Nach unten gereicht, Neuanlauf genommen, durchgestartet

Episode #7 des WERDER-PODCAST mit Maximilian Eggestein

Schon jahrelang begleitet Cheftrainer Florian Kohfeldt Maximilian Eggesteins Weg nach oben (Foto: Nordphoto).
Profis
Mittwoch, 03.10.2018 // 16:40 Uhr

von Maximilian Hendel

Maximilian Eggestein besaß zwei Optionen, als er vor ziemlich genau zwei Jahren abrupt an eine unfreiwillige Weggabelung gestellt wurde. Der hochtalentierte Mittelfeldspieler hätte nach der Versetzung aus dem Training des Bundesliga-Teams herunter in die U23 durch Werders damaligen Cheftrainer Alexander Nouri schmollen, hadern und die Welt nicht mehr verstehen können – oder aber sich kurz schütteln, geduldig den neuen Anlauf wagen und es dann allen beweisen. Erfreulicherweise ergriff er ohne Zögern die weitaus bessere der gebotenen Möglichkeiten.

In jener kniffligen Karrieresituation „habe ich ein Stück weit auf die Fresse bekommen“, nimmt Eggestein in der neuesten Episode des – von Media Markt präsentierten – WERDER-PODCAST kein Blatt vor den Mund und weiß: „Auch wenn das am Anfang mit einer großen Enttäuschung verbunden war, hat es geholfen, mir einfach wieder mehr Zeit zu geben, um noch mal ein paar Dinge zu verbessern, die ich vielleicht so ein bisschen vernachlässigt hatte.“ Ihm fehlten ehedem noch die für den Konkurrenzkampf der Bundesliga unverzichtbare Widerstandsfähigkeit, Präsenz und Initiative auf konstant hohem Niveau. Daher galt es, besonders im athletischen Bereich Einiges aufzuarbeiten. Das tat er. „Es war der richtige Schritt, der mir zum endgültigen Durchbruch geholfen hat“, rekapituliert der gegenwärtig immer noch erst 21-jährige Hoffnungsträger. Seit jenen wegweisenden Monaten beweist er eindrucksvoll, wie man nicht nur Rückschläge an der Konsole im FIFA-Duell mit Bruder Johannes wegsteckt. Im Perspektivteam der Grün-Weißen traf der gebürtige Hannoveraner schon damals Viktor Skripniks ehemaligen Co-Trainer Florian Kohfeldt wieder. Eggestein riss seine Mannschaft schnell mit, schoss wichtige Tore, wurde Leistungsträger und Kapitän im Drittliga-Abstiegskampf. Unermüdlich arbeite er an den individuellen Defiziten und eroberte sich während der folgenden Wintervorbereitung einen Kaderplatz zurück.

Bereits zum Jahresauftakt 2017 belohnte Alexander Nouri Eggesteins offensichtlichen Lerneifer mit einem 70-minütigen Einsatz daheim gegen den FC Bayern, als der SVW mit 1:2 nur denkbar knapp an einem verdienten Punkt vorbeischrammte. „Das war für mich der Moment, wo ich gemerkt habe, jetzt läuft’s ganz gut, jetzt muss ich mich behaupten und muss zeigen, dass ich das Zeug habe, wirklich hier in der Bundesliga-Mannschaft zu spielen“, erinnert sich der Mittelfeldakteur. 53 von möglichen 57 Partien im Oberhaus hat Maximilian Eggestein seitdem bestritten. Saisonübergreifend stand der Dauerbrenner zuletzt 32 Mal in Folge in der Bremer Anfangsformation, holte dabei beinah 396 Kilometer (12,36 Km im Schnitt) aus seinem Tank und steuerte vier Tore sowie fünf Vorlagen bei. Derzeit wird er immer wieder als sinnbildliches Beispiel für Werders jüngsten Aufschwung herangezogen. Beobachter wie Sky-Experte Dietmar Hamann sehen ihn bereits sogar für noch Höheres prädestiniert. Doch gerade Eggestein weiß selbst nur zu gut, dass der Wind nicht immer nur von hinten anschiebt. „Mich freut es einfach, das von einem Ex-Nationalspieler zu hören, der auch bei nicht so schlechten Vereinen gespielt hat und sehe das als Lob für meine Leistung“, sagt die aktuelle Stammkraft der U21-Auswahl des DFB und betont realitätsverbunden: „Ich weiß aber auch, dass ich weiter an mir arbeiten muss und von alleine nichts kommen wird.“

Offen und ehrlich reflektiert Maximilian Eggestein in Episode #7 des WERDER-PODCAST seinen alles andere als geraden Weg von Havelse aus über das Werder-Internat bis in die Stammformation des Bremer Bundesliga-Teams. Genauso verrät der 21-Jährige im Gespräch mit Markus Biereichel, an welchen Vorbildern er sich über die Jahre hinweg orientierte, warum er gerne mal für einen Tag mit seinem kleinen Bruder Jojo tauschen würde und was er eigentlich einst mit nächtlichem Vandalismus im Weser-Stadion zu tun hatte. Der Podcast verbindet die schönste Nebensache der Welt mit dem geilsten Verein der Welt. Hier wird nicht nur über alles geredet, was das grün-weiße Herz höher schlagen lässt, sondern wir sprechen mit Werder. Die neue Folge gibt es auf dem offiziellen Soundcloud-Profil, dem iTunes-Account und dem Spotify-Kanal des SVW. Mit etwas Glück könnt ihr sogar noch 2x2 von Technikpartner Media Markt bereitgestellte Tickets für das Heimspiel gegen Rekordmeister Bayern München am Samstag, 1. Dezember 2018, um 15.30 Uhr gewinnen. Hört also rein!

 

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