Spannung bewusst erarbeiten

Routinier Niklas Moisander weiß, wie er sich auch auf das Pokalduell mit Worms vorzubereiten hat (Foto: nph).
Profis
Donnerstag, 16.08.2018 // 16:50 Uhr

Von Yannik Cischinsky

Dass Niklas Moisander ein Gewohnheitsmensch ist, verwundert nicht wirklich. Ganz das Klischee bedienend erledigt der Finne mit fast stoischer Ruhe seine Aufgaben. Entspannt, erfahren und routiniert – ob in der Abwehrzentrale oder vor den TV-Kameras. In der Pressekonferenz vor dem Pflichtspielstart gegen Worms (Samstag, 15.15 Uhr im betway Live-Ticker auf WERDER.DE) unterstreicht Moisander, dass Experimente nicht seine Sache sind, vor allem nicht in der Spielvorbereitung. „Ich mache immer die gleichen Sachen, egal wer der Gegner ist“, sagt er.

Mit seinen Ritualen baut der Finne die innere Spannung auf. Ein Thema, dass besonders beim Erstrundenduell mit Worms von großer Bedeutung ist. Cheftrainer Florian Kohfeldt sieht in der mentalen Vorbereitung gar die „größte Herausforderung“ vor der Partie gegen den Viertligisten. „Den Spannungsaufbau müssen wir uns bewusster als vor einem Bundesligaspiel erarbeiten“, sagt der Werder-Coach und ist sich sicher: „Wenn wir das tun, werden wir gewinnen.“

Niklas Moisander hat seine ganz eigenen Rituale vor jedem Spiel mit dem SVW (Foto: nordphoto).

Eine These, die Niklas Moisander uneingeschränkt teilt. Für die nötige Spannung vor dem Aufeinandertreffen mit Underdog Worms müsse in seinen Augen jeder selbst sorgen. „Jeder muss seinen persönlichen Weg finden, sich zu fokussieren“, weiß er. Der erfahrene Abwehrmann selbst setzt dabei auf die immer gleichen Abläufe. Welche das sind, verrät er nicht. Nur so viel: „Ich weiß, wenn ich das morgen und übermorgen wieder so mache, bin ich voll fokussiert.“

Werder muss wach sein, sonst droht eine Enttäuschung wie gegen Lotte vor zwei Jahren. „Es war mein erstes Spiel für Werder und ein sehr enttäuschendes. Das ist eine Warnung.“ Eine Warnung, die alle vor Augen haben. Die Sinne bei den Grün-Weißen sind geschärft, auch weil Florian Kohfeldt die „absolute Fokussierung“ in den Mittelpunkt der Worms-Vorbereitung gestellt hat. Sein Schlüssel: reden, reden, reden. Neben intensiver Gegneranalyse richtet sich der Blick deshalb nach innen auf die eigenen Stärken. „Wir sind - auch was die Einstellung betrifft - gut vorbereitet.“