Familie, Kartoffelsalat und ein kleiner Bonus

Theodor Gebre Selassie in Episode #16 des WERDER-PODCAST

Theodor Gebre Selassie hat sich mit seinem Geburtstag an Heiligabend mittlerweile arrangiert (Foto: Nordphoto).
Podcast
Donnerstag, 20.12.2018 // 08:00 Uhr

von Maximilian Hendel

Als Theodor Gebre Selassie am gestrigen Dienstagabend sein zweites Saisontor köpfte und den Grün-Weißen gegen 1899 Hoffenheim damit immerhin einen Punkt bescherte, weilten Ehefrau Leona und die beiden kleinen Söhne der Gebre Selassies bereits im verschneiten, heimischen Liberec, das knapp sieben Autostunden entfernt von Bremen im Norden Tschechiens liegt. Dorthin, in die Nähe des Dreiländerecks mit Polen und Deutschland, sind die drei schon vor ein paar Tagen gereist.

„Um alles vorzubereiten“, berichtet der 31-jährige Familienvater mit ungeduldig erwartungsfrohem Unterton in der neuesten Episode des – von Technikpartner Media Markt präsentierten – WERDER-PODCAST. Denn „für uns ist das sehr wichtig, wir lieben Weihnachten, ich bin ein großer Weihnachtsmensch“, hebt der Leistungsträger des SVW hervor. Im Auto hat die Frequenz von Weihnachtsliedern auf der Playlist zuletzt unüberhörbar zugenommen. Und sein Ältester, der vierjährige Noe, flößte ihm jüngst erst erfolgreich Rolf Zuckowskis über 30 Jahre alten Ohrwurm ‚In der Weihnachtsbäckerei’ ein. „Das ist nicht schlecht“, muss Theodor Gebre Selassie ehrlicherweise gestehen.

Aber Weihnachten ist für den 50-maligen tschechischen Nationalspieler aus einem ganz speziellen Grund sogar in doppelter Hinsicht besonders. Gebre Selassie, dessen Vater Anfang der 1980er Jahre aus Äthiopien in die damalige Tschechoslowakei gekommen war, ist an Heiligabend 1986 geboren worden. Dieser terminliche Umstand brachte neben bis heute währenden Organisationsproblemen vor allem in jungen Jahren zuweilen die eine oder andere unverhoffte Enttäuschung zutage. „Es war echt nichts Schönes, als ich kleiner war. Man hat sich das ganze Jahr nur auf einen Tag freuen können“, erinnert er sich im Gespräch mit Moderator Markus Biereichel.


Zu allem Übel wirkte sich die schicksalhafte Konzentration der beiden freudigen Anlässe auf ausgerechnet jenen außergewöhnlichen Tag im Kalenderjahr ganz und gar nicht förderlich auf die Anzahl der Geschenke aus. „Logisch hatte ich im Kopf, wenn ich da Geburtstag habe, warum soll ich da nicht das Doppelte bekommen oder sogar noch mehr? Dem war aber nicht so“, weiß er noch. Vor allem blieb ihm im Gedächtnis: „Ich weiß zwar nicht mehr, wie alt ich damals war, aber einmal konnte ich es einfach nicht akzeptieren, dass meine Mutti mehr Geschenke bekommen hat als ich. Danach war ich echt krank und hatte Fieber.“

Heute lacht der Werder-Profi über Kindheitsepisoden wie diese. „Jetzt als Erwachsener ist mein Geburtstag ein kleiner Bonus“, unterstreicht er altersweise. Viel wichtiger als Geschenke sind „die paar ruhigen Tage mit der Familie, die Weihnachtsatmosphäre“, der Besuch bei seinen Eltern in Velké Meziříčí, wo Gebre Selassie aufgewachsen ist, und natürlich der „überragende Kartoffelsalat meiner Frau!“ Na, dann schon mal im Voraus: frohe Festtage, Theo!
 

Das Sportliche liegt in der Familie. Gebre Selassies jüngere Schwester Anna war Handball-Nationalspielerin. Aber warum hat es eigentlich nie mit einem Wechsel zu Werder geklappt? Wie sieht es darüber hinaus mit seinen Planungen aus, gemeinsam mit Nuri Şahin mal nach Äthiopien zu reisen? Und wie oft hat er mittlerweile eigentlich ‚Pulp Fiction’ geschaut? Das und noch einiges mehr erfahrt Ihr in Episode #16 des WERDER-PODCAST von und mit Theodor Gebre Selassie. Der Podcast verbindet die schönste Nebensache der Welt mit dem geilsten Verein der Welt. Hier wird nicht nur über alles geredet, was das grün-weiße Herz höher schlagen lässt, sondern wir sprechen mit Werder. Die neue Folge gibt es auf dem offiziellen Soundcloud-Profil, dem iTunes-Account und dem Spotify-Kanal des SVW.

 

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