Kohfeldt: "Wollen Freitagabend etwas raushauen"

Erwartet gegen den VfL eine engagierte Partie seines Teams: Cheftrainer Florian Kohfeldt (Foto: nordphoto).
Profis
Donnerstag, 04.10.2018 // 14:50 Uhr

Von Daniel Gerdes

Nach dem 1:2 beim VfB Stuttgart erntete die Werder-Équipe viel Lob und Anerkennung für ihre aufopferungsvolle Leistungsbereitschaft, nachdem Milos Veljkovic wegen wiederholten Foulspiels mit der Ampelkarte des Feldes verwiesen wurde. Etwas Zählbares sprang am Ende für Kruse, Harnik und Co. trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichstreffers nicht heraus. Ausruhen wird sich das Team auf der guten Leistung ganz sicher nicht, ist sich Chefcoach Florian Kohfeldt sicher.

Ob das Lob trotz der Niederlage und der verlorenen drei Punkte der Mannschaft gefährlich werden könnte? „Definitiv nicht. Wir waren nach der Partie alle bitter enttäuscht und haben uns geärgert. Durch zwei spielentscheidende Fehler haben wir die Partie aus der Hand gegeben“, blickt Kohfeldt ein letztes Mal auf das vergangene Wochenende zurück. Weiter versichert er, dass „die Mannschaft sich nicht ausruht. Ich habe das Gefühl, dass alle im Verein wissen, was nun passieren muss und das Spiel sowie die Leistungserwartungen am Freitagabend mit Leben füllen werden.“

Gerne wieder: Letztes Jahr behielten die grün-weißen Mannen um Philipp Bargfrede die drei Punkte im Weser-Stadion (Foto: nph).

Werders Geschäftsführer Fußball, Frank Baumann, verneinte auf der Pressekonferenz vor dem Duell mit Wolfsburg um 20.30 Uhr (ab 20.15 Uhr im betway Live-Ticker auf WERDER.DE), dass die Mannschaft nach der Niederlage etwas gut zu machen habe. Viel mehr sah er eine „beeindruckende Reaktion der Mannschaft. Die Spieler wollten bis zur letzten Sekunde unbedingt mindestens einen Punkt mitnehmen. Man hat gemerkt, dass die Gier nach Erfolg bei jedem Einzelnen vorhanden ist.“

Dass Werder nicht jedes Spiel den Gegner spielerisch nach Belieben bestimmen und seine Spielweise konsequent durchsetzen kann, weiß auch Baumann: „Im Saisonverlauf wird es auch immer mal wieder schwächere Spiele von uns geben, das ist ganz normal. Wir spielen in der Bundesliga. Realität ist, dass wir fast ausschließlich enge Partien sehen werden. Aber das Team trägt die von uns bestimmten Wege und Ziele mit und lässt den Worten Taten folgen.“

Eines ist allem übergeordnet, der Wille nach einem Sieg vor heimischer Kulisse gegen den VfL Wolfsburg. „Wir wollen Freitagabend etwas raushauen“, verdeutlicht der grün-weiße Chefcoach Kohfeldt die Bedeutung des Flutlichtspiels und ist positiv gestimmt: „Die Niederlage hat keine Auswirkungen auf unsere Spielvorbereitung. Die positiven Dinge aus dem Stuttgart-Spiel haben wir mitgenommen und in die Trainingseinheiten einfließen lassen, die eher negativen gilt es stetig zu verbessern. Dauerhaft müssen nach solchen Leistungen wie gegen den VfB Stuttgart am Ende Punkte zu Buche stehen.“ Genau das soll auch am Freitagabend der Fall sein, wenn die Wölfe an der Weser gastieren.