Warten auf die Chance

Marco Friedl und Cheftrainer Florian Kohfeldt sprechen viel im Training miteinander (Foto: nordphoto).
Profis
Dienstag, 16.10.2018 // 17:29 Uhr

Von Marcel Kuhnt

Geduld – immer wieder fällt das Wort, wenn Marco Friedl über seine Situation beim SV Werder spricht. Er weiß selbst, dass geduldig zu sein das Attribut ist, das er im Moment benötigt. „Es gibt keinen Grund unsere Formation umzustellen. Es läuft sehr gut“, sagt Friedl, der ergänzt: „Wir alle freuen uns über die jetzige Situation, aber natürlich möchte man selbst jedes Wochenende auf dem Platz stehen.“

Bisher war dieses Gefühl Marco Friedl, der noch bis Ende der Spielzeit vom FC Bayern München ausgeliehen ist, kaum vergönnt. Zwei Minuten stand der 20-Jährige in den bisherigen Spielen auf dem Rasen – beim Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg. Nachlassen? Kein Thema bei Marco Friedl: „Ich versuche mich in jedem Training anzubieten und mich zu verbessern. Der Trainer spricht sehr oft mit mir und gibt Tipps, was ich anders machen kann. Er ermutigt mich und sagt, dass ich auf meine Chance warten soll.“

Es spricht für den österreichischen U21-Nationalspieler, dass er sich nicht hängen lässt. Auch wegen seiner Einstellung ist der Wechsel an die Weser für ihn weiterhin die richtige Entscheidung. „Der Schritt nach Bremen hat sich definitiv gelohnt. Ich bin sehr froh hier zu sein“, so Friedl, der sich ebenfalls zu seiner Zukunftsplanung äußert: „Ob ich über den Sommer hinaus bleibe, werden wir zu gegebener Zeit besprechen. Es ist alles offen.“

Während die Planungen für die Saison 2019/2020 noch geklärt werden müssen, steht eins fest. Im Wintertrainingslager in Südafrika (siehe Extrameldung) wird Marco Friedl dabei sein. Und er freut sich bereits jetzt: „Ich bin noch nie dort gewesen, deshalb bin ich sehr gespannt. Ich denke, dass wir dort gute Bedingungen haben werden.“ Bevor er diese These bestätigen kann, ist jedoch eins definitiv gefragt: Geduld.