Klaassen und Werder - das passt

Niederländische Neuzugang blüht bei den Grün-Weißen auf

Positiv begeistert: Florian Kohfeldt ist mehr als zufrieden mit der Entwicklung von Davy Klaassen (Foto: nordphoto).
Profis
Donnerstag, 18.10.2018 // 15:36 Uhr

Von Daniel Gerdes

Sieben Bundesliga-Spiele, zwei Tore, ein Assist. Seit seinem Wechsel an die Weser blüht Werders neue Mittelfeld-Schaltzentrale Davy Klaassen richtig auf. Die Eingewöhnung in das grün-weiße Mannschaftsgefüge fiel ihm sichtbar leicht. Von der ersten Minute an, in der der 25-jährige Niederländer das grün-weiße Trikot mit dem W auf der Brust überstreifte, gibt er alles für den Verein und ist absoluter Leistungsträger im zentralen Mittelfeld der Bremer.

Auch Florian Kohfeldt – seines Zeichens Cheftrainer der Werderaner – ist „in allen Belangen mehr als zufrieden mit der Entwicklung von Davy.“ Genau dafür belohnt er einen seiner „Wunschspieler“, den er vor der Saison vom FC Everton loseiste, und zwar mit jeder Menge Startelfeinsätzen. Betrachtet man die bisherige Bundesliga-Saison erkennt man eines sofort: Klaassen fühlt sich wohl. Er stand bislang in 629 von 630 möglichen Einsatzminuten auf dem Platz (zum Vergleich: In der Premier League waren es 2017/18 nur 249 Minuten), gegen Wolfsburg durfte er sich nach seinem 1:0-Führungstreffer dann bei seiner Auswechslung in der 89. Spielminute von den Fans gebührend für seine starke Leistung feiern lassen.

Wichtig: Mit seinen Toren ebnete Klaassen bereits den Weg für sechs Punkte (Foto: nordphoto).

Beim SV Werder erlebt man seit seiner Ankunft den Klaassen, den man noch aus Ajax-Zeiten kennt und weswegen man im Sommer auch intensivst daran gewerkelt hat, ihn zu verpflichten. Dafür flog Florian Kohfeldt per Chartermaschine nach Manchester (siehe Extrameldung) und bislang zahlten sich die Bemühungen der Grün-Weißen aus.

Nicht zuletzt sein Spielverständnis, seine herausragenden Offensiv- und Defensivfähigkeiten und seine Laufleistungen machen ihn in dieser Saison zu einem absoluten Führungsspieler, der die Mannschaft über alles stellt. Das weiß auch sein Trainer: „Er denkt immer zuerst an die Mannschaft. Mit seiner Denkweise zeigt er, welche Klasse er hat, sei es im Passspiel, bei seinen Bewegungen im Raum, der Arbeit gegen den Ball und und und.“

Integriert: Auch in der Mannschaft hat der Niederländer sich schnell eingelebt (Foto: nph).

Die positiven Leistungen, die Werders Niederländer Woche für Woche in den deutschen Bundesliga-Stadien bringt, kommen nicht von ungefähr. „Jeden Tag, wenn ich auf den Trainingsplatz komme und Davy sehe, weiß ich, dass er zu 100 Prozent bei der Sache ist, ob es das erste Training der Woche oder das Aufwärmen vor dem Spiel ist. Wenn er so weiter macht, kann er die Mannschaft dauerhaft auf ein anderes Niveau heben und gibt den anderen Jungs im Team Sicherheit. Das merkt jeder in der Mannschaft“, ordnet der 36-jährige Übungsleiter des SV Werder die ersten zweieinhalb Monate Klaassens an der Weser durchweg positiv ein.

Auch am Samstag auf Schalke (ab 18.15 Uhr im betway Live-Ticker auf WERDER.DE) soll Werders Nummer 30 wieder das Spielgeschehen lenken. Und das gegen einen Gegner, an den er überaus positive Erinnerungen pflegt, hat er doch in der Saison 2016/17 die "Königsblauen" mit zwei Toren fast im Alleingang aus der Europa League geschossen. Würde sich der Doppelpack am Samstag wiederholen, würde sicherlich kein einziger Werder-Fan Veto einlegen und Florian Kohfeldt hätte einen weiteren großen Punkt auf seiner langen Lobesliste.