„Er kann unser Spiel veredeln“

Im Austausch: Cheftrainer Florian Kohfeldt und Kapitän Max Kruse (Foto: nordphoto).
Profis
Donnerstag, 20.09.2018 // 16:29 Uhr

Von Daniel Gerdes

Im Erstrundenspiel des DFB-Pokals in Worms hat es gleich dreifach geklappt, seitdem sind drei Bundesliga-Partien ins Land gegangen, in denen Max Kruse an keinem der bislang vier Werder-Tore beteiligt war. Grund, sich Sorgen um den grün-weißen Leistungsträger und Neu-Kapitän zu machen? „Nein“, wenn es nach seinem Trainer geht.

Drei Bundesliga-Spiele, vier Werder-Tore und das ohne Beteiligung von Max Kruse. Ein wenig ungewöhnlich erscheint das schon. Ein Blick auf die Statistik verrät: Kruse war in der abgelaufenen Saison in 33 Spielen an 17 Treffern beteiligt, 16 der 17 Torbeteiligungen gelangen ihm unter Florian Kohfeldt. In dieser Saison sind es – den Pokal-Auftritt mitgezählt – drei Torbeteiligungen in insgesamt vier Partien. Ohne die 90 Minuten in Worms aber steht Kruse bei keinem einzigen Tor oder Assist in 232 Bundesliga-Minuten.

Der Neu-Kapitän geht sowohl auf als auch neben dem Platz voran (Foto: nph).

Grund zur Sorge hat in Bremen deswegen jedoch niemand. „Max ist nach wie vor einer der allesentscheidenden Spieler für uns. Mit seinem starken Torabschluss und Kombinationsspiel ist er für uns in der Offensive enorm wichtig“, zählt Kohfeldt zwei der vielen Qualitäten seines Schützlings auf. Auf die Frage, ob die Entscheidung, Kruse vor der Saison zum Kapitän zu machen, Werders Strafraumstürmer auf dem Platz negativ beeinflusst haben könnte, schüttelt der grün-weiße Cheftrainer nur den Kopf: „Er hat die Rolle in der Mannschaft übermäßig positiv angenommen und ist inner- und außerhalb der Kabine noch mehr zum Leader geworden. Sicherlich ist das Kapitänsamt eine Herausforderung für ihn, aber die meistert er mit Bravour.“

Spieler und Trainer sind täglich im Austausch, auch über Kruses Leistungen. „Natürlich sprechen ich mit ihm über seinen Beitrag zu den letzten Spielen. Das haben wir auch in dieser Woche gemacht. Wir wollen ihm helfen, mehr in Positionen zu kommen, in denen er seine Torgefahr ausstrahlen kann“, so der Trainer der Grün-Weißen. Kohfeldt hat in der Sommerpause nicht nur durch die Neuzugänge mehr Variabilität ins Spiel des SV Werder gebracht, sondern stellt die Mannschaft auch taktisch blitzschnell auf eine sich verändernde Spielsituation ein. Um die neu erlernten Mechanismen und Spielstile zu verinnerlichen und die Automatismen greifen zu lassen, bedarf es an Zeit – auch für Kruse. Kohfeldt ist sich derweil „sicher, dass Max in jedem Spiel seine Aktionen im letzten Drittel bekommen wird. Er kann für uns das sein, was unser Spiel am Ende veredelt.“