Genug Zeit für die K-Frage

Harnik: "Muss mich erst etablieren"

Die Kandidatenliste bietet viele gute Optionen: Florian Kohfeldt lässt sich bei der Kapitänsfrage Zeit (Foto: nph).
Profis
Mittwoch, 04.07.2018 // 11:23 Uhr

Von Max Brosta

Max Kruse oder Martin Harnik? Niklas Moisander oder Sebastian Langkamp? Maximilian Eggestein oder Philipp Bargfrede? Wer führt den SV Werder in der kommenden Saison mit der Kapitänsbinde aufs Feld? Nach dem Abgang von Zlatko Junuzovic muss Florian Kohfeldt dieses Amt neu vergeben. „Beim gemeinsamen Frühstück hat noch keiner die Führungsrolle übernommen“, erklärte der Werder-Coach mit einem Schmunzeln. Wer es am Ende machen wird, lässt der Cheftrainer noch offen: „Ich werde es im Laufe der Vorbereitung entscheiden."

Schließlich will sich Kohfeldt erst einen Eindruck verschaffen, alle Kandidaten aktiv beobachten. „Wir werden sehen, wie sich alle entwickeln und danach die Entscheidungen treffen“, sagt Kohfeldt, der beides bestimmen wird – „sowohl Mannschaftsrat als auch den Kapitän“. Mit Delaney hat ein Mitglied des Mannschaftsrats den Verein verlassen.

Max Kruse war schon in der letzten Saison einer der Ansprechpartner des Cheftrainers (Foto: nph).

Auf die Frage nach den Führungsspielern im Team der Grün-Weißen kommen dem Werder-Coach gleich mehrere Namen in den Sinn: „Natürlich haben wir mit Max Kruse, Niklas Moisander, Sebastian Langkamp, Maximilian Eggestein und Philipp Bargfrede genug Leute, die die Führungsrolle letzte Saison schon angenommen haben und es auch weiter tun können“.

Durch Martin Harnik kommt noch ein weiterer Kandidat dazu, der eine solche Rolle verinnerlichen kann. Das weiß auch der Österreicher. „Ich war in Stuttgart und Hannover einer der Führungsspieler“, erklärt der Neuzugang und ergänzt: „Aber ich muss mich hier erst etablieren, muss auf dem Platz vorangehen, Leistung bringen und die Jungs überzeugen.“ Dafür haben Harnik und Co. in der langen Sommervorbereitung genügend Zeit. Zwei Trainingslager und etliche Testspiele liegen vor den Grün-Weißen. Viel Zeit also für Kohfeldt, aus vielen guten Optionen die richtigen Entscheidungen zu treffen.