt sie sich, oft aus der Tiefe, um die Offensive der Grün-Weißen von dort aus anzukurbeln. Er huscht durch enge, scheinbar plötzlich aufkeimende Zwischenräume, von denen die allermeisten seiner Kontrahenten vorher noch nicht einmal wussten, dass es diese auf dem Feld überhaupt gibt. „Meine Position war schon immer so, kein klassischer Strafraumstürmer zu sein. Ich will viel am Spiel teilnehmen, bin natürlich gerne am Ball und versuche, der Mannschaft dadurch zu helfen, dass ich Lücken reiße und gerade in der Vorbereitung von Torchancen sehr aktiv sein möchte“, charakterisiert er seinen fußballerischen Stil.

Allein in den fast 60 Bundesliga-Partien seit der Rückkehr an den Osterdeich vor gut zwei Jahren war er als Torschütze oder Assistgeber an 40 Treffern der Werder-Elf direkt beteiligt. Und trotzdem weiß der nie zufriedene Antreiber: „Grundsätzlich könnte meine Strafraumpräsenz aktuell noch besser werden, aber die Torraumszenen und Abschlüsse werden in den nächsten Wochen noch dazukommen.“ Ebenso wenig hat Max Kruse vergessen, wo er herkommt. Im Schatten der großen Bühne des Weser-Stadions ist der gebürtige Reinbeker ein Stammgast, insbesondere wenn die U23 der Grün-Weißen auftritt. „Fußball ist halt meine Leidenschaft, U23 habe ich früher selber gespielt, deswegen weiß ich genau, wie es auf Platz 11 ist. Mich interessiert die Entwicklung der Spieler. Da schaut man sich die Mannschaft halt gerne mal an und guckt, wer vielleicht das Potenzial hat, auf kurz oder lang den Schritt nach oben zu schaffen“, betont Werders Nummer 10. Zudem weiß er, dass sich „die Leute freuen, wenn mal ein Profi vorbeikommt. In meiner neuen Rolle als Kapitän repräsentiere ich auch den Verein. Ich bin der Meinung, dass man sich dann auch mal zeigen muss.“

Fußball ist nur ein Thema, über das Max Kruse in Episode #8 des WERDER-PODCAST ausführlich erzählt. Im Gespräch mit Moderator Markus Biereichel berichtet der Kapitän unter anderem noch über seine langjährige Verbindung zum SVW, den Hintergrund seines Engagements im Motorsport, warum er gerne zur Gitarre greift, Alkohol strikt ablehnt und darüber hinaus ausgiebig die Non-Profit-NGO „Viva con Agua“ seines ehemaligen Mitspielers beim FC St. Pauli Benjamin Adrion unterstützt. Der Podcast verbindet die schönste Nebensache der Welt mit dem geilsten Verein der Welt. Hier wird nicht nur über alles geredet, was das grün-weiße Herz höher schlagen lässt, sondern wir sprechen mit Werder. Die neue Folge gibt es auf dem offiziellen Soundcloud-Profil, dem iTunes-Account und dem Spotify-Kanal des SVW.

 

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