Freitagabend, Weser-Stadion, Flutlicht

Flutlichtspiele im Weser-Stadion haben nicht nur für Florian Kohfeldt einen besonderen Charme (Foto: nordphoto).
Profis
Donnerstag, 04.10.2018 // 18:14 Uhr

Von Daniel Gerdes

Am Freitagabend gehen sie wieder an, die Flutlichtmasten des Weser-Stadions. Wenn es in der Hansestadt dämmert und die Sonne langsam am Horizont verschwindet, wird es am Osterdeich erst richtig hell. Tausende Kilowatt bescheinen den heiligen Rasen, damit die Zuschauer bei der für sie schönsten Nebensache der Welt – ihren grün-weißen Herzensverein zu unterstützen – den Durchblick behalten.

Für Forian Kohfeldt eine Atmosphäre, bei der es kribbelt. Immer wieder. „Die Anstoßzeit hat etwas Besonderes. Für die Stadt, für die Fans und für uns. Unter Flutlicht spielen zu dürfen und zu wissen, dass die meisten Fans am nächsten Tag nicht zur Arbeit fahren müssen, das freut mich. Wenn es dunkel wird und man die Flutlichtmasten schon fast vom Hotel aus sehen kann, das macht einfach Spaß“, schwärmt der Cheftrainer von diesen Duellen vor Heimpublikum.

Wollen beide den nächsten Heimsieg im Weser-Stadion: Torhüter Jiri Pavlenka und Trainer Florian Kohfeldt (Foto: nph).

Bei den Werder-Fans steigt diese Vorfreude, wenn sie sich vor Augen halten, dass der SVW nach sechs gespielten Partien nicht etwa sieglos im Tabellenkeller um Punktgewinne ringt, sondern auf Platz fünf steht und neben guten Leistugen zumeist auch gute Ergebnisse einfährt. „Wir spüren immer noch Druck, aber das erste Mal seit vielen Jahren ist dieser positiv und beflügelt uns in unserer Arbeit. Das spürt man auch um den Verein herum. Die Fans haben Bock, diese Spannung zu spüren“, schildert der noch 35-jährige Werder-Coach, der passend zum Flutlichthighlight in der Hansestadt seinen Geburtstag feiert.

In dieser Woche ist der SV Werder das Team, das im oberen Tabellendrittel punktetechnisch vorlegen kann und so die direkten Konkurrenten unter Zugzwang bringen kann. Eine Tatsache, in der sich Werders Übungsleiter zwiegespalten zeigt: „Wenn es klappt und wir gewinnen, dann ist Vorlegen schön, wenn wir verlieren, dann nützt es uns nichts“, sagt Kohfeldt und muss selbst schmunzeln. Fußball, ein Ergebnissport, egal wie man es dreht und wendet. Gegen die Hertha aus Berlin hat das Vorlegen vor gut einer Woche schon einmal bestens geklappt. Gegen ein zweites Mal hätten das Gros der Zuschauer und erst recht Cheftrainer Florian Kohfeldt am Freitag sicher nichts einzuwenden.

Diese Woche ist der SV Werder das Team, das im oberen Tabellendrittel punktemäßig vorlegen kann und so die direkten Konkurrenten unter Zugzwang bringen kann. In der Hinsicht zeigt sich der Trainer zwiegespalten: „Wenn es klappt und wir gewinnen, dann ist Vorlegen schön, wenn wir verlieren, dann nützt es uns nichts.“
Gegen die Hertha aus Berlin hat es vor gut einer Woche schon einmal bestens geklappt, gegen ein zweites Mal hätten das Gros der Zuschauer und Cheftrainer Florian Kohfeldt am Freitag sicher nichts einzuwenden.