„Der erste Schritt zum Misserfolg ist Zufriedenheit“

Florian Kohfeldt ist selbst schwer zufrieden zu stellen und verlangt Selbiges auch von seinen Spielern (Foto: nordphoto).
Profis
Samstag, 15.09.2018 // 09:31 Uhr

Von Daniel Gerdes

Eines betont Florian Kohfeldt immer wieder: Wie wichtig es ihm ist, nie vollends zufrieden zu sein. „Eine latente Unzufriedenheit muss immer in uns sein. Wir müssen jeden Tag hart daran arbeiten, noch besser zu werden“, betont der Chefcoach der Grün-Weißen. Dieser Hunger nach mehr ist es, den nicht nur ihn, sondern die gesamte Mannschaft ausmacht und antreibt.

Ohne den unbändigen Willen nach mehr, nach den nächsten drei Punkten, geht es nicht. Ohne den unbändigen Willen wird es schwer, anvisierte Ziele zu erreichen. Das weiß auch Florian Kohfeldt. Tag für Tag vermittelt er den Werder-Profis nicht nur vor, während und nach den Trainingseinheiten, wie wichtig es ihm ist, jeden Tag dafür zu arbeiten, noch besser zu werden und den Status der Zufriedenheit nicht zu erreichen. „Der erste Schritt zu Misserfolg ist Zufriedenheit. Man darf zwar auch offen darüber sprechen, was gut gelaufen ist, aber muss auch immer wieder betonen, was noch nicht perfekt lief und dort ansetzen“, erklärt Kohfeldt.

Die Mischung macht's: Chefcoach Kohfeldt will auch Lockerheit und Spaß sehen (Foto: nph).

Die Punkteausbeute aus den ersten beiden Spielen ist ein Indiz dafür, dass viele Mechanismen in der Mannschaft greifen. Dazu hat der Cheftrainer eine eigene Meinung: „Man kann nichts konservieren, sondern muss es sich immer neu erarbeiten. Deshalb muss man in den richtigen Momenten komplett fokussiert sein, darf trotzdem nicht die Lockerheit verlieren.“

Nicht nur gegen Nürnberg sehnt sich der Chefcoach nach einem Sieg: „Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Gegen Hannover ist uns das nicht gelungen, wobei ich viele Teile des Spiels von meiner Mannschaft besser fand als 60 Minuten in Frankfurt. Natürlich wollen wir immer besseren, schöneren Fußball spielen. Das Primärziel ist und bleibt aber der Erfolg, wir müssen nicht in jedem Spiel ein Offensiv-Feuerwerk abbrennen.“

Auch in dieser Woche schufteten die Profis hart, um den Positivtrend auch gegen den Club zu bestätigen. „Die Jungs nerven sich gegenseitig in positiver Art und motivieren sich, so soll es sein“, verrät der Chefcoach der Grün-Weißen. Nun bleibt es abzuwarten, ob die Motivation die Grün-Weißen um Kruse, Eggestein und Co. zu den nächsten drei Punkten treibt. Unabhängig vom Ausgang des Spiels am Sonntagnachmittag – hundertprozentig zufrieden wird bei den Grün-Weißen auch nach dem Abpfiff gegen 17.20 Uhr niemand sein.