"Gestärkt zurück"

Ole Käuper im Interview

Ole Käuper hat seine Verletzung überwunden und will zurück in den Bundesligakader (Foto: nordphoto).
Interview
Mittwoch, 14.11.2018 // 16:49 Uhr

An das Pokalspiel gegen Worms denkt Ole Käuper ungern zurück. Der 21-Jährige war trotz 6:1-Sieg bitter enttäuscht. Zehn Minuten nach seiner Einwechslung musste Käuper wieder raus: Außenbandriss im Sprunggelenk. Nach drei Monaten Reha ist das Mittelfeldtalent wieder zurück im Mannschaftstraining. Im Interview mit WERDER.DE spricht Käuper über die Leistungsdichte im Mittelfeld, Stunden im Kraftraum und Witzbold Aron Jóhannsson.

WERDER.DE: Bist du ein geduldiger Mensch?

Ole Käuper: „Ich musste geduldig sein, auch wenn es mir schwer gefallen ist. Leider kenn ich das ja schon, aber ich bin damals aus meiner Verletzung gestärkt zurückgekommen und ich bin mir sicher, dass das auch dieses Mal der Fall sein wird.“

WERDER.DE: Deine Genesung hat sich ganz schön gezogen. Wie geht es dir?

Ole Käuper: „Mir geht es sehr gut. Ich bin schmerzfrei und froh, wieder mit der Mannschaft auf dem Platz zu stehen.“

Ole Käuper kann nach seiner Verletzung wieder mit der Mannschaft trainieren (Foto: nordphoto).

WERDER.DE: Sprunggelenksverletzung, Operation am Fuß, jetzt ein Außenbandriss im Fuß - längere Ausfallzeiten kennst du leider aus den letzten Jahren. War die aktuelle Verletzungspause die schwierigste für dich?

Ole Käuper: „Es war nicht die schwierigste Verletzungspause, weil wir genau wussten, was es ist. Das war damals nicht der Fall. Aber es war auf jeden Fall die bitterste, weil ich so nah dran war. Ich habe im ersten Pflichtspiel gespielt und wäre natürlich gerne in den ersten Bundesliga –Spielen aufgelaufen. Sich in dieser Phase zu verletzen war extrem bitter.“

WERDER.DE: Im Mittelfeld herrscht derzeit eine unglaubliche Leistungsdichte. Siehst du überhaupt eine Möglichkeit, deine Chance zu nutzen?

Ole Käuper: „Für den Moment bin ich glücklich, gesund zu sein und mit den Jungs wieder auf dem Trainingsplatz stehen zu können. Ich habe es damals geschafft, mich nach einer langen Verletzung wieder heran zu kämpfen und ich werde es auch dieses Mal packen. Davon bin ich überzeugt. Und dann möchte ich so viel spielen wie möglich.“

Vor allem ist er ein Witzbold, der mir viel gute Laune mit auf den Weg gegeben hat
Ole Käuper über Aron Jóhannsson

WERDER.DE: Hatte die Verletzung vielleicht auch etwas Positives, weil du dadurch intensiver an anderen Baustellen arbeiten konntest?

Ole Käuper: „Ja, ich habe mit Axel Dörrfuß intensiv im Kraftraum gearbeitet. Da hatte ich ohnehin noch etwas Nachholbedarf (schmunzelt).“

WERDER.DE: Während der Reha ist man häufig Einzelkämpfer. Wie lief die Kommunikation in den vergangenen Monaten mit Trainerteam und Teamkollegen?

Ole Käuper: „Der Trainer redet in der Kabine ohnehin sehr viel mit uns und auch einige ältere Spieler haben ständig gefragt, wie es mir geht. Das tat gut. Die Reha habe ich zudem mit Aron Jóhannsson gemeinsam gemacht. Da viel es mir gleich leichter.“

WERDER.DE: Hat dir Aron, der ja auch zuletzt von Verletzungen geplagt war, etwas mit auf den Weg geben?

Ole Käuper: „Vor allem ist Aron ein Witzbold, der mir viel gute Laune mit auf den Weg gegeben hat (lacht). Und er meinte, ich solle mir keinen Stress machen, genügend Zeit lassen, bevor es wieder schlimmer wird.“

WERDER.DE: Kommen wir zur aktuellen Situation zu sprechen. Was sind deine Ziele für den Rest der Saison?

Ole Käuper: „Ich möchte schnellstmöglich wieder topfit sein, auf mein altes Level kommen und dann möglichst viele Spiele bestreiten.“